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FC Augsburg

22.08.2020

FCA-Neuzugang Tobias Strobl sucht noch seinen Platz

Tobias Strobl ist wieder am Ball. Der Neuzugang von Borussia Mönchengladbach laborierte zuletzt an einem Muskelfaserriß. Gegen Türkgüc gab er sein Debut im FCA-Trikot.
Bild: Kolbert-Press

Plus Einen Muskelverletzung bremste ihn bisher aus. Dennoch trug der Spieler von Borussia Mönchengladbach bei seinem Debüt gegen Türkgücü gleich mal die FCA-Kapitänsbinde.

Ganz zufrieden war Tobias Strobl nicht. Er stand im Schatten der kleinen Tribüne von Mindelheim und blickte noch einmal auf einen ersten Einsatz für den FC Augsburg zurück. „Man hat schon gemerkt, dass noch ein bisschen was fehlt“, sagte der Neuzugang nach dem 4:1-Testspielsieg gegen Türkgücü München.

Vor allem bei ihm selbst. Nach seinem Muskelfaserriss, den er sich noch bei Borussia Mönchengladbach zugezogen hatte, ist der 30-Jährige seit einer Woche im Mannschaftstraining des FCA. Am Donnerstag trug er in seinen ersten 30 Minuten gleich die Kapitänsbinde. „Er kommt immer besser rein“, sagte Heiko Herrlich. Der FCA-Trainer hofft, dass Strobl bis zum Pflichtspielauftakt richtig fit sein wird. Schon alleine, um den Konkurrenzkampf weiter zu befeuern.

Caligiuri spielte im FCA-Testspiel als rechter Außenverteidiger

Gegen Türkgücü München hat Herrlich wieder vieles ausprobiert. Nach 60 Minuten der 120 Minuten Spielzeit wechselte er sein Team komplett. Er ließ die defensive Dreierkette üben mit Rani Khedira, während Daniel Caligiuri auf der Außenbahn war. So wie es der Neuzugang häufig und erfolgreich beim FC Schalke 04 spielte. Später, als Herrlich wieder zu einer Viererkette zurückging, spielte Caligiuri als rechter Außenverteidiger. „Wenn wir ihn da spielen lassen, nehmen wir uns natürlich Offensivkraft. Wir müssen aber auch auf dieser Position über Alternativen nachdenken“, erklärte Herrlich, der auch André Hahn auf dieser Position getestet hat. Stammkraft rechts hinten aber sollte Raphael Framberger bleiben.

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Bild: Tim Groothuis, Witters

Im Angriff ließ der FCA-Trainer in den zweiten 60 Minuten die beiden Stoßstürmer Alfred Finnbogason und Florian Niederlechner zusammen stürmen. Niederlechner war am Ende dreifacher Torschütze, Finnbogason allerdings vergab einen Strafstoß. Das Duo sei auch eine Option für die Pflichtspiele, so Herrlich. „Wir wollen einen hohen Konkurrenzkampf haben. Es wäre schlimm, wenn wir nur elf Spieler hätten und der Rest fällt ab“, so der FCA-Trainer. Auch in der Elf der ersten 60 Minuten seien einige Spieler gewesen, die den Anspruch hätten, von Beginn an zu spielen. Entschieden sei ohnehin noch nichts, wenngleich der Trainer schon eine erste Elf im Kopf habe, „wenn wir jetzt spielen müssten. Aber das müssen wir ja noch nicht“, so Herrlich.

FCA-Trainer Herrlich: "Athletisch das Maximale herausholen"

Die vergangene Woche sei sehr anstrengend gewesen. Auch nach dem Spiel gegen den Drittligisten mussten die FCA-Spieler noch intensive Läufe machen. „Wir versuchen, athletisch das Maximale rauszuholen“, sagt Herrlich. Die Mannschaft sei im März, als er sie übernommen habe, in einem sehr guten Zustand gewesen. „Es geht aber immer etwas mehr“, sagt Herrlich, „die Jungs ziehen super mit.“ Am Wochenende absolviert die Mannschaft noch einige Regenerationseinheiten, am Montag und Dienstag gibt Herrlich seinen Spielern dann zwei Tage frei.

Tobias Strobl war froh, „auf dem Platz stehen zu dürfen mit der neuen Mannschaft.“ Körperlich fühlt er sich mittlerweile wieder gut, nachdem er in der Anfangszeit beim FCA meist nur Läufe machen konnte. Mannschaftstraining war noch nicht möglich. Das ist jetzt anders. „Jetzt sind es noch ein paar Wochen, die wir und vor allem ich gut nutzen müssen“, sagte der Neuzugang.

Bei der Umstrukturierung im Kader und der daraus resultierenden neuen Hierarchie könnte er eine große Rolle spielen. Er sagte: „Verantwortung übernimmt man mit Leitung auf dem Platz, die muss stimmen.“ In Mönchengladbach hätte der 30-Jährige Champions League spielen können, dennoch entschied er sich für Augsburg. „Die Verantwortlichen haben sich sehr um mich bemüht. Ich habe mich von Anfang an sehr wohl gefühlt“, sagte er. Zumal er als gebürtiger Münchner nun wieder näher bei seiner Familie sei. Gute Gründe also, zum FCA zu wechseln.

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