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Fußball

16.03.2016

Franz Beckenbauer sagt Sky servus

Franz Beckenbauer wird nicht mehr für Sky arbeiten.
Bild: Andres Gebert (dpa)

Franz Beckenbauer will nach heftiger Kritik an seiner Rolle im WM-Skandal nicht mehr als Fußball-Experte für den TV-Sender Sky arbeiten.

Wie Sky kurz vor dem Champions-League-Achtelfinalrückspiel des FC Bayern gegen Juventus Turin mitteilte habe Beckenbauer (70) gebeten, die Zusammenarbeit auf unbestimmte Zeit nicht fortzuführen". Damit war der Einsatz bei dem denkwürdigen Spiel, dass der FC Bayern München mit 4:2 nach Verlängerung gewann, Beckenbauers letzter TV-Auftritt für Sky.

Dort fand er aber noch mal deutliche Worte: "Früher hätte man gesagt: Ein Hühnerhaufen ist geordneter als diese Bayern-Abwehr", sagte er zum Auftritt des FC Bayern München.

25 Jahre hatte der Weltmeister von 1974 für das Bezahlfernsehen gearbeitet. "Ich bin jetzt 70 Jahre alt, stehe seit über 50 Jahren in der Öffentlichkeit und bin für den Fußball - ob als Spieler, Trainer oder Funktionär - zig Mal um die Welt gereist. Nach so langer Zeit möchte ich mir eine Pause gönnen", so Beckenbauer der auch von "gewissen Ermüdungserscheinungen durch die letzten Jahre, die sehr schwer für mich waren" sprach. Es sei "einzig und allein mein Wunsch gewesen, das Verhältnis aufzulösen".

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Die Wahnsinns-Aufholjagd des FC Bayern
Bild: dpa

Sky: Schwerer privater Schicksalsschlag für Franz Beckenbauer

Franz Beckenbauer war er wegen seiner Verwicklung in die Sommermärchen-Affäre beim Deutschen Fußball-Bund ins Zwielicht geraten. Neben dem Wirbel um den WM-Skandal nannte Sky auch einen "schweren privaten Schicksalsschlag" als Grund für Beckenbauers Rückzug. Sein Sohn Stephan war im Vorjahr nach langer Krankheit gestorben.

Beckenbauers Abschied von Sky bedeutet für den Sender den zweiten Verlust einer wichtigen Figur innerhalb kurzer Zeit. Marcel Reif, der bekannteste Kommentator von Sky, hatte im Januar angekündigt, nach dem Ende der Bundesliga-Saison im Mai aufhören zu wollen. (dpa)

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Die Diskussion ist geschlossen.

17.03.2016

Es könnte genau so gut sein, dass er - käme endlich die ganze Wahrheit ans Licht - seinem Rausschmiss zuvorkommen wollte . . .

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17.03.2016

Richtig. Der Kaiser ha Recht. Er hat noch genügend Freunde und Bekannte mit denen er z.B. eine Runde Golf spielen kann. Nicht die schlechteste Entscheidung sich aus einer undankbaren Öffentlichkeit zurückzuziehen.

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17.03.2016


Der private Schicksalsschlag dürfte wohl eher nicht den Ausschlag gegeben haben, schließlich hat ihn dieser ein Dreivierteljahr nicht davon abgehalten, im Fernsehen aufzutreten.

Dagegen scheint ihm der Druck aus der WM-Bewerbungsaffäre deutlich zuzusetzen.

Nicht die schlechteste Entscheidung von ihm, er wirkt zunehmend angeschlagen und fahrig.

Alles Gute für ihn, er möge sich erholen.

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