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Fußball
02.11.2017

Ärger um Weinzierl

Ex-Trainer kritisiert Schalke wegen ÖFB-Anfrage – und erhält einen Konter

Der FC Schalke 04 hätte seinen ehemaligen Trainer Markus Weinzierl für ein Engagement als Teamchef der österreichischen Fußball-Nationalmannschaft unter Umständen freigegeben. „Es gab eine Anfrage des österreichischen Verbands, ob wir bereit wären, Markus Weinzierl aus seinem Vertrag zu entlassen. Darauf haben wir Ja gesagt“, erklärte Schalkes Vereinssprecher Thomas Spiegel am Mittwoch.

Danach habe es jedoch „keine weitere Kontaktaufnahme“ mehr gegeben – und für den Bundesligisten war der Fall damit offenbar erledigt. „Ich kann die Vorwürfe nicht nachvollziehen“, sagte Schalkes Sportvorstand Christian Heidel dem Internet-Portal derwesten.de. „Einwände“ habe es nicht gegeben. „Allerdings hat sich danach von Beraterseite und vonseiten des ÖFB niemand mehr bei uns gemeldet.“

Weinzierl war nach der Trennung von Teamchef Marcel Koller beim ÖFB einer der Kandidaten für dessen Nachfolge. In einem Interview der österreichischen Zeitung Kurier erweckte Weinzierl den Eindruck, dass ein Engagement in Österreich an der Freigabe-Verweigerung des Revierklubs gescheitert sei. Er habe dem Verband abgesagt, weil „Schalke keine Gespräche geführt hat über eine mögliche Vertragsauflösung“. Sein Ex-Klub habe erst gar keine Gespräche aufgenommen. „Keine Ahnung, warum. Dadurch war es dann gar nicht mehr möglich, weitere Gespräche zu führen“, sagte Weinzierl, für den es eine „interessante Aufgabe“ gewesen wäre.

Der Kontrakt des 42-Jährigen, der nach seinem Wechsel vom FC Augsburg zum FC Schalke nach einem Jahr vor der Saison beurlaubt worden war, läuft noch bis 2019. Für ein Engagement in Österreich hätten sich alle Beteiligten einigen müssen. Inzwischen hat der ÖFB zum 1. Januar 2018 Franco Foda als Teamchef eingestellt. (dpa)

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