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Der Gier zum Trotz: Der Fußball ist nicht tot zu kriegen

Kommentar Von Tilmann Mehl
11.07.2021

Wirtschaftsinteressen und politische Entscheidungen nagen an der Glaubwürdigkeit des Fußballs. Der Sport ist aber zu spektakulär, um sich von ihm abzuwenden.

Es gibt den Fußball nicht. Genauso wenig, wie es die Politik gibt. Verallgemeinert aber wird immer. Vor allem, wenn die Not groß ist und Verbesserungen notwendig scheinen. Befinden sich Wirtschaftsverbände in Schieflagen, fordern sie oft, die Politik müsse handeln. Die Angst lässt konkrete Adressaten vergessen. Es ist ein Rufen ins Ungefähre – in der Hoffnung, irgendetwas müsse doch getan werden.

Ebenso unkonkret ist die nun wieder akut aufgetretene Sorge, der Fußball habe sich von den Menschen entfernt. Wenn ein Großteil der EM-Sponsoren aus China stammt, Partien vor 60.000 Fans ausgetragen werden, während ein Virus grassiert. Der Fußball sei nur noch dem Profit gegenüber verantwortlich, heißt es dann. Das ist allein schon deswegen falsch, weil es den Fußball an sich eben nicht gibt. Der Breitensport hat auf vielen Ebenen überhaupt nichts mit den Profis zu tun. Wer Fußball frei von Vermarktung, Inszenierung und zwielichtigen Gestalten sehen will, kann das beim Bezirksligisten seines Vertrauens machen.

Die Bundesliga darf nun auch vor 25.000 Fans spielen

Um aber die Besten der Besten anzuschauen, bedarf es moralischer Flexibilität. Wenn am Sonntag die Nationalmannschaften Englands und Italiens den Europameister ausspielen, tun sie das in einem von der Uefa organisierten Turnier. Der europäische Verband setzte die Gastgeber-Städte unter Druck, Zuschauer zu den Partien der EM zuzulassen – eine in Zeiten der Pandemie fragwürdige und vielfach kritisierte Forderung. Auch deutsche Politiker geißelten das Vorgehen der Uefa als unverantwortlich – um nun aber selbst den Bundesligisten die Chance zu eröffnen, zum Start der neuen Saison vor bis zu 25.000 Fans zu spielen. Wenn zwei das Gleiche tun, ist es nicht immer dasselbe.

Die Voraussetzungen sind ähnlich. Sowohl die Bundesligisten als auch die Uefa beugen sich wirtschaftlichen Zwängen. Nichts ist wirkmächtiger als stimmungsvolle Bilder. Nur mit ihnen lassen sich millionenschwere Sponsorendeals vereinbaren. Ohne die Gelder: Abwanderung der Hauptdarsteller. Im Profifußball wie im sportfernen Wirtschaftsbereich. Facharbeiter zieht es dorthin, wo die finanziellen Quellen sprudeln.

Gaspipeline aus Russland? Okay! WM in Katar? Böse!

Der Berufsfußball steht allerdings seit jeher vor dem Problem, den Widerspruch zwischen ehrlichem Sport und fragwürdigen Geschäftsmodellen aufzulösen. Im Gegensatz dazu: Eine Gaspipeline von Russland oder die Lieferung von Rüstungsgütern an autoritäre Regierungen kann mit geopolitischen Gründen begründet werden.

Aber eine Weltmeisterschaft in Katar? Eine Europameisterschaft über den kompletten Kontinent verteilt? Schwierig für Verbände, die sich den Anschein geben wollen, Katalysator für Gleichberechtigung und Kämpfer gegen Diskriminierung zu sein.

Leon Goretzka setzt sich immer wirder öffentlich für Gleichberechtigung ein.
Foto: Lukas Barth, dpa

Im Blickpunkt stehen berechtigt jene, die am meisten davon profitieren: die Spieler. Sie kassieren einen Großteil der Einnahmen. Daher kann auch von ihnen erwartet werden, sich mit dem Ursprung ihres Reichtums auseinanderzusetzen. Das aktive Eintreten für Menschenrechte ist richtig. Nur wenn sich die Profiteure kritisch mit dem Quell des Geldes beschäftigen, können sie sich einen Teil ihrer Glaubwürdigkeit bewahren.

Damit tun sich Profis wie Verbände und Funktionäre seit jeher schwer. Der Weltverband gab die WM 1978 beispielsweise an das von einer Militärjunta regierte Argentinien. Schon damals wurde der Leistungssport zu politischen Zwecken missbraucht. Profifußball hat nichts mit Breitensport zu tun. Das war so und das wird so bleiben. Genauso wird die Faszination bleiben. Sie ist stärker als moralische Bedenken.

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