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Fußball
14.10.2019

Bierhoff bringt zweigleisige 3. Bundesliga ins Gespräch

Arbeitet am Aufschwung des deutschen Fußball-Nachwuchses: DFB-Direktor Oliver Bierhoff.
Foto: Christian Charisius, dpa

Oliver Bierhoff sieht in einer zweigleisigen 3. Liga die Möglichkeit, jüngeren Spielern mehr Chancen zu geben. Ein Weg zur Weltspitze?

Auf der Suche nach neuen Wegen in der Nachwuchsförderung hat DFB-Direktor Oliver Bierhoff die Wiedereinführung der zweigleisigen 3. Fußball-Liga ins Spiel gebracht. Der Verband mache sich "Gedanken darüber, welche Strukturen wir für einen besseren Werdegang der Spieler ändern müssen", sagte Bierhoff im kicker-Interview (Montag).

"Ein Beispiel: die 3. Liga. Würde es helfen, sie in Zukunft wieder zweigleisig laufen zu lassen, oder sogar dreigleisig?", fragte Bierhoff. "Das könnte eine Möglichkeit sein, jüngeren Spielern mehr Spielmöglichkeiten zu geben. Aktuell fehlt die Auswahl an jungen deutschen Spielern, wie es zum Beispiel vor zehn Jahren der Fall war."

Bis 2030 soll der Pool an Talenten vergrößert werden

Die 3. Liga in der aktuellen Form war zur Saison 2008/2009 eingeführt worden. Zuvor war in einer zuletzt zweigleisigen (Nord und Süd) Regionalliga unterhalb der 2. Bundesliga gespielt worden. Bierhoff äußerte die Gedankenspiele im Rahmen des DFB-Projekts "Zukunft", mit dem sich der Verband für den Konkurrenzkampf mit den anderen führenden Fußball-Nationen aufstellen will.

"Der deutsche Fußball hat im Jahr 2000 mit dem Aufbau der Leistungszentren und dem Talentförderprogramm unglaublich wichtige Maßnahmen getroffen", sagte Bierhoff. "Aber der Fehler war, dass wir danach nicht mehr justiert haben. Wir müssen in kürzeren Abständen überprüfen, ob das, was wir machen, noch sinnvoll ist und den Ansprüchen entspricht. Gelingt uns das, müssen unsere Clubs 2030 nicht mehr ins Ausland schauen. Dann wird der Pool an Talenten groß genug sein. Und wir sind wieder an der Weltspitze." (dpa)

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