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Fußball-WM 2018

13:49 Uhr

FIFA trifft Vorauswahl an 13 Video-Referees für WM 2018

Der Videoschiedsrichter wird auch bei der WM in Russland zum Einsatz kommen.
Bild: Rolf Vennenbernd, dpa

Auch bei dem Turnier in Russland gibt es einen Videoassistenten. Nun hat der Weltverband eine Vorauswahl an 13 Referees getroffen.

  • Die Fußball-WM 2018 findet vom 14. Juni bis zum 15. Juli in Russland statt.
     
  • Deutschland trifft in der Vorrunde auf Schweden, Mexiko und Südkorea.
     
  • Hier gibt es den Spielplan der WM zum Download und Ausdrucken.

News zur Fußball-WM 2018 in Russland

18. April: FIFA trifft Vorauswahl an 13 Video-Referees für WM in Russland

Der Fußball-Weltverband FIFA hat eine Vorauswahl an 13 Video-Referees für die Weltmeisterschaft im Sommer in Russland getroffen. "Wir haben 13 VAR, die während der Weltmeisterschaft als Spezialisten arbeiten werden und zusätzlich werden wir auch einige Schiedsrichter haben, die als VAR eingesetzt werden", sagte FIFA-Referee-Chef Pierluigi Collina am Mittwoch im Rahmen des Seminars für WM-Schiedsrichter in Florenz. Collina verteidigte den Einsatz des Videobeweises in Russland, betonte aber, dass auch die Technologie keine "endgültigen Antworten" liefern werde. "Es wird weiterhin Vorfälle geben, bei denen es keine finale Antwort gibt", sagte er.

Als deutsche Kandidaten für den Video-Job gelten Felix Zwayer und Bastian Dankert. Felix Brych ist als einziger deutscher Schiedsrichter für die WM in Russland nominiert worden.

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Der Workshop in Florenz ist der zweitletzte vor dem Beginn der Weltmeisterschaft im Juni. Anfang März wurde der Videobeweis in das internationale Fußball-Regelwerk aufgenommen. Mitte März hatte anschließend das FIFA-Council beschlossen, dass die Technik bei der WM eingesetzt werden soll.

Salihamidzic und Müller empfehlen Ulreich für die Nationalmannschaft

Kapitän Thomas Müller und Sportdirektor Hasan Salihamidzic vom FC Bayern München haben Torhüter Sven Ulreich nach seiner starken Leistung beim 6:2 im Halbfinale des DFB-Pokals bei Bayer Leverkusen für die Nationalmannschaft empfohlen. "Natürlich ist er das", sagte Salihamidzic auf die Frage, ob Ulreich ein Kandidat für die WM in Russland sei.

Müller erklärte. "Ulle ist auf jeden Fall eine exzellente Option. Es ist klar, dass das Thema nach solch einem Spiel von ihm wieder hochköchelt, und das hat er sich auch verdient. Er bringt viele Attribute mit, aber die Entscheidung trifft der Trainer." Ulreich vertritt seit September den verletzten Nationaltorhüter Manuel Neuer im Tor der Bayern.

17. April: Europas Ligen lehnen Fußball-WM mit 48 Teilnehmern bereits für 2022 ab 

Europas Fußball-Ligen haben sich gegen die Idee einer Erhöhung der WM-Teilnehmerzahl auf 48 Teams schon im Jahr 2022 ausgesprochen. "Wir sind nicht für Änderungen an unserem Kalender für eine Erweiterung der WM 2022 bereit", sagte Lars-Christer Olsson, Chef der European Leagues. "Wir waren schon flexibel und haben es ermöglicht, dass die WM im Winter gespielt wird und haben dem Zeitraum zugestimmt", ergänzte der Schwede, der auch dem Exekutivkomitee der Europäischen Fußball-Union UEFA angehört.

16. April: Bundeskanzlerin Merkel bekommt Trikot-Geschenk von Löw und Co.

Gut zwei Monate vor der Fußball-Weltmeisterschaft in Russland hat Bundeskanzlerin Angela Merkel ein weißes Trikot der Nationalmannschaft mit ihrem Namen und der Nummer 4 auf dem Rücken geschenkt bekommen. Mit diesem Gastgeschenk bedankten sich Bundestrainer Joachim Löw und Teammanager Oliver Bierhoff für die Einladung zum Abendessen ins Kanzleramt. "Als Erinnerung gab's ein Unterschriften-Trikot vom @DFB_Team für die Kanzlerin", twitterte Reinhard Grindel, der Präsident des Deutschen Fußball-Bundes (DFB), am Montag zu einem Foto. Die CDU-Chefin ist ein großer Fußball-Fan, ob und wann sie zur Weltmeisterschaft nach Russland (14. Juni bis 15. Juli) reisen wird, ist bislang offen. Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft ist vierfacher Weltmeister, Merkel zum vierten Mal zur Kanzlerin gewählt worden.

Ägypten bei Fußball-WM ohne Torwart el-Shennawy

Ägypten muss bei der Fußball-WM in Russland auf Torwart Ahmed el-Shennawy verzichten. Der 26 Jahre alte Schlussmann hat sich bereits am 12. April beim 1:2 seines Vereins Zamalek Kairo gegen Al-Ittihad Alexandria eine schwere Verletzung im linken Knie zugezogen.

Ägyptens Torwart Ahmed el-Shennawy fällt verletzt für die WM aus.
Bild:  Khaled Elfiqi, dpa

Wie die Diagnose nun ergab, muss El-Shennawy seine Teilnahme an der WM abhaken. Der Schlussmann war als Ersatz für den bereits 45-jährigen Essam el-Hadary eingeplant. Ägypten hat sich erstmals nach 28 Jahren wieder für eine WM qualifiziert. Bei der Endrunde vom 14. Juni bis 15. Juli trifft die Mannschaft um Stürmerstar Mohamed Salah vom FC Liverpool in Gruppe A auf Gastgeber Russland, Saudi-Arabien und Uruguay.

