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Fußball-EM 2016
12.06.2016

Um Spaniens Torhüter David de Gea entwickelt sich ein Sex-Skandal

Spaniens Torwart David de Gea ist in einen Sex-Skandal verwickelt.
Foto: Juan Carlos Hidalgo/dpa

Es gibt schwere Vorwürfe gegen Spaniens Torhüter David de Gea. Er soll in einen Sexskandal verwickelt sein. Was dahinter steckt und was der Fußballer dazu sagt.

Es war immer die gleiche Masche: Der spanische Porno-Unternehmer suchte junge Frauen in sozialer Not und bot ihnen Geld dafür, sich vor einer Webcam auszuziehen. Wenn die Mädchen darauf eingingen, erpresste er sie mit der Drohung, die Bilder an ihre Familien zu schicken und zwang sie zu extremen Sexvideos oder bot sie als Prostituierte an.

Auch bekannte spanische Fußballspieler sollen sich dieser Sexsklavinnen, von denen einige minderjährig waren, bedient haben. Der prominenteste Name, der im Ermittlungsbericht der Kripo auftaucht, ist jener des spanischen Nationaltorhüters David de Gea.

Als eines der Opfer die Erniedrigungen und Vergewaltigungen nicht mehr aushielt, floh es aus dem Inferno und lief zur Polizei. Die erschütternde Aussage der jungen Frau brachte die Ermittlungen gegen diese Mafia des Missbrauchs ins Rollen: Im April wurde der 47-jährige Sex-Unternehmer festgenommen. Der Mann, der im Internet unter dem Namen „Torbe“ sein Unwesen trieb, sitzt seitdem in Untersuchungshaft und wartet auf seinen Prozess wegen Frauenhandels, Nötigung, Erpressung und Gewaltdelikten.

Sexnacht in Madrider Luxushotel?

Die Identität der Kronzeugin ist geheim. Sie taucht im Ermittlungsbericht nur mit dem Decknamen „TP3“ auf. TP3 war es, die den Fahndern berichtete, wie sie und eine weitere junge Frau von „Torbe“ in ein Madrider Luxushotel gebracht wurden und dort eine Nacht und gegen ihren Willen „alle sexuellen Wünsche“ von zwei spanischen Fußballprofis befriedigen mussten. Sie wurden von den Spielern „missbraucht und soweit sie sich weigerten, körperlich angegriffen“, schreibt die Kripo. Anschließend seien sie von den Fußballern mit Drohungen zum Schweigen verpflichtet worden.

Dieser mutmaßliche sexuelle Missbrauch im Hotelzimmer soll sich bereits 2012 abgespielt haben. Einen der beiden Fußballer identifizierte die Kronzeugin TP3 als Iker Muniain, der für den Erstliga-Klub Athletic Bilbao spielt. Muniain ist auch Nationalspieler, gehört aber nicht zum EM-Kader in Frankreich. Die Identität des zweiten beteiligten Fußballspielers ist unklar.

Kronzeugin beschuldigt de Gea

Die Frau sagte jedoch aus, dass diese Sexnacht vom Nationaltorhüter David de Gea vermittelt worden sei, der damals mit Muniain in der U-21-Nationalelf spielte. De Gea hütet heute für Manchester United das Tor und steht im aktuellen spanischen EM-Team.

De Gea wie Muniain wiesen alle Vorwürfe als „falsch“ und „Lügen“ zurück. Zum Ermittlungsbericht gehören jedoch auch WhatsApp-Chats der beiden Nationalspieler, aus denen hervorgeht, das sie die Frau wie auch den Porno-Produzenten „Torbe“ kennen und das besagte Sextreffen tatsächlich stattfand.

Aus einem dieser Chats kann zudem geschlossen werden, dass De Gea versuchte, ein weiteres Gruppensex-Treffen zu organisieren, bei dem offenbar er und vier weitere Spieler von Manchester United dabei sein sollten.

Eine zweite Kronzeugin, ein minderjähriges Mädchen mit dem Decknamen „TP2“ und ebenfalls Opfer der Sexmafia, verwickelt De Gea in den Skandal: An einem jener Horrortage, an dem sie wieder einmal von „Torbe“ vergewaltigt worden sei, habe dieser ein Nacktvideo von ihr gedreht mit dem Kommentar, dass er diese Aufnahmen an De Gea und mehrere Spieler von Athletic Bilbao schicken wolle – offenbar um für ein Sextreffen mit diesem Mädchen zu werben.

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