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Olympia 2018

23.02.2018

Eishockey-Team vor Olympia-Halbfinale: Alle fit

Wollen auch nach dem Halbfinalspiel gegen Kanada Grund zum Jubel haben: Deutschlands Eishockey-Herren.
Bild: Frank Franklin Ii, dpa

Deutschlands Eishockey-Team geht heute personell unverändert in das Halbfinale bei den Winterspielen in Pyeongchang gegen Olympiasieger Kanada. Die News zu Olympia 2018.

Olympische Winterspiele: Wichtigste News zu Olympia 2018

23. Februar: Eishockey-Team vor Olympia-Halbfinale: Fokussiert und alle fit

Deutschlands Eishockey-Nationalteam geht personell unverändert in das Halbfinale bei den Winterspielen in Pyeongchang gegen Olympiasieger Kanada an diesem Freitag (13.10 Uhr MEZ). "Es sind alle fit", sagte Bundestrainer Marco Sturm nach einem leichten Aufwärmtraining am Freitagvormittag koreanischer Zeit. Im Tor steht erneut Danny aus den Birken vom Meister EHC Red Bull München. 

Für Deutschland ist es das erste Halbfinale bei Winterspielen überhaupt. Auch gegen den großen Favoriten rechnet sich die Auswahl des Deutschen Eishockey-Bundes (DEB) eine Chance aus. "Die Spieler sind fokussiert. Man sieht es ihren Augen an: Sie sind heiß, sie sind bereit, sie freuen sich", sagte Sturm.

Mit dem ersten Sieg bei Olympia gegen eine kanadische Auswahl hätte das deutsche Team die erste Medaille seit 1976 sicher. Mindestens Silber wäre zudem der größte Erfolg in der Geschichte des DEB. 1932 und 1976 hatte es jeweils Bronze gegeben. Damals wurden aber keine Halbfinals ausgetragen. 

Die Stunden nach dem Training bis zum Spielbeginn am späten Abend koreanischer Zeit verbrachten die Spieler um Kapitän Marcel Goc im Olympischen Dorf. "Wir haben jetzt gleich noch eine Besprechung, danach gibt es Mittagessen und dann ruhen wir uns noch etwas aus", sagte Goc nach dem Training. Für 10.30 Uhr MEZ war die Abfahrt ins Stadion angesetzt.

22. Februar: Deutsche Biathletinnen landen in der Staffel nur auf Platz acht

Die favorisierten deutschen Biathletinnen sind bei den Olympischen Winterspielen in Pyeongchang im Staffelrennen überraschend leer ausgegangen. Das Quartett in der Besetzung Franziska Preuß, Denise Herrmann, Franziska Hildebrand und Laura Dahlmeier musste sich nach drei Strafrunden und elf Nachladern mit dem achten Platz begnügen. Der Olympiasieg bei den Winterspielen in Pyeongchang ging am Donnerstag an Weißrussland, Silber und Bronze holten Schweden und Frankreich. 

Gold-Hattrick für deutsche Kombinierer - Gala im Teamwettbewerb

Eric Frenzel, Johannes Rydzek und Co. haben mit einer weiteren Machtdemonstration in der Nordischen Kombination den Gold-Hattrick von Pyeonchang perfekt gemacht. Die beiden Einzel-Olympiasieger rasten am Donnerstag bei den Winterspielen zusammen mit Fabian Rießle und Vinzenz Geiger zum ersten Gold im Mannschaftswettbewerb seit 1988. Das Quartett siegte nach dem Springen von der Großschanze und dem Langlauf über 4x5 Kilometer mit mehr als einer Minute Vorsprung vor Norwegen und Österreich, was fast schon eine Demütigung für die Konkurrenz war.

Es war der perfekte Abschluss für das deutsche Team, nachdem Frenzel beim Wettbewerb von der Normalschanze triumphiert hatte und es anschließend sogar einen deutschen Dreifach-Sieg von der Großschanze gegeben hatte. Fünf Medaillen in drei Wettbewerben - das Team von Bundestrainer Hermann Weinbuch war nach dem alles andere als sorgenfreien Weltcup-Winter beim Saisonhöhepunkt voll da. Das 13. Gold für die gesamte deutsche Wintersport-Mannschaft hatte auch eine historische Note, denn damit ist die beste Ausbeute seit der Wiedervereinigung perfekt.

In der Loipe fiel die Vorentscheidung schon nach wenigen Kilometern, als Geiger die Führung übernahm und seine Kollegen den Vorsprung stetig auf die Konkurrenz ausbauten. Schon beim Springen hatte sich das deutsche Team mit Platz zwei eine gute Ausgangsposition erarbeitet. Mit nur sechs Sekunden Rückstand auf Österreich, aber immerhin 21 Sekunden Vorsprung auf Mitfavorit Norwegen ging das DSV-Quartett in den Langlauf.

"Es war nicht einfach, die Mannschaft auf diesen Wettkampf einzustellen. Nach dem Dreifachtriumph und dem Probesprung war die Goldmedaille schon ziemlich groß vor den Augen. Dass man dann bei sich bleibt und sich auf die Aufgaben besinnt, ist nicht so einfach", sagte Weinbuch.