14. April: Bayern-Stürmer Wagner rechnet mit WM-Nominierung - "Gehe davon aus"

Sandro Wagner vom FC Bayern München rechnet fest mit einer Nominierung für die Fußball-Weltmeisterschaft in Russland. "Da gehe ich davon aus, ehrlich gesagt", antworte Wagner am Samstag nach seinem Doppelpack beim 5:1-Sieg gegen Borussia Mönchengladbach auf eine entsprechende Frage. Die Weltmeister Thomas Müller und Mats Hummels, die bei Bundestrainer Joachim Löw Fixkräfte für das Turnier in Russland sind, würden ja auch nicht jede Woche nach ihren Chancen gefragt. Er werde dahin fahren, sagte Wagner ohne jeden Zweifel.

Bayern-Stürmer Sandro Wagner rechnet fest mit einer Nominierung für die Nationalmannschaft bei der WM 2018.
Bild: Sven Hoppe, dpa

Am 15. Mai wird Bundestrainer Joachim Löw den vorläufigen Kader für die Titelverteidigung in Russland bekanntgeben. Als gesetzt im Angriff gilt der Leipziger Timo Werner. Neben Wagner ist auch der turniererfahrene Stuttgarter Mario Gomez ein Kandidat für einen Mittelstürmerplatz.

"Er hat sieben Tore erzielt, das ist schon eine Menge", sagte Jupp Heynckes am Samstagabend über Wagner. Der Bayern-Coach lobte Eifer und Einstellung des 30-Jährigen. "Ich hoffe, dass er auch zur WM geht. Das hätte er auch verdient", sagte Heynckes.

Götze gibt Hoffnung auf WM-Teilnahme noch nicht auf

Mario Götze sieht noch immer Chancen für sich auf eine Teilnahme an der Fußball-Weltmeisterschaft in Russland. "Ich bin mir sicher, dass ich mit meinen Qualitäten der Mannschaft helfen kann, den Titel erneut zu gewinnen", sagte der Dortmunder der Bild.

Bundestrainer Joachim Löw will am 15. Mai seinen Kader für das Turnier in Russland benennen. In den beiden letzten Testspielen der Nationalmannschaft im März gegen Spanien und Brasilien hatte er auf den Siegtorschützen des WM-Finals 2014 gegen Argentinien verzichtet.

"Der Bundestrainer kennt mich seit vielen Jahren und weiß, welche Qualitäten ich habe", sagte der 26 Jahre alte Offensivspieler von Borussia Dortmund. "Diese habe ich ja nicht verloren, im Gegenteil, ich bin durch die Erfahrung, die ich in den letzten Jahren gemacht habe, als Persönlichkeit gereift."

BVB-Spieler Mario Götze will sich mit Leistung für den WM-Kader empfehlen.
Bild: Bernd Thissen, dpa (Archiv)

Götze will sich in der Schlussphase der Bundesliga für die WM noch einmal empfehlen. "Ich weiß, dass die kommenden fünf Spiele sehr wichtig für mich sind", meinte er, "aber sie sind nicht alleine ausschlaggebend dafür, ob ich mit nach Russland fahre oder nicht." Sein letztes von bislang 63 Länderspielen bestritt er am 14. November 2017 beim 2:2 gegen Frankreich.

11. April: Weltmeister Zieler: Neuer kann auch ohne Spielpraxis zur WM

Torwart Manuel Neuer kann nach Meinung seines Weltmeister-Kollegen Ron-Robert Zieler auch ohne Spielpraxis in der Bundesliga bei der WM im Tor stehen. "Natürlich würde das nicht schaden. Aber der Manu kann auch so spielen", sagte der Torhüter des VfB Stuttgart am Mittwoch. "Grundsätzlich ist es sicher nicht von Nachteil, wenn man ein bisschen Spielpraxis sammelt. Aber der Manu war über die letzten Jahre einer der besten, wenn nicht sogar der beste Torhüter der Welt. Der weiß, wie es funktioniert." 

Neuer ist nach einer monatelangen Pause wegen eines Mittelfußbruchs seit einigen Tagen wieder auf dem Trainingsplatz. Wann er sein Comeback im Tor des FC Bayern München geben kann, ist offen.

10. April:  Saison-Aus für Nationalspieler Emre Can

Fußball-Nationalspieler Emre Can wird wegen seiner Rückenprobleme in dieser Spielzeit nicht mehr für den FC Liverpool auflaufen. Das sagte sein Trainer Jürgen Klopp im Interview des TV-Senders Sky. Auf die Frage, ob Can bis zum Saisonende ausfallen werde, lautete Klopps klare Antwort: "Ja." Ob ein Einsatz bei der am 14. Juni beginnende WM gefährdet ist, blieb offen.  

8. April: Tunesiens Topspieler Msakni fällt für Fußball-WM aus

Der Offensivspieler zog sich zwei Monate vor Beginn des Turniers einen Kreuzbandriss zu und wird damit längere Zeit fehlen, wie sein katarischer Club Al Duhail SC mitteilte. Der 27 Jahre alte Msakni hatte sich bei einem Liga-Spiel verletzt und soll drei bis vier Monate ausfallen. Bei der Endrunde gilt Tunesien als Außenseiter und trifft in der Vorrundengruppe G auf England, Belgien und Panama.

Der Tunesier Youssef Msakni hat sich einen Kreuzbandriss zugezogen und fällt für die WM aus.
Bild: Mohamed Messara (dpa)

4. April: 25 WM-Spiele beim Pay-TV-Sender Sky - Erstmals in UHD 

Sky darf 25 Spiele der bevorstehenden Fußball-WM in Russland zeigen. Erstmals würden dabei Partien im hochauflösenden Ultra HD übertragen, teilte Sky Deutschland am Mittwoch mit. Ultra High Definition (UHD) ist derzeit der modernste TV-Standard und bietet extrem scharfe Bilder. Die Sublizenz an den Spielen erwarb Sky von SportA, dem Sportrechtevermarkter von ARD und ZDF. Die öffentlich-rechtlichen Sender übertragen alle Begegnungen der Weltmeisterschaft. 

