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28.06.2020

Fernduelle um Relegationsplätze - HSV: "Nichts zu verlieren"

«Wir haben nichts mehr zu verlieren», sagte HSV-Sportvorstand Jonas Boldt.
Bild: Tom Weller/dpa

HSV oder Heidenheim, KSC oder der 1. FC Nürnberg: In Fernduellen wird über die Besetzung der Relegationsspiele zum Bundesligaaufstieg oder dem Zweitligaverbleib entschieden. Nürnberg hat die Rettung selbst in der Hand, Hamburg ist auf Schützenhilfe aus Bielefeld angewiesen.

Der Kampf um die Relegationsspiele steht am heutigen Sonntag im Mittelpunkt des letzten Spieltages in der 2. Fußball-Bundesliga.

Der VfB Stuttgart hat neben Arminia Bielefeld den Bundesliga-Aufstieg so gut wie sicher. Dynamo Dresden und der SV Wehen Wiesbaden können den direkten Abstieg kaum noch vermeiden. Somit geht es für den großen Außenseiter 1. FC Heidenheim und den bangenden Hamburger SV um die Chance auf die Relegationsspiele zum Aufstieg. Der Karlsruher SC und der 1. FC Nürnberg kämpfen im Fernduell um den direkten Klassenverbleib.

DER KAMPF UM PLATZ DREI

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Die Hamburger müssen, die Heidenheimer können aufsteigen. "Wir haben nichts mehr zu verlieren", sagte HSV-Sportvorstand Jonas Boldt. Der mit 54 Punkten auf Rang 4 abgerutschte Traditionsclub liegt vor dem Heimspiel gegen den SV Sandhausen einen Zähler hinter Heidenheim (55) und ist vom Ergebnis des Tabellendritten bei Meister Bielefeld abhängig. Ein Sieg könnte den Hamburgern reichen, wenn Heidenheim nicht gewinnt. Verlieren die Heidenheimer, reicht dem HSV ein Remis.

FC-Trainer Frank Schmidt, seit 13 Jahren bei den Ostwürttembergern auf der Bank, lebt den großen Traum. "Jeder weiß, dass ich von hier komme und es als meine Berufung ansehe, dass dieser Verein seine Ziele erreicht", sagte der 46-Jährige. Der direkte Aufstieg ist aber wohl selbst bei einer Stuttgarter Niederlage kaum möglich, da der VfB (58) die um elf Treffer bessere Tordifferenz hat.

DER KAMPF UM DEN DIREKTEN KLASSENVERBLEIB

Mit einem Sieg bei Holstein Kiel ist Bundesligaabsteiger 1. FC Nürnberg (36) gerettet und hätte somit die Relegationsspiele gegen den Drittliga-Dritten vermieden. Genau das ist das Ziel des öffentlich angezählten Trainers Jens Keller, dessen Verbleib beim "Club" fraglich ist. "Wir wollen das Schicksal nicht in fremde Hände legen", sagte der Coach. Denn bei einem Sieg des Tabellen-16. Karlsruher SC (34) bei der SpVgg Greuther Fürth reicht den Nürnbergern wegen der schlechteren Tordifferenz auch ein Remis nicht. Andererseits kann der KSC im Falle einer Niederlage wohl nicht mehr direkt absteigen, da die beiden drei Punkte zurückliegenden Clubs Wehen und Dresden um zehn und 14 Treffer schlechter dastehen.

© dpa-infocom, dpa:200627-99-588775/4 (dpa)

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