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Fußball
05.01.2020

Superstar wider Willen: Sebastian Deisler wird 40

Hat sich aus dem Fußball-Business zurückgezogen: Sebastian Deisler, ehemaliges Ausnahmetalent.
Foto: Stephan Jansen, dpa

Sebastian Deisler war eines der größten Fußball-Talente und einer der ersten, der seine Depressionen öffentlich machte. Mit 27 war seine Karriere vorbei.

Wer es in das Porträt-Format unserer Redaktion schafft, hat entweder im Leben Großes erreicht oder feiert einen fortgeschrittenen Geburtstag. Der ehemalige Fußballprofi Sebastian Deisler aber wird am Sonntag gerade einmal 40 Jahre alt.

Am 16. Januar 2007 war es im überfüllten Presseraum des FC Bayern warm und stickig. Deisler trug einen kragenlosen Strickpullover, darüber ein Sakko. Sein Blick ging ins Leere. Neben ihm stand Uli Hoeneß. Es war der Tag, an dem eine der hoffnungsvollsten deutschen Fußballkarrieren zu Ende ging. Deisler war gerade 27 Jahre alt geworden und damit im besten Fußballalter. Gleichzeitig war er am Ende. „Ich mache es kurz“, verkündet Hoeneß, damals Bayern-Manager, den Journalisten, „Sebastian beendet seine Karriere“. Vorausgegangen waren lange Gespräche zwischen dem an Depressionen leidenden Deisler und Hoeneß, an deren Ende der Spieler dem Manager offenbarte: „Herr Hoeneß, Herr Hoeneß, ich kann nicht mehr“.

Sebastian Deisler fand im Fußball-Zirkus keinen Platz

Am 16. Januar hing Deisler noch einige belanglose Sätze dran. Dann ging er. Ein Unvollendeter. Er hatte schlimme Zeiten hinter sich und keine einfachen vor sich. Dem Berliner Journalisten Michael Rosentritt, der ein Buch über ihn schrieb, erzählte er von seinen Mühen und seinem Leiden. Es ist die Geschichte eines Menschen, der in einer Welt lebte, in die er nicht gepasst hat. Der im überdrehten Profifußball keinen Halt fand. Stattdessen wird er aufgefressen von der Öffentlichkeit, den Ansprüchen von Verein und Sponsoren. Andere blühen in solchen Spannungsfeldern auf, Sebastian Deisler ist darin verglüht.

Mit 15 landet der gebürtige Lörracher im Nachwuchsinternat von Borussia Mönchengladbach. Er hatte überragendes Talent, aber auch Minderwertigkeitskomplexe. Er ist klein und schmächtig, steckt voll innerer Konflikte. Später in Berlin ist es dasselbe. Stundenlang telefoniert er mit seiner Mutter. „Schon damals dachte ich ans Aufhören, hatte aber weder die Kraft noch den Mut dazu“, sagt Deisler.

Deislers Karriere wird von zahlreichen Verletzungen überschattet

Die Hertha treibt ein übles Spiel, in dem Deisler der Verlierer ist. Die Fans wollen ihn nicht mehr sehen. Das alles trifft ihn schwer. Der FC Bayern überweist 20 Millionen Mark Handgeld. Die Erwartungen sind astronomisch. Sie erdrücken den 22-Jährigen. Zu seiner psychischen Schwäche kommt die körperliche.

Immer wieder Knieoperationen. Die Depression schleicht sich heran. Im Herbst 2003 kann er sie nicht mehr verbergen. Er macht sie öffentlich. Nun sollen alle wissen, wie es ihm geht. Die Menschen sind fassungslos, auch weil sie ahnungslos sind. Jung, sportlich und reich: Wie kann einer mit Millionen auf dem Konto depressiv werden? Die Depression aber schert sich nicht ums Bankkonto. Deisler hat als einer der ersten bekannten Sportler mit seinem Schritt in die Öffentlichkeit den Schleier um die Krankheit gelüftet. Inzwischen ist es still um ihn geworden. Er hat einen Sohn mit seiner ehemaligen brasilianischen Partnerin und lebt heute zurückgezogen in Freiburg.

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