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Eishockey
23.02.2017

Stolperstein München

Augsburger Panther verlieren bei den Oberbayern. Trevelyan feiert nach längerer Verletzungspause seine Rückkehr. Kader der kommenden Saison nimmt Gestalt an

München gegen Augsburg – das ist nicht nur das Duell der Erzrivalen, sondern auch ein Kampf der Systeme. Meistertrainer Don Jackson lässt das aggressivste Forechecking der Deutschen Eishockey-Liga spielen, auch weil er erstklassige Spieler dirigieren darf. Auch AEV-Coach Mike Stewart lässt seine Mannschaft weit vorne angreifen, aber nicht ganz so offensiv. Das Ergebnis war ein schnelles Match, das die Münchner mit 2:1 (0:0, 1:0, 0:0, 1:0) nach Penaltyschießen gewannen. Augsburgs Trainer Mike Stewart lobte das Defensivverhalten seines Teams. „Wir haben mit einer Spitzenmannschaft gut mitgehalten.“ Ein Punkt war Stewart jedoch letztlich zu wenig.

Gestern ging es vor 5170 Zuschauern in der Olympia-Eishalle für beide Mannschaften auch darum, sich taktisch und körperlich auf die Play-off-Runde einzustimmen. Beide Teams stehen schon lange als Viertelfinalisten fest. Für Augsburg kehrte Angreifer Thomas J. Trevelyan nach zweimonatiger Verletzungspause in den Kader zurück. Für Trevelyan war der erste Härtetest wichtig. Der 32-Jährige bestand ihn und vergab in der 22. Minute mit einem Alleingang die Chance auf die Führung. Eine Minute später lagen dann doch die Gastgeber durch Dominik Kahun 1:0 vorne. Augsburgs Torwart Jonathan Boutin, der zuvor einige starke Szenen hatte, war erstmals an diesem Abend geschlagen. München machte Druck, Augsburg konterte. Nach einem Schuss von AEV-Verteidiger Derek Dinger stocherte Evan Trupp den Puck zum 1:1 (55.) über die Linie. Nach 60 Minuten und torloser Verlängerung ging es ins Penaltyschießen. Bei zwölf Schützen verwandelte Dominik Kahun den entscheidenden Versuch zum 2:1 für München.

Ungewöhnlich weit sind die Panther in ihrer Kaderplanung für die kommende Saison und gaben gestern bereits die 15. Vertragsverlängerung bekannt. Der Amerikaner Michael Davies, der als Ideengeber mit 30 Pässen glänzte und neun Tore schoss, stürmt in der kommenden Saison weiter für Augsburg. AEV-Angreifer und Spielmacher Drew LeBlanc wird in München als Neuzugang gehandelt, falls der deutsche Nationalspieler Kahun sich vom deutschen Meister verabschieden und in die russische KHL wechseln sollte. Der Amerikaner LeBlanc hat sich jedenfalls Bedenkzeit bis nach der Saison erbeten.

Doch noch liegt der Fokus auf der aktuellen Runde. Am Freitag um 19.30 Uhr empfangen die AEV-Profis die Adler Mannheim auf eigenem Eis und am Sonntag geht es zum 52. und letzten Punktspiel nach Düsseldorf. Kurz vor den Play-offs droht Augsburg der nächste Ausfall. Stürmer Trupp verdrehte sich in der 59. Minute offenbar das rechte Knie und verschwand mit schmerzverzerrtem Gesicht in die Umkleide.

Augsburger Panther Boutin – Cundari, Tölzer; Lamb, Valentine; Guentzel, Dinger; Sezemsky – Hanowski, LeBlanc, Davies; Parkes, Trupp, Trevelyan; Holzmann, Stieler, Polaczek; Hafenrichter, Detsch, Grygiel

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