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Fußball
25.07.2017

Hoeneß erklärt Bayerns Zukunft

Der Präsident der Münchner kündigt an, bald einen Sportdirektor vorzustellen. Die Asienreise der Mannschaft sieht er kritisch

Uli Hoeneß war in Plauderlaune. Und der Präsident redete am Montag im Mannschaftshotel des FC Bayern München im Fußball-Niemandsland Singapur 30 Minuten Klartext. Die wichtigste Neuigkeit gab es dabei kurz vor Schluss: Der deutsche Rekordmeister wird „in den nächsten sechs Wochen“ einen Sportdirektor präsentieren und damit nach einem Jahr die Nachfolge von Matthias Sammer regeln, der allerdings die Position des Sportvorstandes innehatte.

Scherzhaft bemerkte Hoeneß angesichts der vielen gemeinsamen Termine mit Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge während der Asientour des FC Bayern: „Karl-Heinz und ich sind viel Auto gefahren. Da haben wir das ein oder andere Gespräch geführt.“ Und bereits eine Lösung gefunden? Angesprochen auf konkrete Namen wie den langjährigen Bayern-Torwart Oliver Kahn antwortete Hoeneß: „Wir wollen jetzt nicht hier auf den Basar gehen. Wir werden das rechtzeitig mitteilen.“ Ein Ex-Spieler mit Bayern-Vergangenheit könnte es aber gut und gerne werden. Hoeneß und Rummenigge schätzen das, darum war auch Philipp Lahm, der seine Profi-Karriere im Mai beendet hatte, lange ein Wunschkandidat. Aktuell aber nicht, sagte Hoeneß.

Die Strapazen der Asienreise, die beim 0:4 im Testspiel gegen den AC Mailand offenbar geworden waren, werden ein Nachspiel haben. Hoeneß kündigte Konsequenzen für künftige Werbetouren im Sommer an. „Das ist sicherlich grenzwertig, was wir gemacht haben bis jetzt“, erklärte er. „Wir werden sicherlich weiter diese Reisen machen. Aber ob man unbedingt vier Spiele in zwölf Tagen machen sollte, mit einer Reise in ein anderes Land noch, das wird sicherlich auf den Prüfstand kommen.“

Der Testspiel-Flop gegen Milan soll am Dienstag (13.35 Uhr/Sport1) im Nationalstadion von Singapur gegen den englischen Meister FC Chelsea mit 80-Millionen-Einkauf Alvaro Morata möglichst korrigiert werden. „Man verliert ungern 0:4. Darum besteht ein kleiner Druck, dass man besser ausschaut“, meinte Hoeneß. Carlo Ancelotti hofft ebenfalls auf eine bessere Vorstellung seiner Mannschaft. Aber: „Wenn ich jetzt Druck hätte, wäre ich zu Saisonbeginn tot“, scherzte der 58-jährige Italiener. Auch Hoeneß ist „in keiner Weise hektisch“ beim Blick auf die am 18. August beginnende Bundesligasaison.

In der erwartet er aber nicht wieder RB Leipzig, sondern Borussia Dortmund als Herausforderer Nummer 1. Ein Wunschziel neben der Meisterschaft bleibt der dritte Champions-League-Triumph nach 2001 und 2013. „Der kommt immer näher“, glaubt Hoeneß, „denn irgendwann wird sich durchsetzen, dass nicht das Geld alles entscheidet, sondern die kluge Strategie.“ Und die sieht er – natürlich – beim FC Bayern. (dpa)

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