Sky wird alle Spiele der deutschen Mannschaft und weitere ausgewählte Top-Partien des Tages in dem TV-Standard zeigen. Darunter fallen das Eröffnungsspiel am 14. Juni, vier Achtelfinals, zwei Viertelfinals, beide Halbfinals, das Spiel um Platz 3 und das Finale am 15. Juli. 

Um Spiele in UHD zu sehen, werden spezielle Receiver und TV-Geräte benötigt. Die Zahl der Sky-Kunden, die sowohl einen solchen Receiver als auch den entsprechenden Fernseher haben, konnte das Unternehmen nicht nennen. Laut Sky hatten im Dezember 2017 rund 900.000 Abonnenten zumindest einen UHD-Receiver.

Fast 1,7 Millionen Tickets für Fußball-WM in Russland verkauft

Für die Fußball-Weltmeisterschaft in Russland sind in den ersten beiden Verkaufsphasen rund 1,7 Millionen Tickets verkauft worden. Das teilte die FIFA am Dienstag mit. Die zweite Verkaufsphase endete am Ostermontag. Eintrittskarten für die Vorrundenpartien der deutschen Auswahl sind bereits nicht mehr verfügbar. Nur für einige wenige Vorrunden-Duelle ohne Favoritenbeteiligung gab es am Montag noch Karten. Alle Tickets für die gesamten K.o.-Spiele der WM sowie das Finale am 15. Juli im Moskauer Luschnikistadion waren vergriffen. Ab dem 18. April kommen bis zu den Spieltagen noch Restkarten ins Angebot.

In der zweiten Verkaufsphase wurden fast 400.000 Tickets verkauft. Davon gingen rund 216.000 an russische Fußball-Fans. Fast 6000 Karten gingen an Deutsche.

3. April: Deutsche Vorrundenspiele bei der WM bereits ausverkauft

Die zweite Verkaufsphase von Tickets für Spiele der Fußball-Weltmeisterschaft in Russland endet am Dienstag. Eintrittskarten für die Vorrundenpartien der deutschen Auswahl sind nicht mehr verfügbar, wie am Ostermontag auf der Online-Ticketbörse des Fußball-Weltverbandes FIFA zu sehen war. Nur für einige wenige Vorrunden-Duelle ohne Favoritenbeteiligung gab es noch Karten. Alle Tickets für die gesamten K.o.-Spiele der WM sowie das Finale am 15. Juli im Moskauer Luschnikistadion waren vergriffen. Ab dem 18. April kommen bis zu den Spieltagen noch Restkarten ins Angebot.

31. März: Ex-Weltmeister Kasparow: Politiker sollen von Fußball-WM fernbleiben

Der frühere Schach-Weltmeister Garri Kasparow lehnt einen Boykott der Fußball-WM in seinem Heimatland Russland ab, fordert aber ein Fernbleiben ausländischer Politiker. "Als Sportler bin ich prinzipiell gegen einen solch späten Boykott, der hauptsächlich Sportler und Fans bestraft", schreibt er in einem Gastbeitrag der Frankfurter Allgemeine Zeitung

Er sei jedoch "für den politischen Boykott des Regimes" und gegen dessen "feindlichen Handlungen", zu den er auch den Giftangriff auf den britisch-russischen Ex-Spion Sergej Skripal und dessen Tochter zählt.

"Verwehren wir (dem russischen Präsidenten Wladimir) Putin die Bestätigung und den Ruhm, die er so sehr begehrt, indem Regierungsvertreter der Weltmeisterschaft fernbleiben", schreibt Kasparow. Island habe ein solches Vorgehen bereits angekündigt.

29. März: Schiedsrichter Brych erneut für WM nominiert

Felix Brych darf im Sommer zum zweiten Mal bei einer Fußball-WM pfeifen. Der 42-Jährige ist am Donnerstag wie erwartet als einziger deutscher Schiedsrichter für die Weltmeisterschaft vom 14. Juni bis 15. Juli in Russland nominiert worden.

Zusammen mit seinen Linienrichtern Stefan Lupp (Zossen) und Mark Borsch (Mönchengladbach) steht Brych auf einer Liste mit 36 Referees und 63 Assistenten, die der Weltverband FIFA rund zweieinhalb Monate vor dem Beginn des Turniers veröffentlicht hat.

28. März: Weltmeister Deutschland verliert WM-Härtetest: 0:1 gegen Brasilien

Weltmeister Deutschland hat im WM-Härtetest gegen Brasilien erstmals nach zuletzt 22 ungeschlagenen Partien wieder verloren. Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft unterlag knapp drei Monate vor ihrem WM-Auftaktspiel am Dienstag in Berlin dem Rekord-Weltmeister 0:1 (0:1). Stürmer Gabriel Jesus von Manchester City erzielte vor 72.717 Zuschauern im ausverkauften Olympiastadion das einzige Tor für die Südamerikaner (38. Minute). Bundestrainer Joachim Löw testete im letzten Länderspiel vor der Bekanntgabe seines vorläufigen WM-Kaders am 15. Mai zahlreiche personelle Varianten. Für die DFB-Elf war es vier Tage nach dem 1:1 gegen Spanien eine verdiente Niederlage, die auch höher hätte ausfallen können. Mehr dazu lesen Sie hier.

