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Fußball
23.03.2019

Goretzka fordert Courage

Leon Goretzka

Nach Rassismus-Vorfall wünscht sich der Nationalspieler „aktives Vorgehen“

Nach den mutmaßlichen rassistischen Äußerungen gegen die Fußball-Nationalspieler Leroy Sané und Ilkay Gündogan könnten den angeschuldigten Stadionbesuchern sogar Haftstrafen drohen. Die drei Männer meldeten sich nach dem Länderspiel der deutschen Nationalmannschaft gegen Serbien (1:1) bei der Polizei in Wolfsburg. Sie hätten sich in einer ersten Vernehmung zu den Vorwürfen geäußert, teilte ein Polizeisprecher am Freitag mit.

Zum Inhalt wollte er mit Blick auf das laufende Verfahren keine Stellung beziehen. Die Polizei werde weitere Ermittlungen anstrengen und den Vorgang voraussichtlich Anfang kommender Woche an die Staatsanwaltschaft Braunschweig abgeben, kündigte er an.

Nationalspieler Leon Goretzka forderte zwei Tage nach dem Vorfall im Wolfsburger Stadion seine deutschen Mitbürger zu mehr Courage auf. „Dagegen sollte man aktiv vorgehen“, sagte der Bayern-Profi. „Ich kann nur alle aufrufen, mit viel Mut dagegen vorzugehen und solche Leute in die Schranken zu weisen“, sagte der 24-Jährige. „Fremdenfeindlichkeit hat keinen Platz im Stadion und in der Gesellschaft. Ich komme aus dem Ruhrpott, wo man auf die Frage der Nationalität mit Schalke, Dortmund oder Bochum antwortet. Für uns ist Integration kein Thema, sondern Selbstverständlichkeit“, erklärte Goretzka.

Der Journalist André Voigt hatte in den sozialen Netzwerken ein Video veröffentlicht, in dem er von verbalen Ausfällen einiger Zuschauer während der Partie berichtet hatte. Er sprach von „rassistischen Beleidigungen gegen Sané und Gündogan“, die er als Zuschauer direkt miterlebt hatte. „Ich habe mir das Video auch angeschaut“, berichtete Goretzka. Es habe ihn „bewegt“ und „entsetzt“. Die Nationalmannschaft stehe für Vielfalt.

Teamkollege Marco Reus verurteilte bei der DFB-Pressekonferenz am Freitag ebenfalls die verbalen Übergriffe: „Das ist eine Sache, die absolut nicht geht.“ (dpa)

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23.03.2019

Es ist schon sehr peinlich, wie so manche scheinheilige "Gutmenschen" sich auf Kosten einiger wenigen unterbelichteten und rechtsextremen Deppen profilieren möchten.
Mit Deppen muss man leben, wenn man sie beachtet, macht man sie stark.

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