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Eishockey
30.03.2019

Enttäuschung kurz vor dem Ziel

Das Halbfinale war für die Augsburger Panther zum Greifen nah, ehe Düsseldorf in der Verlängerung zum 4:3 traf. Nun muss am Sonntag die endgültige Entscheidung fallen

Jubel, Dramatik und am Ende eine bittere Niederlage. Über 300 Eishockey-Fans aus Augsburg hatten gestern Düsseldorf angesteuert, um das sechste Play-off-Viertelfinale um die deutsche Eishockey-Meisterschaft zwischen der Düsseldorfer EG und den Augsburger Panthern live zu sehen. Die Anhänger bekamen hochklassiges Eishockey ohne ein glückliches Ende geboten. In der Verlängerung setzte sich die DEG mit 4:3 (2:0, 1:1, 0:2, 1:0) durch. Torjäger Jaedon Descheneau mit drei Treffern war der entscheidende Mann. Damit steht es 3:3 in der Best-of-Seven-Serie und am Sonntag (16.30 Uhr) folgt das siebte und entscheidende Match im Curt-Frenzel-Stadion. Sollten die Panther erstmals seit 2010 ins Halbfinale einziehen, heißt der Gegner EHC München. Der deutsche Meister setzte sich gegen Berlin durch.

Einen perfekten Start legten die Augsburger im ISS Dome hin. Bereits das zweite Überzahlspiel nutzte Matt Fraser nach einer traumhaften Vorlage von David Stieler zum 1:0 in der sechsten Minute. Der Tscheche mit deutschem Pass entwickelt sich zu einem Premium-Play-off-Profi, schließlich war es bereits sein sechster Scorerpunkt.

Ein Stimmungskiller in der mit lediglich 8534 Zuschauern lange nicht ausverkauften Halle war das 0:2. LeBlanc eroberte hinter dem Tor von DEG-Schlussmann Mathias Niederberger die Scheibe, kurvte vor den Kasten und drückte im Liegen einen Nachschuss über die Linie. Düsseldorf drängte in Überzahl und checkte härter als bisher, doch Augsburg hielt dagegen und blockte wie immer viele Pucks. Einen Kracher auf die Füße musste AEV-Verteidiger Scott Valentine wegstecken. Der Kanadier fuhr in der 18. Minute humpelnd auf die Bank, doch die Nummer 22 schnürte den Schlittschuh nicht auf, um dem Knöchel keine Chance zu geben anzuschwellen, sondern kam schnell wieder.

Im zweiten Drittel fischte zunächst der überragende AEV-Keeper Olivier Roy nach einem Alleingang von DEG-Torjäger Jaedon Descheneau den Puck sicher aus der Luft. Doch einen Konter später stöpselte der Kanadier den Puck irgendwie zum 1:2 (32.) über die Linie. Augsburg wackelte nun, und eine Welle nach der anderen rollte auf Torhüter Olivier Roy zu.

Auf der anderen Seite checkte DEG-Stürmer John Henrion den Augsburger Christoph Ullmann eigentlich viel zu spät. Ullmann blieb benommen liegen und musste mit einer Trage vom Eis gefahren werden. Er hatte die Zunge verschluckt und war zwischenzeitlich bewusstlos.

Aber kurze Zeit später ging es dem Ex-Nationalspieler wieder besser. Für Henrion war das Match mit fünf Strafminuten plus einer Spieldauerstrafe ebenfalls beendet. Die folgende Überzahl nutzte Brady Lamb mit einem Schlagschuss von der blauen Linie zum 3:1 (36.). Auch im Curt-Frenzel-Stadion jubelten über 1000 Fans. Der DEL-Klub übertrug das Match auf Großbildleinwand als besonderen Service für die Anhänger, die nicht ins Rheinland reisen konnten.

Im letzten Drittel feuerten die AEV-Anhänger pausenlos ihr Team an. Alexander Barta verkürzte auf 2:3 (50.) und 52 Sekunden vor Schluss glich erneuert Descheneau zum 3:3 aus. Der Mannschaft von Harold Kreis gelang das gleiche Kunststück wie den Augsburgern in Spiel fünf, einen 1:3-Rückstand in der eigenen Halle aufzuholen. Es ging ins vierte Drittel, und in der Verlängerung traf wieder Descheneau nach nur 36 Sekunden. Den Kanadier konnten die Augsburger gestern während der gesamten Partie nie komplett ausschalten.

Augsburger Panther Roy – Lamb, Valentine; Sezemsky, Haase; McNeil, Tölzer; Rogl, Rekis – Payerl, LeBlanc, White; Fraser, Gill, Holzmann; Schmölz, Stieler, Hafenrichter; Ullmann, Detsch

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