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05.06.2009

Eintracht-Coach Skibbe verbreitet Aufbruchstimmung

Eintracht-Coach Skibbe verbreitet Aufbruchstimmung
Bild: DPA

Frankfurt/Main (dpa) - Als Michael Skibbe im Blitzlichtgewitter der Fotografen auf die Bundesliga-Bühne zurückkehrte, verkündete der neue Hoffnungsträger von Eintracht Frankfurt den Aufbruch in eine bessere sportliche Zukunft am Main.

"Ich will die Spieler dazu bringen, attraktiven und offensiven Fußball zu spielen, um bei den Fans wieder Begeisterung und Feuer zu entfachen", versprach Skibbe bei seiner Vorstellung als Nachfolger von Friedhelm Funkel.

Anders als sein Vorgänger, der nach fünf Jahren am Main mehr oder weniger freiwillig das Handtuch geworfen hatte, erhält Skibbe bei den Hessen einen Zweijahresvertrag bis zum 30. Juni 2011. "Das ist immer ein gutes Zeichen. Es war mir wichtig, dass der Verein damit signalisiert hat, dass ich hier etwas entwickeln soll", sagte der 43-Jährige. "Die Eintracht ist in den vergangenen Jahren in ein sicheres Fahrwasser gekommen. Das wollen wir ausbauen. Wir haben eine gute Mannschaft, ein tolles Stadion und fantastische Fans. Darauf freue ich mich", sagte der Coach.

Mit Offensiv-Fußball will Skibbe aber nicht nur die Herzen der Fans im Sturm erobern, sondern auf seiner dritten Station als Bundesliga-Trainer auch aus dem langen Schatten seines jahrelangen Wegbegleiters Rudi Völler treten. "Ich will in Frankfurt zeigen, dass ich nicht nur der gute Kumpel von Rudi bin", sagte Skibbe, der zuletzt beim türkischen Erstligisten Galatasaray Istanbul tätig war. Dort war er am 23. Februar nach nur sieben Monaten wegen Erfolglosigkeit entlassen worden.

Eintracht-Coach Skibbe verbreitet Aufbruchstimmung

Auch seine Bundesliga-Engagements bei Borussia Dortmund und Bayer Leverkusen sowie als Co-Trainer der deutschen Nationalmannschaft unter Völler hatten ein vorzeitiges Ende gefunden. "Mir hängt manchmal der Ruf als nicht so erfolgreicher Trainer an. Aber das ist sehr unfair. Es ist mir gelungen, in den vergangenen zehn Jahren Spuren zu hinterlassen", erklärte Skibbe.

Laut Eintracht-Vorstandschef Heribert Bruchhagen war Skibbe der absolute Wunschkandidat und erste Ansprechpartner bei der Trainersuche. "Wir haben mit einigen Trainern Gespräche geführt und uns im Vorstand dann mit einem klaren Votum dafür entschieden, Michael Skibbe ein konkretes Angebot zu machen", erklärte Bruchhagen, der eigentlich als Verfechter von Einjahresverträgen gilt. "Wir sind als Verein gereift und haben bewiesen, dass wir nicht mehr so schnell handeln", begründete der Eintracht-Boss die längere Laufzeit.

Skibbe will sich nun mit Energie und Enthusiasmus in die Arbeit stürzen. "Urlaub werde ich wohl nicht machen. Wichtiger ist die Saisonvorbereitung", sagte er. Nach der Verpflichtung von Abwehrspieler Maik Franz vom Karlsruher SC will er die Mannschaft mit zwei, drei weiteren Neuzugängen verstärken. Vor allem im defensiven Mittelfeld sieht Skibbe nach den Abgängen von Michael Fink und Junichi Inamoto Handlungsbedarf, dazu "eventuell im Sturm".

Zum ersten Training wird er die Profis am 29. Juni bitten. Dann steht Skibbe auch vor der reizvollen Aufgabe, den vor einem Jahr für 3,8 Millionen Euro verpflichteten Brasilianer Caio zu integrieren. Daran war Funkel unter anderem gescheitert. "Caio ist ein sehr guter Fußballer. Er hat ein großes Potenzial. Ich traue mir zu, ihn auf den richtigen Weg zu bringen", versprach Skibbe.

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