Und es lief wie geplant. Geiger lief schnell zum Österreicher Wilhelm Denifl auf und zog auch davon. "Ich habe versucht, eine Lücke zu reisen. Das ist mir ganz gut gelungen", sagte Geiger. Anschließend vergrößerte der laufstarke Rießle den Vorsprung auf die zweitplatzierten Norweger von 12 auf 44 Sekunden. Der Rest war für die Gala. Frenzel, der durch das dritte Olympia-Gold seiner Karriere zu den Rekordsiegern Ulrich Wehling (DDR), Samppa Lajunen (Finnland) und Felix Gottwald (Österreich) aufschloss, übergab mit einer Minute Vorsprung an Rydzek und jubelte bereits mit seinem Skistock. Rydzek brachte den Sieg schließlich sicher ins Ziel.

Biathlon-Staffel mit Dahlmeier bei Olympia nur auf Platz acht

Die favorisierten deutschen Biathletinnen sind bei den Olympischen Winterspielen in Pyeongchang im Staffelrennen überraschend leer ausgegangen. Das Quartett in der Besetzung Franziska Preuß, Denise Herrmann, Franziska Hildebrand und Laura Dahlmeier musste sich nach drei Strafrunden und elf Nachladern mit dem achten Platz begnügen. Der Olympiasieg bei den Winterspielen in Pyeongchang ging am Donnerstag an Weißrussland, Silber und Bronze holten Schweden und Frankreich.

Deutschland verpasste wie schon 2014 in Sotschi eine Medaille, vor vier Jahren hatte es in Russland nach einem ähnlich schwachen Rennen nur zum elften Platz gereicht. Für Doppel-Olympiasiegerin Dahlmeier und Co. ist das Ergebnis besonders bitter, da sie in den vergangenen acht Staffelrennen saisonübergreifend insgesamt sieben Siege gefeiert hatten. Dazu zählt auch der Triumph bei der WM 2017 in Hochfilzen.

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21. Februar: DEB-Team schafft Eishockey-Sensation: Erstmals im Olympia-Halbfinale

Mit einem kleinen Eishockey-Wunder haben die deutschen Kufencracks den größten Erfolg seit 42 Jahren geschafft. Die DEB-Auswahl greift zum ersten Mal seit 1976 bei Olympischen Spielen nach einer Medaille. Nach dem sensationellen 4:3 (2:0, 0:0, 1:3) nach Verlängerung gegen Weltmeister Schweden in Pyeongchang steht das Team von Bundestrainer Marco Sturm erstmals überhaupt in einem olympischen Halbfinale. Dort trifft Deutschland am Freitag auf Olympiasieger Kanada.

Den ersten Sieg bei Winterspielen gegen eine schwedische Auswahl machten am Mittwoch Kölns Christian Ehrhoff (14. Minute), Marcel Noebels (15.), Dominik Kahun (49.) und Patrick Reimer (62.) in der Overtime perfekt. Für den großen Favoriten trafen Anton Lander (47.), Patrik Hersley (50.) und Mikael Wikstrand (52.). Auf der Tribüne feierten erneut zahlreiche deutsche Olympia-Athleten mit der Auswahl des Deutschen Eishockey-Bundes (DEB) den historischen Erfolg, den sich das Sturm-Team mit viel Leidenschaft erkämpfte und verdiente. 

Damit werden Erinnerungen an den sensationellen Gewinn der Bronzemedaille 1976 in Innsbruck wach. Damals waren die Medaillen über die Endabrechnung einer Sechser-Runde vergeben worden. Auch beim Bronze-Gewinn 1932 hatte es bei nur vier Teilnehmern kein Halbfinale gegeben. Der 13. Sieg im 103. Länderspiel gegen die Schweden toppt die überraschende Halbfinal-Teilnahme bei der Heim-WM 2010 noch, zumal damals anders als diesmal bei Olympia auch NHL-Profis dabei gewesen waren. Auch deshalb kommt die Fortsetzung des Aufschwungs unter Bundestrainer Sturm völlig unverhofft.

Jamanka und Buckwitz sind Olympia-Siegerinnen im Zweierbob

Bobpilotin Mariama Jamanka hat dem deutschen Team die zwölfte Goldmedaille bei den Olympischen Winterspielen in Pyeongchang beschert. Die 27-Jährige siegte im Zweierbob vor den USA. Deutschland bleibt im Medaillenspiegel mit nun zwölf Mal Gold, sieben Mal Silber und fünf Mal Bronze Zweiter hinter Norwegen, das im Langlauf-Teamsprint der Herren und in der Teamverfolgung der Eisschnellläufer seine Olympiasiege Nummer 12 und 13 holte. 

Bob-Ass Jamanka lag im letzten Lauf mit Anschieberin Lisa-Marie Buckwitz lange auf Platz zwei, erst auf den letzten Metern erreichte sie noch die Bestzeit vor Weltmeisterin Elana Meyers Taylor. Bronze ging an die zweimalige Olympiasiegerin Kaillie Humphries aus Kanada.

Rebensburg verpasst Medaille

Viktoria Rebensburg ist in ihrem letzten Olympia-Rennen bei den Winterspielen von Pyeongchang mit deutlichem Rückstand ohne Medaille geblieben. Die Skirennfahrerin aus Kreuth kam beim Abfahrtssieg der Italienerin Sofia Goggia am Mittwoch auf Platz neun. Rebensburg fehlten 0,95 Sekunden auf Superstar Lindsey Vonn, die Bronze holte. Damit verpasste die Amerikanerin ihr zweites Abfahrtsgold nach 2010 und weinte im Zielbereich immer wieder. Die 25 Jahre alte Goggia setzte sich knapp vor der Überraschungszweiten Ragnhild Mowinckel aus Norwegen durch und triumphierte als erste italienische Abfahrts-Olympiasiegerin.