27. März: Verletzter Nationaltorhüter Neuer joggt erstmals wieder auf Platz

Nationaltorwart Manuel Neuer hat erstmals nach seinem Mittelfußbruch im Herbst 2017 wieder eine Laufeinheit auf dem Rasen absolviert. Der Fußball-Weltmeister joggte am Dienstag zweimal zehn Minuten auf dem Trainingsgelände seines FC Bayern, wie die Münchner bekanntgaben. An seinem 32. Geburtstag stellte Neuer ein kurzes Video auf Facebook online, in dem er den Daumen hob und zu dem er schrieb: "Wunderbar! Das erste Mal raus..." Neuer, der sich im September zum dritten Mal den Mittelfuß gebrochen hatte, hofft auf ein Comeback noch in dieser Saison und eine Teilnahme an der WM in Russland.

In der vorigen Woche hatte der Keeper in einem Interview auf der vereinseigenen Homepage angekündigt, nichts überstürzen zu wollen. "Jetzt muss man besonders vorsichtig sein. Es ist wirklich wichtig, dass dem Fuß nichts mehr passiert. Sonst könnte es wirklich um die Karriere gehen", sagte Neuer. Er sei aber "sehr zuversichtlich", wieder spielen zu können und "zur alten Stärke" zurückzufinden.

Die ersten Länderspiele des Jahres verpasste Neuer bereits, die Weltmeisterschaft beginnt am 14. Juni. Bundestrainer Joachim Löw sagte zuletzt, dass der Bayern-Profi "absolut im Fahrplan" sei. Ein konkretes Datum als Comeback-Ziel nannte der Spieler selbst nicht.

Sammer rechnet mit WM-Ticket für Reus - Löw der ideale Bundestrainer

Der ehemalige DFB-Sportdirektor Matthias Sammer rechnet fest mit einer Nominierung von Marco Reus für die Fußball-Weltmeisterschaft in Russland. "Er ist für mich ein ganz fester Bestandteil dieser Mannschaft", sagte der Eurosport-Experte über den Angreifer von Borussia Dortmund, den Bundestrainer Joachim Löw nach einer längeren Verletzungspause nicht für die beiden Länderspiele gegen Spanien und Brasilien berufen hatte. "Marco Reus war sehr schnell wieder in einer guten Verfassung. Die Pause hat ihm gut getan. Bei ihm muss und wird man bezüglich der Trainingssteuerung und dem weiteren Ablauf Rücksicht nehmen", mutmaßte Sammer. Der 28-jährige Reus hatte aus Verletzungsgründen das WM-Turnier 2014 in Brasilien und die EM 2016 in Frankreich verpasst.

Matthias Sammer arbeitet inzwischen als Experte für Eurosport.
Bild: Rainer Jensen, dpa

Skeptischer äußert sich der 50-jährige Sammer zu Mario Götze. Den deutschen Siegtorschützen im WM-Endspiel 2014 sieht Sammer "aktuell ein bisschen im Hintertreffen". Der 25-jährige Götze werde aber in den letzten Bundesligaspielen mit dem BVB den Beweis antreten, "dass er zum Team dazugehören möchte". Der lange erkrankte Götze habe "einen schweren Weg" hinter sich gebracht, erinnerte Sammer: "Aus dieser Situation hat er sich befreit." Wenn Götze die WM-Teilnahme nicht schaffe, "geht die Welt auch nicht unter", äußerte Sammer: "Er hat schon viel größere Schwierigkeiten überstanden."

Joachim Löw sieht Sammer auch nach fast zwölfjähriger Amtszeit als Idealbesetzung auf dem Bundestrainerposten. Der ehemalige Assistent von Jürgen Klinsmann habe "eine Wahnsinns-Entwicklung genommen". Er erkenne keine Amtsmüdigkeit bei Löw, "ganz im Gegenteil: Mit dem Titelgewinn 2014 ist der Hunger dieser Champions nur noch größer geworden. Sowohl bei den Spielern wie auch beim Trainer." Die frühzeitige Vertragsverlängerung über die WM hinaus bis 2020 bezeichnete Sammer als "eine kluge, richtige und strategische Entscheidung". Löw zeige ein großes Zufriedenheitsbild im Job. Warum sollten Verband und Trainer diesen erfolgreichen gemeinsamen Weg beenden?, meinte Sammer.

25. März: Gastgeber Russland hat Disco-Ärger am Hals

Der Disco-Vorfall um die Ex-Bundesliga-Spieler Roman Neustädter und Konstantin Rausch kommt da zur Unzeit. Im nächsten Härtetest wird sich zeigen, ob Trainer Tschertschessow dem Duo verziehen hat.

Entspannt schlendert die Gruppe junger Menschen über einen spärlich beleuchteten Hinterhof-Parkplatz. Für WM-Gastgeber Russland ist die Video-Aufnahme aus dem nächtlichen Moskau ein Ärgernis und die ehemaligen Bundesliga-Profis Rausch und Neustädter bringen die schummrigen Bilder gut 80 Tage vor dem Turnierstart in Bedrängnis. Ob nun tatsächlich eine Disco-Feier im Nachtclub Duran oder wie von den Spielern als Entschuldigung vorgebracht nur ein Restaurant-Besuch, Schlagzeilen um nachtaktive Fußball-Stars kann Russland nicht gebrauchen.

Noch am Tag nach dem ernüchternden 0:3 gegen Brasilien wurden die gegen die Seleçao nicht eingesetzten Neustädter und Rausch mit einer Geldstrafe in nicht genannter Höhe belegt. Das Verhalten schade dem Image der russischen Nationalmannschaft, teilte der Verband mit. "Wir werden unser Bestes geben, um diesen Fehler nicht zu wiederholen", wurden die Profis in der Mitteilung des Verbandes zitiert.

Am Sonntag waren beide beim Training im Camp der Russen im verschneiten Nowogorsk dabei. Beim nächsten Test gegen Frankreich am Dienstag in St. Petersburg wird sich zeigen, ob Trainer Stanislaw Tschertschessow den mit dem Ziel WM-Teilnahme eingebürgerten Spielern verziehen hat. Die WM-Chancen haben sich für den ehemaligen Schalker Neustädter und den früheren Kölner Rausch definitiv nicht verbessert.

Für Neustädter spricht immerhin, dass nach dem Ausfall der verletzten Georgi Dschikija und Wiktor Wassin in der Abwehr Personalnot herrscht. Rausch ist nach seinem Winterwechsel vom 1. FC Köln zu Dynamo Moskau noch nicht durch hervorragende Leistungen aufgefallen.

Tschertschessow hat allerdings größere Sorgen. Die Geldbuße war nur Teil der notwendigen Aufarbeitung nach der Brasilien-Niederlage. Nach dem ungleichen Duell mit dem Rekord-Champion konnte der WM-Gastgeber die Fußball-Realität nicht ausblenden. "Der Gegner war stärker und in seiner Qualität besser. Wir müssen jetzt beginnen, unsere Probleme zu lösen und die Fehler zu korrigieren", mahnte Tschertschessow.

Knapp zwölf Wochen bleiben dem ehemaligen Dresdner Torwart, um die Sbornaja auf die Vorrunden-Duellen gegen Saudi-Arabien, Ägypten und Uruguay vorzubereiten. Brasilien und Frankreich sind nicht die Messlatte, aber eine weitere Niederlage würde die Stimmung drücken.

Die Erwartungen schwanken zwischen Größenwahn und Fatalismus. "Unser höchstes Ziel ist es, die WM zu gewinnen. Das ist unsere Messlatte", sagte Stürmer Anton Sabolotny zu championat.com. und ergänzte treffender: "Wir werden einen anderen Fußball zeigen müssen."

Fußball ist längst ein Politikum im Land von Präsident Wladimir Putin. Der einflussreiche Duma-Abgeordnete Igor Lebedew wollte wohl beruhigend einwirken und warnte davor, solchen Vorfällen zu viel Bedeutung beizumessen. "Ja, die Mannschaft hat gegen Brasilien verloren. Aber sollen alle Spieler jetzt aus dem Fenster springen, sich ein Bein abschneiden oder zwei Wochen weinen?"

Die Bespitzelung von Fußballern sollte aufhören, sagte der Parlamentsvizepräsident der Zeitung "Sport Express". "Spieler sind ganz normale Menschen. Sie können in ihrer Freizeit in Clubs und Restaurants gehen, das ist nichts Schlimmes", meinte Lebedew, der auch Funktionär des russischen Fußballverbands RFS ist.

24. März: Mexiko in Form, Südkorea verliert in Belfast

Mit Marco Fabian als Torschütze hat Deutschlands WM-Auftaktgegner Mexiko im ersten Länderspiel-Test des Jahres einen guten Eindruck hinterlassen. Der bei Eintracht Frankfurt zuletzt nicht mehr berücksichtigte Mittelfeldspieler brachte El Trí am Freitag (Ortszeit) in Santa Clara gegen Island in der 37. Minute per Freistoß in Führung. Miguel Layun machte mit seinen Toren (64./90.+1) den 3:0 (1:0)-Erfolg perfekt. Für Fabian war es das erste Länderspiel nach seiner Augenverletzung beim Confed Cup im Sommer 2017. Südkorea blieb hingegen beim 1:2 (1:1) in Nordirland hinter den Erwartungen zurück. In letzter Minute hat Deutschlands WM-Gruppengegner Schweden ein Testspiel gegen Chiles Fußball-Nationalmannschaft noch mit 1:2 (1:1) verloren.

Mexiko ist am 17. Juni der erste Kontrahent der deutschen Auswahl im Moskauer Luschnikistadion. Auf Südkorea trifft die DFB-Elf am 27. Juni in Kasan zum Abschluss der Gruppenphase. Dazwischen liegt das Spiel gegen Schweden am 23. Juni in Sotschi. 

Am Dienstag treffen die Mexikaner in Austin in einem weiteren Testspiel auf Kroatien. Südkorea fordert die Polen um Bayern-Stürmer Robert Lewandowski.

20. März: Präsident Grindel: Lahm zumindest ein WM-Spiel in DFB-Delegation

Weltmeister-Kapitän Philipp Lahm wird nach Angaben von DFB-Präsident Reinhard Grindel zumindest für eine Partie bei der Fußball-Weltmeisterschaft in Russland zur Delegation des deutschen Verbandes gehören. "Wir haben noch ein wenig Zeit. Ich gehe davon aus, dass er mindestens zu einem Spiel kommen wird, aber sicherlich nicht die ganze Zeit dabei ist", sagte der Chef des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) am Dienstag in Hamburg. 

"Es war immer üblich, dass wir auch Ehrenspielführer bei Länderspielen zur Delegation dazu bitten", erklärte der 56-Jährige am Rande einer Veranstaltung des Wirtschaftsrates der CDU Hamburg. "Das war früher bei Uwe Seeler zum Beispiel der Fall. Philipp Lahm wird das jetzt von Spiel zu Spiel machen."

Der DFB werde natürlich Rücksicht darauf nehmen, dass es im Reglement für die Bewerbung um die EM-Endrunde 2024 bestimmte Grundsätze gibt, inwieweit man werben dürfe und nicht. "Und die halten wir natürlich ein mit Rücksicht auf seine Funktion als Botschafter der Euro-Bewerbung."

Der langjährige Kapitän Lahm hatte seine Länderspiel-Karriere nach dem WM-Triumph 2014 in Brasilien beendet. Im vergangenen Sommer hörte der heute 34-Jährige auch als Profi beim FC Bayern München auf.

Löw legt los - WM-Kandidaten motiviert: "Wollen sehen, wo wir stehen"

Joachim Löw nahm noch entspannt einen Schluck aus dem Espresso-Becher, bevor der Mannschaftsbus vom Teamhotel Richtung Stadion startete. Der Bundestrainer kann im WM-Jahr endlich loslegen. Allerdings waren nach dem Treffpunkt der Fußball-Nationalmannschaft in Düsseldorf der Weltmeistercoach und die von ihm eingeladenen 26 Spieler am Dienstag erst einmal als Schauspieler und Foto-Models gefragt. Bis zum Abend standen TV-Spots und Marketingmaßnahmen für die zahlreichen DFB-Sponsoren auf dem Stundenplan.

Thomas Müller und Mesut Özil präsentiere das neue grüne Trikot für die Fußball-Weltmeisterschaft in Russland 2018.
Bild: adidas/dpa

Erst am Mittwoch kann Löw mit seinen aussichtsreichsten WM-Kandidaten auf dem Trainingsplatz die Vorbereitung auf die Härtetests am Freitag (20.45 Uhr/ARD) gegen Spanien und vier Tage darauf in Berlin gegen Brasilien starten. Die Vorfreude auf den Länderspiel-Doppelpack, der ohne den verletzten Kapitän Manuel Neuer angegangen werden muss, ist groß. "Beides sind sehr attraktive Gegner", sagte Weltmeister Jérôme Boateng bei seiner Ankunft in Düsseldorf. "Es sind zwei unterschiedliche Mannschaften, aber beide weltklasse. Sie können auch bei der WM eine große Rolle spielen. Wir wollen sehen, wo wir stehen."

Gegen die Spanier werden Boateng und Kollegen erstmals in den neuen grünen WM-Trikots auflaufen, in denen sie im Sommer in Russland zum erneuten Titelgewinnen stürmen wollen. Löw hat personelle Experimente bei der finalen Sichtung vor seiner Bekanntgabe des vorläufigen WM-Kaders am 15. Mai angekündigt. "Jetzt ist keine Zeit, endgültige Entscheidungen zu treffen. Man wird in den zwei Spielen dem einen oder anderen nochmal eine Möglichkeit geben und einiges testen."

Sein Assistent Thomas Schneider sprach von einer "Standortbestimmung", die wichtige Erkenntnisse liefern soll: "Es wird den Status quo der Mannschaft zeigen. Ich denke, dass wir Erkenntnisse gewinnen werden Richtung Trainingslager und WM-Vorbereitung, an welchen Sachen wir vermehrt arbeiten müssen."  

Der DFB geht die Mission Titelgewinn mit einem speziellen WM-Slogan an. "BEST NEVER REST" prangt in Großbuchstaben auf dem schwarzen Mannschaftsbus, "die Besten ruhen sich nie aus." Dabei ist das "V" im "NEVER" als römische Fünf in goldener Farbe hervorgehoben und soll das von Löw vorgegebene Ziel des fünften WM-Titelgewinns in Russland unterstreichen. Der neue Schriftzug soll den Spielern verdeutlichen, dass sie täglich neu für den Erfolg arbeiten müssen. Der Slogan ist aber auch eine zentrale Erkenntnis aus dem verpassten EM-Titel 2016. Auf dem WM-Triumph 2014 habe man sich zu lange ausgeruht und sei etwas bequemer geworden, räumte Teammanager Oliver Bierhoff ein.

Die Botschaft stach auch den Spieler gleich bei der Ankunft am Rhein ins Auge. Schließlich parkte der Bus direkt vor dem Hoteleingang. "Das sollte grundsätzlich zu jedem passen, der Erfolg haben möchte", sagte der Schalker Leon Goretzka zur neuen Team-Losung. "Gerade wenn man Erfolg hatte, neigt man vielleicht dazu, sich ein bisschen mehr darauf auszuruhen", sagte der 23-Jährige, der die erste WM-Teilnahme anstrebt: "Da müssen wir gegensteuern und zusehen, dass wir weiter an uns arbeiten. Das ist die Grundlage, um Erfolg zu haben."

Sami Khedira lebte das Motto als Erster vor. Der 30 Jahre alte Weltmeister, der Juventus Turin zuletzt erkrankt fehlte, absolvierte schon vor dem Eintreffen der Kollegen am windig-kalten Rhein eine Laufeinheit. Jeder einzelne Akteur muss sich 2018 neu positionieren, der Konkurrenzkampf um die WM-Plätze ist eröffnet. "Man muss sich weiter beweisen, sich in eine gute Form bringen, um dann auch dabei sein zu können", sagte Confed-Cup-Sieger Goretzka: "Wir haben nochmal eine gute Möglichkeit zu testen und uns mit zwei der besten Fußballnationen der Welt zu messen. Darauf freuen wir uns."

Die WM-Vorfreude hat auch die deutschen Fans erfasst. Beide Stadien sind ausverkauft, was zuletzt gerade bei Testspielen der Nationalelf selten der Fall war. "Je näher es zum Turnier geht, geht die WM auch wieder in den Köpfen der Fans los. Das ist ein gutes Zeichen", sagte Bierhoff erfreut. Der Manager ist gespannt auf den Start ins WM-Jahr: "Die Vorfreude hat schon begonnen - und sie steigert sich langsam."

19. März: Paninis WM-Kader: Sticker mit Hummels und Khedira

Unter den 18 Profis, die auf den Klebebildchen zum Turnier abgebildet sein werden, sind Weltmeister von 2014 wie Mats Hummels, Thomas Müller und Sami Khedira sowie Jungstars wie Joshua Kimmich und Timo Werner. Ex-Nationalspieler Miroslav Klose ernannte Panini zur "Legende". Er führt die Rangliste der erfolgreichsten WM-Torschützen an.

Sami Khedira steht zumindest im Panini-Kader für die WM.
Bild: Christian Charisius (dpa)

Als Torwart hat es in den Panini-Kader lediglich Manuel Neuer geschafft. Dabei gilt auch Marc-André ter Stegen als Fixkandidat, unabhängig davon, ob Neuer nach seinem Fußbruch noch fit wird für die WM. Nicht dabei sind auch die Stürmer Mario Gomez und Sandro Wagner. Der offizielle WM-Kader wird 23 Spieler umfassen, darunter drei Torhüter. Bundestrainer Joachim Löw muss diesen am 4. Juni benennen, den vorläufigen Kader mit vermutlich mehr Spielern gibt er bereits am 15. Mai bekannt. Die traditionellen Panini-Stickeralben werden im italienischen Modena und im brasilianischen Werk in Sao Paulo produziert. Die Redaktion musste bereits vor Produktionsbeginn Mitte Februar über die mögliche Zusammenstellung der 32 Teams entscheiden. Laut Redaktionsleiter Fabrizio Melegari liegt die Fehlerquote dabei lediglich bei etwa zwölf Prozent.

Seit 1970 bringt der italienische Verlag WM-Sammelalben raus, inzwischen sind sie in mehr als 130 Ländern erhältlich. Panini ist nach eigenen Angaben Weltmarktführer für Verlagssammelprodukte. In Europa ist Deutschland der wichtigste Absatzmarkt.

17. März: Nach WM-Entscheidung: FIFA schult Video-Referees im Eilverfahren

Auf Pierluigi Collina kommen schwere Wochen zu. Der frühere Weltklasse-Schiedsrichter muss als Referee-Chef der FIFA im Schnellverfahren die Ausbildung der Video-Schiedsrichter für die WM organisieren. Keine drei Monate bleiben noch bis zum Eröffnungsspiel am 14. Juni zwischen Russland und Saudi-Arabien. Dann, so das Versprechen von FIFA-Präsident Gianni Infantino, soll die Technik-Hilfe reibungslos funktionieren und den Fußball "transparenter und gerechter" machen.

Das Council folgte der Linie von FIFA-Chef Gianni Infantino, der den Videobeweis in den vergangenen Monaten trotz anfänglich großer Probleme stets befürwortet hatte.
Bild: Christian Charisius, dpa (Archiv)

Die Lehren aus manch peinlicher Panne in der Probephase beim Confederations Cup im Sommer 2017 hat auch die FIFA gezogen und einige Modifikationen gerade bei der Auswahl der Video-Referees beschlossen.

Die wichtigsten Fakten zum Video-Beweis bei der WM:

  • Der Video-Referee greift nur ein, wenn ein offensichtlicher Fehler des Schiedsrichters in vier klar definierten Spielsituationen vorliegt. Diese sind: Torentscheidung, Abseitsstellung, Platzverweis, Verwechslung eines zu bestrafenden Spielers.
  • Zum Einsatz kommen nur Video-Referees, die in der internationalen Testphase in ihren Ligen das System erprobt haben. Neben Bundesliga-Referees kommen also vor allem Unparteiische aus Portugal, Polen und Italien, aber auch aus Südkorea oder Australien infrage. Aus Deutschland scheint Felix Brych als normaler Referee gesetzt. Gute Chancen auf den Video-Job werden Felix Zwayer und Bastian Dankert zugesprochen.
  • Eine reibungslose Kommunikation zwischen Schiedsrichter und seinem Video-Assistenten muss gesichert sein. Haben beide nicht die gleiche Muttersprache, müssen sie sich auf Englisch, Spanisch oder Französisch sicher verständigen können.
  • Es werden nur 12 bis 15 Video-Referees bei den 64 WM-Spielen im Einsatz sein. Bei maximal vier Spielen pro Tag ist das logistisch möglich, denn die VAR werden aus einem Match Center in Moskau ihre Entscheidungen treffen. Eine Nutzung des sogenannten Kölner Kellers, wo die VAR bei Bundesliga-Spielen sitzen, ist keine WM-Option.
  • Zuschauer im Stadion und am Fernseher sollen erklärt bekommen, welche Spielsituation untersucht wird und warum. Auch die kalibrierten Abseitslinien, die in der Bundesliga für Probleme sorgten, soll es geben.

16. März: FIFA-Council erlaubt Videoschiedsrichter bei WM-Turnier

Erstmals werden in diesem Sommer bei einer Fußball-WM die Entscheidungen der Schiedsrichter durch Videoaufnahmen überprüft. Das Council des Weltverbandes FIFA erlaubte bei seiner Sitzung in Zürich wie erwartet den Einsatz der sogenannten Video Assistant Referees (VAR) beim Turnier in Russland. Das bestätigte DFB-Präsident und Council-Mitglied Reinhard Grindel bei Twitter.

Das Council folgte der Linie von FIFA-Chef Gianni Infantino, der den Videobeweis in den vergangenen Monaten trotz anfänglich großer Probleme in der Testphase beim Confed Cup und in der Bundesliga stets befürwortet hatte.

Möglich wird der WM-Einsatz der Video-Referees durch eine Entscheidung des International Football Association Boards (IFAB) Anfang des Monats. Die Hüter der Fußball-Regeln hatten den Video-Schiedsrichter als Option in das Regelwerk aufgenommen, die konkrete Anwendung aber den jeweiligen Ligen und Turnierausrichtern überlassen. Deswegen musste das FIFA-Council nun nochmals über den WM-Einsatz entscheiden. Gleichzeitig wurde auch die Nutzung bei der Club-WM im Dezember beschlossen.

Wie in der Bundesliga-Testphase wird der Video-Schiedsrichter bei den 64 WM-Spielen nur in vier Spielsituationen eingreifen dürfen: bei einem Tor, einer Abseitssituation, einem Platzverweis oder bei einer Verwechslung eines durch den Schiedsrichter zu bestrafenden Spielers. Diese Einschränkungen der sogenannten spielentscheidenden Szenen hatte das IFAB nach Auswertung der Testphase aufrecht erhalten.

