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Formel 1
09.10.2017

Die Lehren aus dem Großen Preis von Japan

Lewis Hamilton freut sich nach seinem Sieg mit den Red Bull-Fahrern Max Verstappen (links) und Daniel Ricciardo.
Foto: Toru Takahashi (dpa)

Die WM-Hoffnungen von Sebastian Vettel sind bedenklich geschrumpft. Japan ist ein Debakel für Ferrari. Mercedes ist dagegen weiter obenauf.

Diesmal bremst Sebastian Vettel eine Zündkerze aus. Der Ferrari-Pilot muss die Formel-1-WM nach dem Desaster von Japan schon fast abschreiben. Lewis Hamilton hat mittlerweile aus einem 14-Punkte-Rückstand vor der Sommerpause einen Vorsprung von 59 Zählern herausgefahren.

Lewis Hamilton ist der Titel kaum noch zu nehmen

Lewis Hamilton profitiert auch vom Pech von Sebastian Vettel. Doch der 32-jährige Brite ist zugleich in einer bestechenden Form. Schon in den USA in zwei Wochen könnte Hamilton im Idealfall seine vierte WM perfekt machen. Doch der Mann aus Stevenage will nicht zu schnell in Euphorie verfallen. "Es sind immer noch 100 Punkte zu holen, deshalb werde ich weiter das Gaspedal bis zum Anschlag durchdrücken", betonte er. Verständnis für seinen von Pannen geplagten WM-Verfolger bringt Hamilton gleichzeitig auf. "Seb hatte natürlich sehr viel Pech, woran er keine Schuld hat", sagte er mit Blick auf die Zuverlässigkeitsprobleme bei den Italienern. Die USA liegen Hamilton jedenfalls sehr. Alleine die letzten drei Grand Prix auf dem Circuit of the Americas gewann er, insgesamt fünfmal war er sogar schon in den Vereinigten Staaten erfolgreich.

Ferrari ist doch noch nicht WM-reif

Die Asientournee dürfte Sebastian Vettel die WM kosten. Erst der Crash in Singapur, dann der defekte Karbonschlauch in Malaysia und nun die kaputte Zündkerze - Ferrari offenbarte nach der Sommerpause zu viele Materialprobleme. Die Scuderia ist auch im dritten Jahr mit dem Heppenheimer noch nicht titelreif. "Wir haben noch immer eine Chance, aber es ist nicht mehr so sehr in unserer Hand, wie wir das gerne hätten", sagte der 30-Jährige nach seinem Aus in Suzuka. Wie früher Michael Schumacher stellt sich Vettel vor seine Mannschaft. "Insgesamt ist unser Team auf einem guten Weg und wir verbessern uns Rennen für Rennen", versicherte der Heppenheimer, der sich gleich nach seinem Aus in Richtung Heimat aufmachte. Schumacher feierte erst in seinem fünften Jahr die Fahrer-WM mit der Scuderia.

Red Bull hat im Endspurt die Form gefunden

Malaysia lief für den Grand-Prix-Gewinner Max Verstappen und den Dritten Daniel Ricciardo schon richtig gut. In Japan nun konnten die beiden Red-Bull-Piloten ihren positiven Trend fortsetzen. Der Niederländer Verstappen landete hinter Lewis Hamilton auf dem zweiten Rang, der Australier Ricciardo belegte Position drei. Es war das erste Mal seit 2013, dass Red Bull in zwei Rennen nacheinander beide Piloten auf dem Podium hatte. "Wir hatten wieder einen richtig guten Tag. Der Wagen verbessert sich definitiv Rennen für Rennen", resümierte Verstappen, der auf den letzten Kilometern Hamilton nochmal nahe kam, aber auch vom Verkehr beim Überrunden aufgehalten wurde. "Mein Ziel war es, das erste Mal in Suzuka aufs Podium zu fahren und es fühlt sich großartig an", bilanzierte Ricciardo. Red Bull konnte in Japan seine Aerodynamik-Stärken ausspielen. dpa

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