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Fußball-Bundesliga
23.10.2019

Nach Schalke-Urteil: Das sind die Verkehrssünder der Bundesliga

Nun hat es Nabil Bentaleb schwarz auf weiß: Der Schalker muss seinen Führerschein abgeben. In der Bundesliga ist er damit in guter Gesellschaft.
Foto: Ina Fassbender, dpa (Archiv)

Schalkes Nabil Bentaleb muss nach einem Urteil vier Monate ohne Führerschein auskommen. Allgemein nehmen es Fußballer mit den Verkehrsregeln nicht zu genau.

Schlechte Nachrichten für Schalkes Abwehrhünen Nabil Bentaleb: Das Düsseldorfer Verwaltungsgericht entschied am Mittwoch, ein viermonatiges Fahrverbot gegen den Algerier aufrecht zu erhalten. Laut Bild hatte der Spieler zwischen 2016 und 2018 15 Punkte in Flensburg angesammelt und ein verlangtes psychologisches Gutachten nicht vorgelegt.

Nach seinem Führerscheinentzug befindet sich Bentaleb in illustrer Gesellschaft. Fahren ohne Fahrerlaubnis, Raserei, Beleidigungen: Auf der Straße benehmen sich Spieler, Trainer und Vereinsoffizielle immer wieder daneben. Wir stellen ihnen bekannte Verkehrssünder der Bundesliga vor.

Löw, Reus, Effenberg: Diese Fußballer und Trainer mussten ihre Führerscheine abgeben

Foto: Ina Fassbender (dpa)

Nabil Bentaleb - der Punkte-Sammler:

Seit 2016 spielt der algerische Nationalspieler für Schalke 04 - und hat in dieser Zeit die typischen Aufs und Abs der Gelsenkirchener mitgemacht. Egal, ob Vizemeisterschaft oder Abstiegssorgen: Bentaleb zeigte immer wieder, dass er neben großem fußballerischem Genie auch gewaltige Probleme mit der Disziplin hat.

Insofern verwundern die Verkehrseskapaden des Schalkers kaum. Erstaunlich nur, dass Bentaleb es in Flensburg auf sagenhafte 15 Punkte gebracht hat - beim Revierclub gilt der algerische WM-Teilnehmer von 2014 nämlich nicht unbedingt als Punkte-Garant.

Foto: Guido Kirchner (dpa)

Marco Reus - der Autodidakt:

Man möchte Dortmunds Marco Reus durchaus zutrauen, dass er sich das Fußballspielen weitgehend selbst beigebracht hat. Dass er auch das Führen eines Kraftfahrzeugs ohne fremde Hilfe erlernt hat, ist allerdings unwahrscheinlich. Bekannt ist nur: Eine Fahrprüfung legte Reus bis zum seinem 25. Lebensjahr nicht ab.

2014 wurde der Nationalspieler schließlich erwischt - und musste nach mehreren Blitzerfotos und einer Polizeikontrolle 540.000 Euro an die Staatskasse zahlen. Bemerkenswert an dem Urteil: Das Gericht erkannte Reus grundsätzliche Fähigkeit, ein Auto zu bedienen, an und verbannte ihn nicht von der Straße - nach seiner rasch anberaumten Fahrprüfung saß der Stürmer also bald wieder hinterm Steuer.

Foto:  Tom Weller (dpa)

Marius Wolf - der schnelle Stürmer:

Seit Sommer spielt Ex-Dortmunder Marius Wolf für Hertha BSC Berlin. Für den ohnehin erhitzten Hauptstadtverkehr ist zu hoffen, dass Wolf aus seinem letzten Vekehrsprozess gelernt hat: Im vergangenen April musste der Oberfranke 200.000 Euro zahlen und seinen Führerschein für zwei Monate abgeben. Zuvor war er mehrfach zu schnell gefahren und hatte deswegen bereits im Jahr 2018 seine Fahrerlaubnis abgeben müssen. Trotzdem setzte er sich wieder hinters Steuer - und wurde prompt erwischt.

Foto: Federico Gambarini/dpa

Stefan Effenberg - der Tiger ohne Führerschein:

Am Wochenende feierte Stefan Effenberg einen erfolgreichen Einstand als Manager bei seinem neuen Club KFC Uerdingen. Ob er nach dem 1:0-Sieg bei den Münchner Löwen selbst zurück nach Krefeld fuhr, ist nicht überliefert. Man darf daran zweifeln: Effenberg führt eine On-Off-Beziehung mit seiner Fahrlizenz. Zuletzt war er 2016 zu elf Monaten ohne Führerschein und etwa 30.000 Euro Geldstrafe verurteilt worden. Grund für das Urteil: Eine Alkoholfahrt mit 1,4 Promille. Ähnliches war ihm bereits 1998 passiert. Auch bei einer Verkehrskontrolle fiel "der Tiger" negativ auf: 2003 beleidigte er einen Polizisten als "Arschloch" - und sagte später aus, er habe "schönen Tag noch" gemurmelt.

Foto: Peter Steffen (dpa)

Ashkan Dejagah - ohne Auto in der Autostadt:

Als Spieler des VfL Wolfsburg hat Ashkan Dejagah die Autostadt aus ungewohnter Perspektive kennengelernt: aus dem Fenster von Bus und Straßenbahn. Sein Auto musste er kurz nach seinem Wechsel 2007 jedenfalls für zwei Monate stehen lassen. Wegen Unfallflucht und Fahren eines Autos ohne Versicherungsschutz wurde der spätere Deutsche Meister von einem Gericht zudem zu 40.000 Euro Geldstrafe verurteilt. Die Geschichte beweist: Auch eine Autostadt braucht öffentlichen Nahverkehr.

Foto: Federico Gambarini/dpa

Joachim Löw - der Trainer muss laufen:

Der WM-Titel 2014 war Joachim Löws größter Erfolg als Trainer. Nach seiner Rückkehr aus Brasilien war Löw Stammgast im Fernsehen - und in der ersten Klasse der Deutschen Bahn, deren Dienste er nach dem Verlust seines Führerscheins im Mai zuvor häufiger nutzen musste. Löw hatte in Flensburg 18 Punkte angesammelt und war für Geschwindigkeitsverstöße zu sechs Monaten ohne Fahrerlaubnis verdonnert worden.

Foto: Frank Rumpenhorst (dpa)

Raul Bobadilla - dem Raser droht Gefängnis:

Dass der Ex-Augsburger Raul Bobadilla kein Kind von Traurigkeit ist, wissen Fans und Verantwortliche bereits aus den Gladbacher Zeiten des Argentiniers. Als Leihspieler des FCA hätte er den Bogen 2014 allerdings fast überspannt: In einer Schweizer 50er-Zone fuhr das "Enfant terrible" stolze 111 km/h - und sah sich einer Strafandrohung von 18 Monaten Gefängnis gegenüber. Am Ende hatte das Gericht ein Einsehen - und verurteilte Bobadilla zu 16 Monaten auf Bewährung und knapp 40.000 Euro Geldstrafe. Seinen Führerschein musste er ebenfalls abgeben. Und auch die Auflösung des Leasing-Vertrages für seinen Maserati kam Bobadilla teuer zu stehen: 70.000 Franken zahlte der Torjäger dafür.

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