Die deutschen Fußball-Funktionäre hatten sich schon vor der Sitzung in Bogotá klar für den Videobeweis stark gemacht. Auch Bayern-Boss Karl-Heinz Rummenigge ist sich sicher, dass der Fußball "fairer und seriöser" wird. Liga-Chef Christian Seifert hatte bereits angekündigt, dass die Technikhilfe in der kommenden Saison in der Bundesliga genutzt werden soll. Die Ligaversammlung entscheidet darüber am kommenden Donnerstag. Grindel hatte bereits vor der FIFA-Sitzung allerdings angemahnt, dass für die WM gesichert sein müsste, dass alle Video-Assistenten ausreichend geschult sind.

Löw verzichtet auf Götze und Reus - Gomez und Wagner dabei

Ohne den WM-Finaltorschützen Mario Götze und dessen Dortmunder Vereinskollegen Marco Reus startet die deutsche Fußball-Nationalmannschaft ins Weltmeisterschafts-Jahr. Der 25-jährige Götze und der drei Jahre ältere Reus fehlen im 26-köpfigen Aufgebot von Bundestrainer Joachim Löw für die ersten Länderspiele 2018 gegen Spanien am 23. März in Düsseldorf und Brasilien am 27. März in Berlin. Der Kölner Jonas Hector feiert nach längerer Pause sein Länderspiel-Comeback. Auch der Berliner Marvin Plattenhardt erhält wieder eine Chance.

Im Konkurrenzkampf um einen Platz im WM-Kader, den der DFB-Chefcoach am 15. Mai bekanntgeben wird, können sich die beiden Mittelstürmer Sandro Wagner (FC Bayern) und Mario Gomez (VfB Stuttgart) noch einmal beweisen. Insgesamt sind acht Weltmeister von 2014 noch dabei. Auf einen Neuling verzichtet der Bundestrainer. Im Tor vertraut Löw, der noch immer auf den verletzten Stammkeeper Manuel Neuer verzichten muss, weiter auf Marc-André ter Stegen, Bernd Leno und Kevin Trapp.

14. März: Bierhoff traut Neuer WM-Teilnahme ohne große Spielpraxis zu

Teammanager Oliver Bierhoff würde dem seit einem halben Jahr verletzten Fußball-Nationaltorhüter Manuel Neuer eine WM-Teilnahme auch ohne große Spielpraxis im Vorfeld zutrauen. "Bei der Qualität, bei der Klasse, die er hat, sehe ich bei ihm nicht so die Eingewöhnungsschwierigkeiten", sagte Bierhoff in München. Der 31 Jahre alte Weltmeister vom FC Bayern befindet sich nach einem erneuten Mittelfußbruch weiterhin im Fitnessaufbau und wird auch die ersten Länderspiele des WM-Jahres Ende des Monats gegen Spanien und Brasilien verpassen. "Ich hoffe sehr und glaube auch daran, dass Manuel das schafft", sagte Teammanager Bierhoff.

DFB-Spitze gegen Boykott der Fußball-WM in Russland

Deutschlands Fußball-Topfunktionäre haben sich gegen einen Boykott der Weltmeisterschaft in Russland ausgesprochen. "Der DFB setzt auf Dialog und nicht Boykott. Brücken zwischen den Menschen müssen die Kriege der Mächtigen überwinden", sagte Reinhard Grindel, der Präsident des Deutschen Fußball-Bundes (DFB), der Bild. Ein Boykott ändere nichts, "vielmehr haben die Spiele in Südkorea aktuell gezeigt, dass Sport deeskalierend und völkerverbindend wirken kann", meinte Grindel.

DFB-Präsident Reinhard Grindel ist gegen einen Boykott der Fußball-WM.
Bild: Arne Dedert, dpa (Archiv)

Vizepräsident Rainer Koch sagte dem Münchner Merkur: "Ein Boykott, das haben die Olympischen Spiele 1980 in Moskau gezeigt, ändert nichts an politischen Missständen". Vielmehr helfe eine sportliche Großveranstaltung, miteinander ins Gespräch zu kommen und im Dialog zu bleiben. Der DFB vertrete seine Werte nach außen: "Ein Sportereignis für politische Zwecke zu nutzen und Teilnehmer zu instrumentalisieren - das entspräche nicht diesen Werten", sagte Koch.

Hintergrund der Diskussion über einen möglichen Boykott: Die russische Regierung steht wegen ihres Vorgehens in Syrien und ihres Verhaltens im Fall des Giftanschlags auf den Ex-Doppelagenten Sergej Skripal in der internationalen Kritik, ein WM-Boykott durch England erscheint nicht vollständig unmöglich. Nach Ablauf des Ultimatums an Russland im Fall des Giftanschlags berät die britische Premierministerin Theresa May am Mittwochmorgen mit dem Nationalen Sicherheitsrat über das weitere Vorgehen.

13. März: Nächste Verkaufsphase für WM-Tickets: Es kommt auf Schnelligkeit an

Fußball-Fans können sich vom heutigen Dienstag an wieder um Tickets für die WM im Sommer in Russland bewerben. Im zweiten Teil der zweiten Verkaufsphase kommt es bis zum 3. April auch auf Geschwindigkeit an. Maßgeblich für den Zuschlag der noch verfügbaren Karten ist diesmal der Eingang des Antrags auf der Ticketplattform des Weltverbandes (www.fifa.com/tickets). 

Zum Ende der vorangegangenen Verkaufsphase am 31. Januar waren bei der FIFA fast fünf Millionen Ticket-Anfragen für die 64 WM-Spiele eingegangen. Aus Deutschland kamen mit 338.414 Anträgen die meisten nach dem Gastgeberland Russland 2.503.957. Bei Überbuchung von Spielen entschied nicht der Zeitpunkt des Eingangs der Bewerbung, sondern das Los. Traditionell überbucht sind Eröffnungsspiel und die Partien ab dem Halbfinale. Noch verfügbare Karten gehen nun erneut in den Verkauf. 

Die Preise liegen zwischen 85 Euro für Gruppenspiele in der günstigsten Kategorie und rund 900 Euro für das teuerste Finalticket.

Tickets, Götze, Neuer: Der WM-Newsblog bis Mitte März

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