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Fußball
14.06.2016

Ex-Fifa-Boss Blatter behauptet: Bei Auslosungen wurde geschummelt

Joseph Blatter gibt keine Ruhe und hat stattdessen mal wieder eines seiner legendären Interviews gegeben.
Foto: Steffen Schmidt, dpa

Der einstige Fifa-Boss Joseph Blatter hat mal wieder gesagt, nie korrupt gewesen zu sein. Neu ist, dass er behauptet, Auslosungen seien manipuliert worden.

Der gesperrte frühere Fifa-Chef Joseph Blatter hat mal wieder eines seines legendären Interviews gegeben. Diesmal der argentinischen Zeitung "La Nación". Darin deutete Blatter Unregelmäßigkeiten bei Auslosungen an. Gemeint war offensichtlich die Europäische Fußball-Union Uefa. Selbstverständlich könnten Kugeln erwärmt oder gekühlt werden, dies sei technisch möglich. Dies sei niemals bei der Fifa passiert, "aber ich war Zeuge bei Auslosungen auf europäischer Ebene, wo das passiert ist", sagte Blatter.

Der Schweizer ist wegen Korruptionsvorwürfen von der Fifa-Ethikkommission für sechs Jahre für alle Aktivitäten im Fußball gesperrt. Eine interne Untersuchung der Fifa wirft ihm sowie Ex-Generalsekretär Jérôme Valcke und dem ehemaligen Finanzdirektor Markus Kattner vor, sich in den vergangenen fünf Jahren um mehr als 79 Millionen Schweizer Franken bereichert zu haben. Der 80-jährige Blatter sagte dazu über sich selbst in der dritten Person: "Blatter ist nicht korrupt." Er habe gegen kein einziges Schweizer Gesetz verstoßen. Allerdings ermittelt die Bundesanwaltschaft wegen des Verdachts der Untreue gegen ihn.

Blatter glaubt, noch immer Fifa-Präsident zu sein

Fast schon putzig ist Blatters Ansicht, dass er vom juristischen Standpunkt aus noch Präsident des Fußball-Weltverbandes sei. Begründung: "Weil die Statuten sagen, dass man für die Wahl eines neuen Präsidenten dem bisherigen das Mandat entziehen muss." Dies habe der Fifa-Kongress aber nicht getan. "Das ist mehr als symbolisch", betonte Blatter, "ich habe das nur bisher nicht gesagt, weil ich kein großes Theater machen wollte." Allerdings beabsichtige er deswegen keine juristischen Schritte. Zu seinem Nachfolger war Ende Februar Gianni Infantino gewählt worden. AZ/dpa

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