Newsticker

Österreich verhängt Quarantänepflicht für alle Einreisenden aus Risikogebieten von 7. Dezember bis 10. Januar
  1. Startseite
  2. Sport
  3. Elf-Stunden-OP: Sophia Flörsch jetzt auf Intensivstation

Motorsport

20.11.2018

Elf-Stunden-OP: Sophia Flörsch jetzt auf Intensivstation

Sophia Flörsch prallte mit 250 Stundenkilometern in die Schutzplanken.
Bild: afp

Die 17-jährige Formel-3-Pilotin hatte bei ihrem schweren Unfall offenbar Glück im Unglück

Nach ihrem Horror-Unfall beim Weltfinale der Formel 3 in Macao ist Nachwuchs-Rennfahrerin Sophia Flörsch rund elf Stunden operiert worden. Der Eingriff sei positiv verlaufen, teilte ihr Vater Alexander Flörsch nach Rücksprache mit dem Chefarzt des Krankenhauses Conde S. Januário Hospital mit. Die 17-jährige Münchnerin hatte sich am Sonntag den siebten Halswirbel gebrochen. Seine Tochter werde nun auf der Intensivstation überwacht und solle dort auch über Nacht bleiben, sagte ihr Vater weiter, der an ihrer Seite war.

Von 9.30 Uhr Ortszeit an wurde Flörsch operiert. Erst etwa elf Stunden später beendeten die Mediziner ihre Arbeit. Der Eingriff habe deshalb so lange gedauert, weil die Ärzte wegen der Nervenbahnen vorsichtig vorgehen mussten, hatte ihr Vater gesagt. Das Rückenmark seiner Tochter sei nicht beschädigt. Zudem habe es vor dem Eingriff zu keinem Zeitpunkt Lähmungserscheinungen gegeben.

Flörsch war am Sonntag auf dem gefährlich engen Stadtkurs von Macao beim Weltfinale der Formel 3 schwer verunglückt. Sie verlor auf der Geraden vor der Lisboa-Kurve die Kontrolle über ihren Rennwagen vom niederländischen Van-Amersfoort-Team, nachdem sie zuvor mit einem Konkurrenten kollidiert war. Ihr Auto hob dann mit mehr als 250 Stundenkilometern ab und krachte ungebremst durch die Fangzäune in mehreren Metern Höhe gegen Schutzplanken. Insgesamt wurden weitere vier Personen in den Crash verwickelt. Der Internationale Automobilverband Fia leitete Untersuchungen des Unfalls ein. Die genauen Hintergründe sind noch unklar.

Die westlich von Hongkong gelegene chinesische Sonderverwaltungszone bietet die Kulisse für einen gefährlichen Kurs. Bereits seit 1954 findet jedes Jahr der Grand Prix von Macao statt. Dabei werden Rennen für Formel-Rennwagen, Touren- und GT-Sportwagen sowie Motorräder veranstaltet. Die Piste ist mit 6,12 Kilometern für einen Stadtkurs recht lang. Die Streckenbreite variiert zwischen sieben und 14 Metern. Die geringe Breite und die teilweise nicht einsehbaren Kurven führen in dieser Form oft zu Unfällen. „Es gibt keine Diskussion über die Strecke, die vom Automobil-Weltverband Fia für Formel-Rennwagen, Touren- und GT-Sportwagen sowie Motorräder abgenommen ist“, teilte der chinesische Veranstalter mit. Nächstes Jahr würde wieder am gleichen Wochenende gefahren werden. (dpa)

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren