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FC Bayern
06.11.2021

FC Bayern gewinnt Topspiel und bleibt Tabellenführer

Leon Goretzka (links) und Alphonso Davies bejubeln das 1:0 der Bayern gegen Freiburg.
Foto: Sven Hoppe, dpa

Der FC Bayern setzt sich mit 2:1 gegen den SC Freiburg durch. Trotzdem hat das Team von Trainer Nagelsmann gehörig zu tun, um die Überraschungsmannschaft in Zaum zu halten.

Der FC Bayern München hat die Kräfteverhältnisse in der Bundesliga und seinen Anspruch als unangefochtene Nummer Eins weiter untermauert. Mit 2:1 gewann der Tabellenführer das Spitzenspiel gegen das Überraschungsteam der Liga, den bisherigen Drittplatzierten SC Freiburg. Es war die erste Niederlage der Breisgauer in dieser Spielzeit. Und auch da hatten die Münchner genug zu tun, die temperamentvollen Gäste um ihren Kult-Coach Christian Streich in Zaum zu halten. Erst nach dem 1:0 durch Leon Goretzka (30.) übernahm der Rekordmeister dauerhaft das Kommando, erlöste sich selbst aber erst durch das späte zweite Tor durch Robert Lewandowski (75.). Dem konnte Freiburg nur noch den Anschlusstreffer durch Janik Haberer in der Nachspielzeit entgegensetzen (90.+1).

Nach seiner überstandenen Corona-Infektion stand FCB-Trainer Julian Nagelsmann nun also erstmals auch in der Bundesliga wieder in der Coachingzone. Mit dem 5:2 gegen Benfica Lissabon in der Champions League war ihm schon der erfolgreiche Wiedereinstieg gelungen, gegen den SC Freiburg sollte sich das nach seinen Wünschen ähnlich fortsetzen. Wenn auch mit weniger Gegentoren, da die Defensivleistung der Münchner in dieser Sache noch nicht so recht den Ansprüchen des Trainers genügt. Ein „zu Null“ lautete sein Wunsch, was seinem Team aber nur fast gelungen wären.

FC Bayern mit Müller für Gnabry und Dreierkette

Dafür hatte Nagelsmann den Seinen eine neue Grundordnung gegeben. Anders als im Champions League-Spiel setzte der 34-Jährige wieder auf die flexible Dreierkette um Upamecano, in der die zuletzt leicht angeschlagenen Süle und Hernandez aufliefen. In der Offensive bekam Serge Gnabry erst einmal Pause, Thomas Müller rotierte zurück in die Anfangself und Kingsley Coman und Alphonso Davies übernahmen die Flügel. Trainerkollege Christian Streich musste wegen Knieproblemen auf Petersen und Sallai verzichten.

Nagelsmann Taktik ging auf, auch wenn Bayerns Verteidigungslinie anfangs nicht immer überzeugend wirkte und sich manchen Fehler erlaubte, der durchaus härter hätte bestraft werden können. Wie etwa eine ziemlich verunglückte Kopfball-Rückgabe von Joshua Kimmich an der Strafraumgrenze direkt in den Lauf von Lucas Höler, der schnell abzog, aber am linken Pfosten vorbeischob (12.). Einmal mehr unterstrichen die Freiburger, warum sie in der Tabelle unter den Top Drei rangieren. Das Team von Christian Streich brachte die Bayern immer wieder in Bedrängnis. Die rot-weiße Dreierkette hatte gehörig zu tun, die spielfreudigen Freiburger auszubremsen. Auch die Münchner hatten ihre Chancen, wenn auch erstmal etwas weniger als in den meisten Bundesligapartien zuvor. Eine der besten und sehenswertesten vergab Joshua Kimmich mit einem Fallrückzieher, der, zu wenig druckvoll, eine sichere Beute von SCF-Keeper Mark Flekken wurde (28.). Dafür war es dann zwei Minuten später soweit. Leon Goretzka leitete seinen Treffer zum 1:0 im Zusammenspiel mit Thomas Müller gleich selbst ein.

FC Bayern drängt nach der Führung auf das 2:0

Danach rollte der FCB-Express fast im Minutentakt. Der SC Freiburg verlor jegliche Zuordnung, konnte sich nur noch selten aus der Belagerung befreien. Der umtriebige Sané, dem nicht alles gelang, der aber immer für Gefahr sorgte, und der nicht minder antrittsstarke Davies kurbelten eine Offensivaktion nach der anderen an. In der 54. Minute hätte es Sané selbst machen können, doch seinen strammen Schuss aus 18 Metern wehrte Flekken ab, Davies' Nachschuss ging auf die Tribüne.

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Weil den anstürmenden Bayern trotzdem das letzte Quäntchen fehlte oder wahlweise auch das Gestänge im Weg war, um das Ergebnis hochzuschrauben, entschied sich Nagelsmann für neues Personal. Erst Serge Gnabry, dem noch Jamal Musiala und Corentin Tolisso folgten. Diese Wechsel gaben neuen Schwung, in der 75. Minute gelang endlich das 2:0 durch ein filigranes wie glückliches Zusammenspiel von Davies und Sané, durch das der Ball den einschiebenden Robert Lewandowski fand. Die letzten Freiburger Aufbäumversuche durch Grifo und Höler entschärfte Manuel Neuer (85./88.) – doch in der Nachspielzeit griff er daneben. Der eingewechselte Janik Haberer erzielte den Anschlusstreffer.

Da hatte die Bayern-Fankurve ihr zur Pause entrolltes kritisches Plakat zur Fußall-Weltmeisterschaft in Katar bereits wieder eingeholt. Es hatte Vorstandsvorsitzenden Oliver Kahn und Bayern-Präsident Herbert Hainer in einer Waschküche mit blutigen Hemdchen gezeigt unter dem makabren Kommentar „Mit Geld waschen wir alles rein“. Neben dem Anschlusstreffer der einzige Misston bei diesem wichtigen Sieg für die Münchner.

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