Als zweite deutsche Starterin zeigte Kira Weidle eine ordentliche Leistung und wurde Elfte. Damit hat das deutschen Alpin-Team in Südkorea weiter kein Edelmetall geholt.

20. Februar: Rydzek Olympiasieger in der Kombination - Dreifach-Erfolg

Angeführt von Vierfach-Weltmeister Johannes Rydzek sind die deutschen Kombinierer zu einem historischen Dreifach-Triumph gestürmt. Sechs Tage nach dem Coup von Eric Frenzel triumphierte Rydzek bei den Olympischen Winterspielen von der Großschanze und gewann das erste Gold seiner Karriere. Direkt hinter dem Vierfach-Weltmeister komplettierten am Dienstag nach dem Springen und dem 10-Kilometer-Langlauf Fabian Rießle und Frenzel als Zweiter und Dritter den deutschen Erfolg. Drei Deutsche auf dem Podium hatte es in der Olympia-Geschichte nur einmal gegeben. 1976 gewann Ulrich Wehling im DDR-Trikot vor dem Westdeutschen Urban Hettich und dem zweiten DDR-Athleten Konrad Winkler.

Im Mittelpunkt stand diesmal Rydzek, der sich eindrucksvoll zurückmeldete, nachdem er sich von der Normalschanze noch mit Platz fünf begnügen musste. So hatte Deutschlands Sportler des Jahres im ewigen Duell mit Teamkollege Frenzel diesmal die Nase vorn. Insgesamt war es der achte deutsche Einzel-Olympiasieg bei den Kombinierern, allerdings der erste von der Großschanze. Die Entscheidung in einem hochspannenden Wettkampf im Alpensia Nordic Park fiel erst kurz vor dem Ziel, als das deutsche Trio attackierte. Nur der Norweger Jarl Magnus Riiber konnte noch folgen, im Sprint war er aber chancenlos.

Durch ein exzellentes Springen hatten sich die deutschen Athleten in eine hervorragende Ausgangsposition gebracht. Ausgerechnet das Springen, das in diesem Weltcup-Winter so viele Probleme bereitet hatte. Nicht aber in Südkorea: Auf den Plätzen vier, fünf und sechs gingen Frenzel, Rydzek und Rießle auf die Jagd auf den Gesamtweltcup-Führenden Akito Watabe, der nach dem Springen mit 138,9 Punkten vorn gelegen hatte. Der Japaner war in der Loipe aber auf sich allein gestellt, während das deutsche Trio gemeinsame Sache machen konnte.

"Ein Deutscher soll zum Schluss ganz oben stehen", hatte Rießle als Marschroute ausgegeben. Und so holten den drei Athleten bereits schnell den Österreicher Wilhelm Denifl ein. Gut vier Kilometer vor dem Ziel hatten sie schließlich auch Anschluss zum Führungsduo Watabe und Riiber gefunden.

Und im Finish drehte Rydzek auf. Dass er auf der Normalschanze das Nachsehen gegenüber Frenzel hatte und nur Fünfter geworden war, stachelte den ehrgeizigen Bayer zusätzlich an. Denn Rydzek und Frenzel sind nicht nur Teamkollegen, sondern auch seit Jahren schon große Rivalen. Winter für Winter haben sie sich zu neuen Höchstleistungen gepusht. Hier der fünfmalige Weltcupsieger Frenzel, dort der Vierfach-Weltmeister Rydzek. Nur bei Olympia hatte Frenzel stets die Nase vorn, am Dienstag aber nicht mehr.

Deutsche Mixed-Staffel wird Vierter - Umstrittener Zielsprint

Eine Strafrunde von Sprint-Olympiasieger Arnd Peiffer beim letzten Schießen hat der deutschen Mixed-Staffel die sicher geglaubte Medaille bei den Olympischen Winterspielen in Pyeongchang gekostet. Das Weltmeister-Quartett in der Besetzung Vanessa Hinz, Doppel-Olympiasiegerin Laura Dahlmeier, Erik Lesser und Sprint-Olympiasieger Arnd Peiffer mussten sich am Dienstag mit Platz vier begnügen. 0,4 Sekunden fehlten dem deutschen Team auf Bronze-Gewinner.

Gold ging an Frankreich, dass sich vor Norwegen und Italien  durchsetzte. Allerdings war Männer-Bundestrainer Mark Kirchner mit dem Verhalten des Italieners Dominik Windisch im Schlusssprint nicht einverstanden, der kurz vor dem Ziel die Spur wechselte und Peiffer behinderte. Die Jury musste nun entscheiden. Dadurch verzögerte sich die Siegerehrung. 

Vier Stunden vor dem Rennen hatte der eigentlich als Schlussläufer vorgesehene Simon Schempp seinen Start leicht angeschlagen absagen müssen. Der Massenstart-Zweite klagte über Halsschmerzen. Mit 32,6 Sekunden vor Frankreichs Superstar Martin Fourcade und dem Italiener Windisch sowie 33,1 Sekunden vor Norwegens Emil Hegle Svendsen hatte sich Peiffer auf den Weg gemacht. Doch mit zwei Nachladern verspielte er den Vorsprung, der fehlerfrei gebliebene Fourcade lief auf und übernahm die Führung. Beim letzten Auftritt am Schießstand musste Peiffer dann in die Strafrunde, während Fourcade und Svendsen Gold und Silber sicher hatten. Mit Windisch kämpfte Peiffer nun um Bronze.

