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  3. Formel 1: Sebastian Vettel wird nach Aufholjagd Vierter in Malaysia

Formel 1
01.10.2017

Sebastian Vettel wird nach Aufholjagd Vierter in Malaysia

Sebastian Vettel arbeitet sich vom Ende des Feldes bis auf Rang vier heran.
Foto: Vincent Thian, dpa

Malaysia ist dieses Jahr kein gutes Pflaster für das Formel-1-Team von Ferrari. Während Kimi Räikkönen nicht ins Ziel kommt, reicht es für Sebastian Vettel nur zu Platz vier.

Sebastian Vettel verliert trotz einer furiosen Aufholjagd in Malaysia den WM-Titel immer mehr aus dem Blick. Der Ferrari-Star stürmte beim zweiten Formel-1-Sieg von Max Verstappen im Red Bull nach seiner missratenen Qualifikation von ganz hinten noch auf Rang vier. Da Lewis Hamilton im Mercedes aber fünf Grand Prix vor Saisonende am Sonntag in Sepang einen ungefährdeten zweiten Rang einfuhr, wuchs der Rückstand Vettels auf den WM-Spitzenreiter auf satte 34 Punkte an. 

In Suzuka kann am kommenden Sonntag eine Vorentscheidung fallen

Der von der Pole gestartete Brite musste in der vierten Runde nur Verstappen vorbeiziehen lassen, der sich ein nachträgliches Geschenk zum 20. Geburtstag machte. Vorjahressieger Daniel Ricciardo wurde im zweiten Red Bull Dritter. Nico Hülkenberg wurde im Renault 16. vor Pascal Wehrlein im Sauber. 

Nach Vettels Quali-Desaster am Vortag, als er wegen Motorproblemen  keine gezeitete Runde absolvieren konnte, betrieb der Heppenheimer immerhin Schadensbegrenzung. Er und sein Team nutzten die Gelegenheit, um am Dienstwagen des Hessen noch vor dem Start einen fünften Turbo einzusetzen. Die Strafversetzung von 20 Plätzen blieb ohne Auswirkung, da er ohnehin schon am Ende stand. 

Vor dem Rennen am kommenden Sonntag in Suzuka hat der viermalige Champion 247 Punkte, der dreimalige Weltmeister Hamilton ist mit 281 Zählern souverän vorn. Valtteri Bottas (222 Punkte) ist im zweiten Mercedes weiter Dritter.  

Für Vettels Ferrari-Team setzte sich noch vor dem Start am Sonntag das schwarze Wochenende fort. Wegen eines Motorenproblems musste der Dienstwagen des Qualifikations-Zweiten Kimi Räikkönen kurz vor dem Start des 15. Saisonrennens in die Garage zurück geschoben werden. Die Mechaniker versuchten innerhalb weniger Minuten, ein Problem mit dem Turbo an Räikkönens Ferrari zu beheben - ohne Erfolg. Der 37-Jährige konnte nicht einmal aus der Boxengasse starten. Es war sein dritter Ausfall in diesem Jahr.

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Vettels Aufholjagd wird nicht belohnt

So hatte Hamilton wenig Mühe, nach seiner 70. Pole Position Platz eins nach dem Start zum letzten Malaysia-Rennen nach 18 Jahren zu verteidigen. Ihm folgten Verstappen, der stark gestartete Bottas im zweiten Mercedes und Ricciardo. 

Vettel ließ sich bei seiner Aufholjagd wenig Zeit. Innerhalb der ersten Runde schoss er von Position 20 auf 13 vor. In der Folgezeit holte er einen Platz nach dem anderen auf. Hamilton hatte sich gegen die starken Red Bulls zu erwehren. In der vierten Runde ging Verstappen an dem Briten vorbei, sieben Durchgänge später schnappte sich Ricciardo auch Bottas im zweiten Silberpfeil und schob sich auf Rang drei. 

Vettel arbeitete sich indes durchs Feld weiter nach vorn. Der Mercedes-Kommandostand warnte Hamilton daher schon frühzeitig, dass sein Titelrivale noch zur Gefahr werden könnte. Nach fast der Hälfte der 56 Runden hing Vettel als Fünfter am Heck von Bottas. 

Dann begann das große Reifenwechseln: Hamilton kam als erster an die Box und blieb vor Bottas und Vettel. Dann folgte der Deutsche, eine Runde später kam der Finne an die Garage, musste sich aber hinter dem viertplatzierten Vettel einordnen. Der Heppenheimer hatte den Vorteil, im Vergleich zu den Konkurrenten mit den schnelleren Supersoft-Reifen unterwegs zu sein. 

Und Vettel kämpfte weiter, arbeitete sich an Ricciardo auf Rang drei. Doch dann bauten Vettels Reifen ab. Der Deutsche verzichtete wenige Runden vor dem Ende auf weitere Angriffe. Die Schlusspointe dann in der Auslaufrunde: Nach einer Kollision mit Lance Stroll im Williams nach der Zieldurchfahrt musste er seinen Wagen mit zerstörter Hinterradaufhängung abstellen. Landsmann Wehrlein nahm ihn auf seinem Wagen mit ins Ziel. dpa

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