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23.10.2017

„Es wird ein heißer Kampf“

Interview Marco Sturm blickt auf den Deutschland Cup in Augsburg. Dort erwartet der Eishockey-Bundestrainer einen intensiven Konkurrenzkampf, schließlich geht es um Olympia

Welchen Stellenwert hat der Deutschland Cup, immerhin ist er ein wichtiger Test vor den Olympischen Spielen im Februar nächsten Jahres?

Sturm: Es ist unser einziger Test. Im Großen und Ganzen wird die Mannschaft auch so auflaufen wie bei Olympia. Vielleicht bleibt der eine oder andere Verletzte zu Hause. Aber zu 90 Prozent soll der Kader beim Deutschland Cup spielen, den wir dann bei den Winterspielen sehen. Davon abgesehen ist es immer schön, zu Hause zu spielen, ein eigenes Turnier zu veranstalten. Wie in den letzten Jahren wollen wir uns gut präsentieren. Augsburg macht immer Spaß. Wir wollen alles geben.

Wie bewerten Sie die Bedingungen hier in Augsburg?

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Sturm: Für uns ist es optimal. Ich habe schon viele Stadien in der DEL gesehen und ich muss sagen, dass Augsburg einer der besseren Standorte ist. Für uns sind natürlich die Kabinen wichtig, der Trainerraum und das ganze Drumherum. Das ist alles in Augsburg top. Natürlich auch die Halle. Dazu braucht man aber auch gute Fans, und die haben uns in den letzten zwei Jahren sehr sehr gut unterstützt. Hoffentlich ist das heuer wieder so.

Wie bewerten Sie das Teilnehmerfeld in diesem Jahr?

Sturm: Ich denke, das ist das beste Teilnehmerfeld der vergangenen Jahre. Natürlich wegen Olympia. Man sieht es an den Amerikanern, die mit einem richtig guten Kader kommen. Bei den Russen weiß ich es noch nicht ganz genau. Aber wenn die russischen Fans kommen und ihre Mannschaft unterstützen, ist einiges los im Stadion.

Wann werden Sie den deutschen Kader bekanntgeben?

Sturm: Mitte der Woche.

In den vergangenen Jahren war mit Thomas Holzmann ein Spieler aus Augsburg im Kader. Wie sind die Aussichten in diesem Jahr auf eine Augsburger Beteiligung?

Sturm: Momentan ist Thomas Holzmann der einzige, auf den ich meinen Fokus richte.

Die NHL, die beste Eishockey-Liga der Welt, wird während der Winterspiele nicht pausieren. Sie haben lange in der NHL gespielt und noch beste Kontakte. Wie haben die Spieler dort auf diese Entscheidung der Liga reagiert?

Sturm: Sehr enttäuscht. Die Spieler wollen immer Olympia spielen, egal wie groß der Reisestress auch ist. Am Ende des Tages entscheidet eben das Geld, und das Geld haben die Besitzer der Klubs. Wegen Versicherungen und dem Verletzungsrisiko hat man in diesem Jahr gesagt, dass man nicht dabei ist. Das ist auch besonders für uns Deutsche enttäuschend, weil uns die NHL-Jungs zu Olympia geschossen haben. Wir sind traurig, aber wir können es leider nicht ändern. Und es gibt dem einen oder anderen die Möglichkeit, bei Olympia dabei zu sein.

Haben Sie Sorge, dass die Spiele wegen der politischen Spannungen nicht stattfinden könnten?

Sturm: Eher weniger. Wir werden regelmäßig vom DOSB informiert über die Lage. Ich bin zu hundert Prozent überzeugt, dass die Spiele stattfinden, und wir werden uns dementsprechend vorbereiten.

Und dabei ist der Deutschland Cup die wichtigste Station ...

Sturm: Absolut. Das wird die Gelegenheit für die Spieler sein, mich zu überzeugen. Momentan müssen sie in den Vereinen die Leistung abrufen. Beim Deutschland Cup können sie mich direkt überzeugen. Wenn jemand dabei sein will, muss er da knallhart durchziehen. Es wird ein heißer Kampf.

Wie viele Spieler werden Sie nominieren?

Sturm: 28 werden wahrscheinlich dabei sein – drei Torhüter, zehn Verteidiger und 15 Stürmer.

Aufgezeichnet von Andreas Kornes

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