Startläuferin Vanessa Hinz lieferte nach ihrem schwachen Massenstart-Auftritt mit Platz 25 in der Staffel eine bärenstarke Leistung ab. "Das Material war einfach bombastisch", lobte Hinz die deutschen Techniker. "Ich bin überüberglücklich", sagte sie. Die Schlierseerin kam am Schießstand ohne Nachlader durch und übergab mit einem Rückstand von 2,2 Sekunden auf Italien an Dahlmeier. Der Start der siebenmaligen Weltmeisterin war lange fraglich gewesen, erst wenige Stunden vor dem Rennen gab die 24-Jährige grünes Licht. "Eine Staffel ohne Laura wäre nur in Frage gekommen, wenn sie signalisiert hätte: Ich kann nicht", sagte Bundestrainer Gerald Hönig. 

Kurz vor ihrem ersten Schießen überholte Dahlmeier auf der zweiten Sechs-Kilometer-Runde Dorothea Wierer. Die Italienerin lief als Erste  wieder vom Schießstand los - obwohl beide Skijägerinnen bei idealen äußeren Bedingungen fehlerfrei geblieben waren. Beim zweiten Auftritt am Schießstand kam Dahlmeier dann mit einem Nachlader durch, während die Mitfavoriten aus Italien und Frankreich mehr Probleme hatten. Die Norwegerin Tiril Eckhoff musste sogar in die Strafrunde.

Mit einem Vorsprung von ziemlich genau einer halben Minute machte sich Ex-Weltmeister Lesser auf die 7,5-Kilometer-Runde. "Ein Staffelrennen ist was Besonderes, Mixed-Staffel ist etwas ganz Besonderes. Es ist doch etwas anderes, wenn man mit den Männern unterwegs ist. Läuferisch ist es richtig gut gegangen", sagte Dahlmeier. "Den Nachlader habe ich verschmerzen können", sagte sie. "Das ist eine Top-Ausgangsposition für die Männer."

Lesser nutzte sie, blieb liegend fehlerfrei, stehend benötigte er eine Ersatzpatrone. Zweimal war der Thüringer vom Schießstand verschwunden, ehe die Konkurrenz angekommen war. Dann übergab er an Pfeiffer, und der Krimi begann.

Biathlon-Jury tagt nach Mixed-Staffel - Ehrung verzögert sich

Die deutschen Biathleten sind bei den Olympischen Winterspielen mit der Mixedstaffel zunächst leer ausgegangen - allerdings steht das Ergebnis noch unter Vorbehalt. Nach dem Rennen tagte die Jury, da der Italiener Dominik Windisch im Zielsprint den deutschen Schlussläufer Arnd Peiffer behindert haben könnte. Die Flowerzermonie wurde deshalb erst einmal verschoben. 

Das Weltmeister-Quartett in der Besetzung Vanessa Hinz, Laura Dahlmeier, Erik Lesser und Arnd Peiffer musste sich am Dienstag in Pyeongchang vorerst mit Platz vier begnügen. Der Olympiasieg ging an Frankreich. Norwegen wurde Zweiter. Gold und Silber standen nicht zur Diskussion.

Dahlmeier läuft Mixed-Staffel - Peiffer ersetzt Schempp

Kurz vor dem Start der Mixed-Staffel hat sich der deutsche Schlussläufer Simon Schempp mit Halsschmerzen abgemeldet und wird durch Arnd Peiffer ersetzt. Doppel-Olympiasiegerin Laura Dahlmeier dagegen ist nicht mehr müde und hat grünes Licht für einen Einsatz gegeben. Obwohl die Aufstellung des deutschen Biathlon-Quartetts für das Rennen am Dienstag lange unklar war und kurzfristig geändert werden musste, strebt Mixed-Weltmeister Deutschland im ersten der drei olympischen Staffelrennen von Pyeongchang eine Medaille an.

"Wenn wir erfolgreich sein wollen, wenn wir mit um das Podest kämpfen wollen, dann müssen auch wir unsere besten Athleten an den Start bringen, weil die Mixed-Staffel härter umkämpft ist, weil es vielen Nationen gelingt, zwei starke Frauen und zwei starke Männer an den Start zu bringen", sagte Damen-Bundestrainer Gerald Hönig.

Da wusste Hönig freilich noch nicht, dass der Massenstart-Zweite Schempp knapp vier Stunden vor dem Start auf seinen Einsatz verzichten musste. Zwei Tage nach seiner Silbermedaille im Massenstart klagte der Uhinger über Halsschmerzen. Damit gehen die Deutschen in der Besetzung Vanessa Hinz, Dahlmeier, Erik Lesser und Sprint-Olympiasieger Arnd Peiffer als Schempp-Ersatz ins Rennen. Zwei Tage nach dem Mixed-Rennen findet am Donnerstag die Damen-Staffel statt. Am Freitag folgt zum Abschluss die Männer-Staffel.

Hönig erklärte derweil am Dienstag die späte Entscheidung über den Einsatz von Doppel-Olympiasiegerin Dahlmeier. "Wir haben ganz einfach gewartet bis zum Ende der Meldezeit, haben uns die Möglichkeit gelassen der Laura auch die persönliche Einschätzung zu geben - bin ich bereit, kann ich diese Mixed-Staffel auch im Vollbesitz meiner Kräfte laufen und damit auch eine Unterstützung für das Team sein. Oder macht es Sinn, einen oder zwei Tage länger zu regenerieren, um dann in der Damen-Staffel wieder fit zu sein", sagte Hönig.

19. Februar: Deutsche Skispringer holen Silber im Mannschaftswettbewerb

Andreas Wellinger und Co. packten sich an den Armen, dann sprangen sie auf das Siegerpodest und jubelten strahlend über das gemeinsam errungene Silber im Teamwettbewerb. Der zweite Platz hinter den überlegenen Norwegern war für Karl Geiger, Stephan Leyhe, Richard Freitag und Wellinger der erhoffte gelungene Abschluss für erfolgreiche Olympische Winterspiele in Südkorea. In einem Skisprung-Krimi setzte sich das DSV-Quartett am Montag hauchdünn vor den drittplatzierten Polen durch und sorgte damit im dritten Wettbewerb für das dritte deutsche Edelmetall der Männer.

Am Ende rettete das deutsche Team einen Vorsprung von 3,3 Punkten auf Polen zum Gewinn der Silbermedaille. Die überragenden Norweger waren indes kaum zu schlagen. So fehlten dem deutschen Team 22,8 Punkte auf die Skandinavier und das vierte Mannschaftsgold nach 1994, 2002 und 2014. Die Ausbeute kann sich aber sehen lassen, insbesondere Wellinger ist in Pyeongchang bereits im Einzel mit Gold von der Normal- und Silber von der Großschanze ins Rampenlicht gesprungen. Durch den neuerlichen Podestplatz ist der 22-jährige Bayer der erste deutsche Springer mit drei Medaillen bei den gleichen Winterspielen.

Die Entscheidung um den zweiten Platz fiel erst kurz vor Schluss. Mit einem Vorsprung von 0,6 Punkten war Polen in den letzten Sprung gegangen. Wellinger legte einen Satz von 134,5 Metern hin, Großschanzen-Olympiasieger Kamil Stoch folgte mit der gleichen Weite, hatte aber bessere Windverhältnisse und bekam daher weniger Punkte.

"Alles ist möglich!", hatte Wellinger angekündigt und Recht behalten. Denn schon im ersten Durchgang entwickelte sich ein ganz enger Dreikampf. Der Rückstand der DSV-Mannschaft auf Norwegen betrug zur Halbzeit gerade einmal zwei Punkte, also einen Meter. Drei weitere Zähler dahinter war Polen in Lauerstellung. Doch im zweiten Durchgang war Norwegen nicht mehr aufzuhalten. Skiflug-Weltmeister Daniel Andre Tande beeindruckte als Startspringer der Skandinavier mit 140,5 Metern. Bundestrainer Werner Schuster hatte seine Mannschaft auf einer Position umgestellt. Anstelle von Markus Eisenbichler sprang Leyhe, der in den Einzelspringen noch zuschauen musste. Der 26-Jährige machte seine Sache mit 128 und 129 Metern zwar ordentlich, fiel aber im Vergleich zu seinen Kollegen ab.

Keine Medaille gab es für Japan mit Oldie Noriaki Kasai. Der 45-Jährige, der seine achten Winterspiele bestreitet, erreichte mit den Asiaten Platz sechs. Damit ging Kasai in Südkorea leer aus, nachdem er noch vor vier Jahren Silber von der Großschanze und Bronze mit der Mannschaft geholt hatte. Aber der Sympathieträger will noch bis 2026 weitermachen und hätte dann noch zwei weitere Olympia-Chancen.

Friedrich und Kanadier Kripps zeitgleich Zweierbob-Olympiasieger

Francesco Friedrich hat mit seinem Anschieber Thorsten Margis bei den Olympischen Winterspielen in Pyeongchang die Goldmedaille im Zweierbob gewonnen. Der viermalige Weltmeister musste sich am Montag nach vier spannenden Läufen den Olympiasieg mit dem Kanadier Justin Kripps und Alexander Kopacz teilen. Bronze ging an den Letten Oskars Melbardis. Nico Walther und Christian Poser, die noch nach dem ersten Tag geführt hatten, wurden Vierte vor Johannes Lochner und Christopher Weber. 

Noch vor vier Jahren in Sotschi hatte es eine historische Pleite für die deutschen Bobs gegeben. Erstmals seit 50 Jahren waren sie ohne Medaille geblieben. Nun holte Friedrich in einem Krimi gleich im ersten Wettbewerb Gold. Es war der achte Olympiasieg eines deutschen Bobpiloten. Zwei Bobs zeitgleich hatte es bereits bei den Winterspielen 1998 in Nagano gegeben. Damals holten der Italiener Günther Huber und der Kanadier Pierre Lueders Gold.

Friedrich war nach zwei nicht ganz fehlerfreien Läufen am Sonntag als Fünfter in die zweite Hälfte des Wettbewerbs gestartet. Im dritten Lauf schob er sich mit Bahnrekord von 48,96 Sekunden auf Rang zwei vor und lag nur noch sechs Hundertstelsekunden hinter Kripps. Lochner behielt mit Weber seinen dritten Rang und war nur drei Hundertstelsekunden langsamer als Friedrich. 

Im Final-Durchgang wurde es dramatisch. Der 27-jährige Friedrich legte als vorletzter Starter vor, dann folgte Kripps und hatte am Ende die exakt gleiche Zeit wie der Thüringer. Schon bei der WM 2017 hatten sich die beiden ein spannendes Duell geliefert. Damals siegte Friedrich mit neun Hundertstelsekunden Vorsprung auf den Kanadier.

