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Golf

19.11.2018

Ende mau, alles mau

Martin Kaymer ist derzeit weit von seiner Topform entfernt.
Bild: dpa

Martin Kaymer beendet seine Saison mit einem 55. Platz

Es war ein Spiegelbild des gesamten Jahres für Martin Kaymer: Auch beim millionenschweren Saisonfinale der European Tour in Dubai war Deutschlands bester Golfprofi meilenweit von seiner Bestform entfernt. Während der Italiener Francesco Molinari sich beim Showdown der besten 60 Profis zu Europas Golf-Champion krönte, kam der frühere Weltranglisten-Erste Kaymer nur auf einen bescheidenen 55. Rang.

„Ich konnte den Aufwärtstrend der letzten Wochen leider nicht bestätigen, habe aber viele Erkenntnisse für die kommende Winterpause sammeln können und weiß, woran ich arbeiten kann“, sagte der 33-Jährige aus Mettmann, der mittlerweile seit 2014 auf einen Turniersieg wartet. „Es stimmt, dass die Saison alles andere als optimal gelaufen ist. Ich sehe das aber differenziert und mache es nicht nur an den Ergebnissen fest, da mich mehrere kleine Verletzungen im Verlauf des Jahres beeinträchtigt haben.“

Einen Platz im europäischen Ryder Cup-Team hatte er verpasst, in der Weltrangliste rutschte Kaymer zuletzt bis auf Position 153 ab: Das Golfjahr 2018 war wahrlich nicht das des zweimaligen Major-Siegers. Schon vor Dubai sprach er von „einer Saison zum Abhaken“.

Eigentlich könnte Kaymer direkt in die Winterpause gehen, doch vorher steht als letzte Aufgabe von Donnerstag an in Melbourne noch der 59. World Cup of Golf an. Zusammen mit Maximilian Kieffer vertritt er die deutschen Farben bei der offiziellen Team-WM. Trotz der mageren Saisonbilanz geht der Rheinländer die Aufgabe forsch an. „Meine Taktik steht: Angriff und nach vorne“, sagte Kaymer in einer Videobotschaft auf seiner Facebookseite und wandte sich an Teamkollege Kieffer: „Wir gehen da nicht irgendwie mit 80 Prozent an den Start, das ist klar. Wir sind da, um das Ding zu gewinnen.“

Ab Mitte Dezember bereitet sich Kaymer in Florida auf die neue Saison vor. Der Trainingsschwerpunkt soll auf den kurzen Schlägen liegen. Schwache Putts vermasselten ihm in diesem Jahr häufig bessere Platzierungen – insgesamt schaffte er es auf der Europa-Tour nur drei Mal in die Top Ten. (dpa)

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