Nico Ihle landet auf Platz acht - Damen-Trio ohne Medaille

Gleich beim Zieldurchlauf brüllte Nico Ihle lautstark "Scheiße" durch das Gangneung Oval. Der Eisschnellläufer aus Chemnitz blieb am Montag bei den Olympischen Winterspielen in Pyeongchang auf seiner Paradestrecke über 500 Meter ohne die erhoffte Olympia-Medaille und belegte nur den achten Platz. Damit droht dem dem deutschen Eisschnelllauf-Team nun erneut ein medaillenloses Olympia-Debakel wie schon vor vier Jahren in Sotschi. 

"Erst habe ich mich gar nicht getraut auf die Anzeigetafel zu schauen", sagte Ihle. Doch schon wenige Minuten nach seinem Rennen konnte er wieder lächeln. "Ich bin nicht so unzufrieden. Es war kein schlechter Lauf. In so einem Feld muss man erstmal Achter werden", sagte der 32-Jährige und fügte hinzu: "Ich denke, dass es den Leuten, die mir zusehen, schlechter geht als mir."  

Ihle egalisierte damit seine bisher beste Olympia-Platzierung vor vier Jahren in Sotschi, doch seine Ziele waren höher gesteckt. Beim Angang auf den ersten 100 Metern fehlten ihm die entscheidenden Hundertstel, um den Schwung für die Runde aufzunehmen. In 34,89 Sekunden war er am Ende 0,23 Sekunden langsamer als beim Gewinn von WM-Silber im Vorjahr an gleicher Stelle. 

Am Donnerstag hat Ihle aber über 1000 Meter eine weitere Chance auf seine erste Olympia-Medaille. "Die 500 Meter machen noch mehr Lust auf olympische Rennen", meinte er. Von Niedergeschlagenheit war bei dem Sachsen keine Spur.     

Umjubelter Sieger über die kürzeste Strecke war der Norweger Havard Lorentzen. In 34,41 Sekunden sorgte der Weltcup-Führende für einen olympischen Rekord. Mit einer Hundertstelsekunde Abstand folgte der Südkoreaner Cha Min Kyu, gefolgt vom Chinesen Gao Tinyu auf dem Bronzerang (34,65).

Weltmeister Jan Smeekens aus den Niederlanden, der tags zuvor beim Abschlusstraining schwer gestürzt war, kam über Rang zehn nicht hinaus. Der Weltrekordler und fünfmalige Weltmeister Pawel Kulischnikow aus Russland hatte vom IOC wegen der Staatsdoping-Affäre in Sotschi keine Einladung erhalten. Joel Dufter aus Inzell musste bei seiner Olympia-Premiere vor über 7000 Zuschauern mit Rang 29 (35,50 Sekunden) zufrieden sein. 

Zuvor hatten auch die drei deutschen Damen die Erwartungen von Cheftrainer Jan van Veen von einer Medaille nicht erfüllen können. In 3:02,65 Minuten liefen Claudia Pechstein, Roxanne Dufter und Gabi Hirschbichler in der Teamverfolgung um rund drei Sekunden am Halbfinale vorbei. "Es war mir klar, dass ich ein bissel der Risiko-Faktor war", räumte Dufter nach längerer Krankheitsphase ein. "Nur bis zur fünften Runde habe ich mich gut gefühlt." 

Pechstein wollte keine Schuldzuweisungen machen. "Es gibt keine Vorwürfe. Wir hatten insgesamt eine Supersaison. Von Platz drei bis acht war hier alles möglich", sagte die 45-Jährige, geplagt von Hustenattacken. "Im Alter wird da immer schlimmer, ich fahre von jedem Wettkampf mit Husten nach Hause." Vorkampfsieger wurden die Niederlande mit olympischem Rekord von 2:55,61 Minuten und gelten nun am Mittwoch als Topfavorit auf Gold. Das deutsche Trio tritt im Kampf um Rang fünf gegen China an.

Dopingverdacht bringt Russen bei Olympia in Bedrängnis

Sollte der Fall bestätigt werden, werde die Bewertungskommission das berücksichtigen, sagte Mark Adams, Sprecher des Internationalen Olympischen Komitees, bei den Winterspielen in Pyeongchang. Zuvor hatte ein Sprecher der Olympischen Athleten aus Russland ein mögliches Dopingvergehen in dem Team bestätigt. Russischen Medien zufolge soll es sich um Bronzemedaillengewinner Alexander Kruschelnizki handeln.

"Sollte der Fall bestätigt werden, wird die Bewertungskommission dies berücksichtigen", sagte Mark Adams, Sprecher des Internationalen Olympischen Komitees, am Montag. Zuvor hatte ein Sprecher der Olympischen Athleten aus Russland ein mögliches Dopingvergehen in dem Team bestätigt. 

Russischen Medien zufolge soll Alexander Kruschelnizki, dem Gewinner der Bronzemedaille im neuen Mixed-Wettbewerb der Curler, die Einnahme der verbotenen Substanz Meldonium in der A-Probe nachgewiesen worden sein. Die B-Probe sollte noch am Montag geöffnet werden. 

Russlands Nationales Olympisches Komitee ist derzeit wegen des systematischen Doping-Betrugs bei den Heimspielen in Sotschi 2014 vom IOC suspendiert. In Südkorea dürfen die Sportler des Landes nur unter neutraler Flagge und ohne eigene Hymne starten. Das IOC hatte nach einem Prüfverfahren einer Reihe von russischen Topstars die Olympia-Teilnahme verweigert. 

Eine Kommission unter Vorsitz von IOC-Mitglied Nicole Hoevertsz begutachtet während der Winterspiele, ob sich die Russen an einen vorab festgelegten Verhaltenskodex halten. Am Samstag entscheidet die IOC-Exekutive auf Empfehlung der dreiköpfigen Gruppe, ob die Suspendierung von Russlands NOK aufgehoben wird und die Russen wieder unter eigener Fahne an der Schlussfeier teilnehmen dürfen.

"Es gibt eine Reihe von Bedingungen, bevor sie ein Ja bekommen", sagte Adams. Eine der Verhaltensregeln für die Russen beinhaltet die Einhaltung der Anti-Doping-Regeln. Sollten die Vorgaben des IOC "im Wortlaut und im Geist" nicht erfüllt werden, "wird es Konsequenzen geben", sagte Adams. "Es wäre sehr enttäuschend, wenn der Fall bewiesen wird", betonte der IOC-Sprecher. 

Russlands Curling-Trainer Sergej Belanow wies den Doping-Verdacht gegen Kruschelnizki am Montag zurück. "Es wäre dumm, das gleiche Mittel zu nehmen, das für so viel Wirbel gesorgt hat. Alexander ist nicht dumm", sagte Belanow. Meldonium war zumindest bis 2014 besonders in Russland häufig unter den für Doping genutzten Mitteln. Die Welt-Anti-Doping-Agentur WADA hatte hohen Missbrauch der Substanz in verschiedenen Sportarten festgestellt und den Wirkstoff auf die seit 1. Januar 2016 gültige Liste der verbotenen Substanzen gesetzt.

"In jeder Situation beschädigt eine positive Dopingprobe den Ruf eines Sportlers, eines Verbands, der Sportnation", sagte Konstantin Wybornow, der Sprecher des OAR-Teams. Kruschelnizki und seine Frau Anastassija Brysgalowa hatten sich im erstmals bei Winterspielen ausgetragenen Mixed-Wettbewerb der Curler Platz drei gesichert. Zu den ersten Berichten über einen Dopingverdacht hatte der 25-Jährige der Zeitung "Sport-Express" gesagt: "Ich weiß von nichts." 

Seine Curling-Teamkollegin Viktoria Moissejewa zeigte sich geschockt. "Es ist wie ein Sturm über uns hereingebrochen. Wir hätten nie gedacht, dass das im Curling möglich ist", sagte Moissejewa. Zu Gerüchten, dass ein anderer russischer Sportler ein Getränk Kruschelnizkis manipuliert haben könnte, meinte Moissejewa: "Ich kann mir nicht vorstellen, dass jemand das tut und dann nachts ruhig einschlafen kann. Immerhin hat er nicht nur das Leben eines Einzelnen zerstört, sondern des ganzen Landes."

Sportler aus Russland gehörten IOC-Medizindirektor Richard Budgett zufolge im Vorfeld der Spiele zu den am meisten getesteten Athleten. Der bislang einzige Dopingfall in Pyeongchang war der Japaner Kei Saito, bei dem das Diuretikum Acetalozamid nachgewiesen worden war.

18. Februar:  Schempp holt Silber im Massenstart

In einem spannungsgeladenenen Rennen hat Simon Schempp bei den Olympischen Winterspielen in Pyeongchang im Massenstart die Silbermedaille gewonnen. Dabei weist der Weltmeister die identische Zeit wie Olympiasieger Martin Fourcade auf - ein Foto-Finish entschied über den Sieg. Der Weltmeister musste sich im Massenstart erst im Zielsprint dem Franzosen Martin Fourcade nur um eine Fußspitze geschlagen geben und holte in Südkorea mit Silber seine erste olympischen Einzelmedaille. Bronze ging an den Norweger Emil Hegle Svendsen, der Erik Lesser und Benedikt Doll auf die Plätze vier und fünf verdrängte.

Damit holten die Schützlinge von Bundestrainer Mark Kirchner in den vier Einzelrennen drei Medaillen und toppten ihre Zielstellung von einer Olympia-Plakette. Zuvor hatte Arnd Peiffer Gold im Sprint und Benedikt Doll Bronze in der Verfolgung gewonnen. Einziger deutscher Massenstart-Olympiasieger bleibt Michael Greis, der 2006 in Turin triumphierte. Schempp holte erst die zweite deutsche Medaille im Massenstart für die deutschen Männer überhaupt.

Nach dem ersten Schießen lag Doll als bester Deutscher auf dem dritten Rang und übernahm kurz darauf die Führung. Auch Lesser und Schempp kamen fehlerfrei durch die ersten beiden Schießen, während Sprint-Olympiasieger Peiffer einmal in die Strafrunde musste.

Martin Fourcade (r) siegte im Massenstart hauchdünn vor Simon Schempp.
Bild: Daniel Karmann (dpa)

Einzel-Olympiasieger Johannes Thingnes Bö aus Norwegen musste nach dem zweiten Liegendschießen dreimal in die Strafrunde und fiel überraschend ans Ende des Feldes zurück, während Verfolgungs-Sieger Fourcade trotz eines Fehlers in der Spitzengruppe mitmischte. Vor Olympia hatte das Duo dominiert und den Sieg in 14 von 15 Rennen unter sich ausgemacht. Bö gewann achtmal, Fourcade sechsmal.

Vor dem dritten Schießen sorgten Lesser, Doll und Schempp bei perfekten Bedingungen und Temperaturen von zwei Grad unter Null für eine deutsche Dreifachführung, ehe Fourcade die Spitze übernahm. Doch Lesser und Schempp blieben an den Ski-Enden des sechsmaligen Gesamtweltcupsiegers. Auf die Schlussrunde gingen Schempp und Fourcade nach jeweils einem Feheler ebenfalls dicht beieinander.

Die beiden Dauerrivalen schenkten sich keinen Meter und blieben bis zum Finale eng zusammen. Am Ende war der nun viermalige Olympiasieger Fourcade um wenige Zentimeter vorn. Schempp freute sich kurz nach dem Spurt dennoch über Silber.

Zweiter Olympiasieg für Österreicher Hirscher - Deutsche weit zurück

Der Österreicher Marcel Hirscher hat seinen zweiten Olympiasieg bei den Winterspielen von Pyeongchang gefeiert. Im Riesenslalom setzte sich der 28-Jährige am Sonntag in überlegener Manier durch und gewann wie schon in der Alpinen Kombination Gold. Hirscher distanzierte den Norweger Henrik Kristoffersen um 1,27 Sekunden, Bronze sicherte sich Alexis Pinturault aus Frankreich. Die deutschen Skirennfahrer hatten mit der Entscheidung nichts zu tun. Linus Straßer wurde 22., Fritz Dopfer kam auf Platz 26. Alexander Schmid schied im ersten Lauf aus.

Der Österreicher Marcel Hirscher hat seinen zweiten Olympiasieg bei den Winterspielen von Pyeongchang gefeiert.
Bild: Dimitar Dilkoff, afp

 

17. Februar: Wellinger fliegt zu Silber - Superstar Stoch nicht zu schlagen

 Für Andreas Wellinger gehen die traumhaften Tage von Pyeongchang weiter. Eine Woche nach seinem Gold-Coup von der Normalschanze flog der 22 Jahre alte Überflieger am Samstag bei den Olympischen Winterspielen auf der Großschanze zu Silber. Nur der polnische Superstar Kamil Stoch war diesmal nicht zu schlagen. Der Vierschanzentourneesieger holte nach dem Doppelsieg von Sotschi schon sein drittes Gold. Bronze ging an den Norweger Robert Johansson.

Richard Freitag als bislang bester DSV-Springer in diesem Winter verpasste als Neunter erneut deutlich eine Medaille und war gar nur drittbester Deutscher. Denn Karl Geiger landete auf Platz sieben, für Markus Eisenbichler reichte es zu Rang 14. Damit waren alle vier Deutsche unter den Top 15, was Hoffnung für das Teamspringen macht. Nur die Norweger waren mit vier Springern unter den ersten Zehn als Mannschaft noch stärker.

Biathlon-Massenstart: Dahlmeier nur 16. - Kuzmina gewinnt Gold

Doppel-Olympiasiegerin Laura Dahlmeier hat bei den Winterspielen in Pyeongchang im vierten Rennen erstmals keine Medaille gewonnen.

Nach ihren Olympiasiegen im Sprint und in der Verfolgung sowie Bronze im Einzel musste sich die 24-Jährige aus Garmisch-Partenkirchen am Samstag im Massenstart mit Platz 16 begnügen.

Die siebenmalige Weltmeisterin leistete sich im Rennen über 12,5 Kilometer gleich zwei Schießfehler und hatte am Ende 1:47,1 Minuten Rückstand auf die nun dreimalige Olympiasiegerin Anastasiya Kuzmina aus der Slowakei, die sich bei ihrem überlegenen Triumph lediglich einen Fehler leistete.

Silber sicherte sich die Weißrussin Darja Domratschewa, die ebenfalls einmal in die Strafrunde musste. Bronze ging an Tiril Eckhoff aus Norwegen. Beste deutsche Skijägerin war Denise Herrmann (zwei Fehler) als Elfte vor der auf Rang zwölf einlaufenden Franziska Preuß (1). Nach gleich vier Strafrunden kam Vanessa Hinz lediglich auf Platz 25.

Skeletonpilotin Lölling holt Olympia-Silber

Skeletonpilotin Jacqueline Lölling aus Brachbach hat bei den Olympischen Winterspielen in Pyeongchang die Silbermedaille gewonnen. Die Weltmeisterin musste sich am Samstag nur der Britin Lizzy Yarnold geschlagen geben.

Snowboard-Star Ledecka gewinnt Sensationsgold im Super-G

Snowboard-Star Ester Ledecka aus Tschechien hat sensationell die olympische Goldmedaille im alpinen Super-G gewonnen. Die 22-Jährige triumphierte am Samstag mit einer Hundertstelsekunde Vorsprung vor der Österreicherin Anna Veith und Tina Weirather aus Liechtenstein. Skirennfahrerin Viktoria Rebensburg aus Kreuth wurde mit vier Zehntelsekunden Rückstand auf Bronze Zehnte. Ledecka hatte bislang im alpinen Ski-Weltcup Rang sieben als bestes Resultat eingefahren und besitzt in Pyeongchang auch im Parallel-Riesenslalom mit dem Snowboard noch beste Chance auf einen Olympiasieg.

US-Star Lindsey Vonn verpasste die Medaillenränge und wurde Sechste. Als zweite deutsche Starterin schied Kira Weidle aus. (dpa/afp/AZ)

Snowboard-Star Ester Ledecka aus Tschechien hat sensationell die olympische Goldmedaille im alpinen Super-G gewonnen.
Bild: Tobias Hase, dpa

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