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Fußball
15.01.2021

Zurück in die Zukunft: Schalke setzt auf Rückkehrer wie Huntelaar

Steht vor einem Wechsel zum FC Schalke: Klaas-Jan Huntelaar, derzeit bei Ajax Amsterdam unter Vertrag.
Foto: Sven Hoppe, dpa

Ein Spieler aus besseren Zeiten soll beim FC Schalke für neuen Mut sorgen. Das Werben um den 37-jährigen Jahre alten Klaas-Jan Huntelaar steht vor dem Abschluss.

Der FC Schalke 04 setzt im Kampf um den Klassenverbleib auf Rückkehrer mit königsblauen Genen. Nach der Verpflichtung von Sead Kolasinac steht nun auch Klaas-Jan Huntelaar von einem Comeback an alter Wirkungsstätte. Christian Gross bestätigte am Freitag Kontakte zum 37 Jahre alten Angreifer von Ajax Amsterdam.

Das hohe Alter Huntelaars ist für den neuen Coach des Bundesligavorletzten kein Hinderungsgrund: "Er würde uns wahnsinnig gut tun. Wenn ein Spieler mit der Erfahrung, mit dieser Aura, dieser Persönlichkeit und mit diesen Qualitäten sich noch mal bei uns reinhängen würde, wäre das fantastisch."

Huntelaar: "Als ob man sich zwischen zwei Kindern entscheiden muss"

Damit wird eine Rückkehr von Huntelaar, der bis 2017 in sieben Jahren 126 Tore für den FC Schalke 04 erzielt hatte, immer wahrscheinlicher. Auch der Torjäger bestätigte das Interesse der Gelsenkirchener. "Schalke hat sich gemeldet, und ich muss das jetzt überlegen. Es ist schon etwas, um drüber nachzudenken", sagte er dem niederländischen TV-Sender NOS. Allerdings falle es ihm schwer, eine Wahl zwischen seinen beiden Herzensvereinen zu treffen: "Bei Ajax habe ich sechseinhalb Jahre gespielt, bei Schalke sieben Jahre. Es sind zwei schöne Clubs. Als ob man sich zwischen zwei Kindern entscheiden muss."

Dass Huntelaar überhaupt in Erwägung zieht, vom einem niederländischen Titelaspiranten zu einem deutschen Abstiegskandidaten zu wechseln, hinterließ bei Gross mächtig Eindruck. "Wenn man mal auf Schalke gespielt hat, ist man von diesem Virus infiziert. Er würde sich gern dieser Herausforderung stellen, das verdient den größten Respekt", kommentierte der 66 Jahre alte Fußball-Lehrer. Bereits mit der Ausleihe von Kolasinac (FC Arsenal) und der Beförderung von Torhüter Ralf Fährmann zur neuen Nummer 1 hatte der Nachfolger von Interims-Coach Huub Stevens seine Vorliebe für Profis mit hoher Vereinsidentifikation dokumentiert.  

Huntelaar bewies seine Torgefährlichkeit erst kürzlich

Dass Huntelaar immer noch weiß, wo das Tor steht, bewies er vor wenigen Tagen beim 3:1 in der Partie gegen Twente Enschede. Kurz nach seiner Einwechslung in der 89. Minute rettete der Torjäger dem Ajax-Team mit zwei Treffern den Sieg. "Das Spiel hat gezeigt, das er noch über Abschlussqualitäten verfügt", lobte Gross. Bei Fragen, ob es dem in die Jahre gekommenen Angreifer möglicherweise an Luft für 90 Minuten fehlen könnte, verwies der Coach auf andere Qualitäten: "Wie fit er noch ist, lass ich jetzt erst noch offen. Es ist vielmehr seine Persönlichkeit, die uns enorm gut tun würde." 

Damit scheinen die Schalker auf ihrer Suche nach einer Verstärkung für die Offensive fündig geworden zu sein, nachdem sich der Deal mit dem 36 Jahre alten Stürmer Vedad Ibisevic als Fehlgriff erwiesen hatte und Goncalo Paciencia noch länger ausfällt. Zuletzt hatte jedoch der 19 Jahre alte Matthew Hoppe mit drei Toren beim 4:0 gegen Hoffenheim überzeugt, bei dem eine Serie von zuvor 30 sieglosen Bundesligaspielen zu Ende ging.  

"Ich war froh, dass er am Dienstag beim Training war und nicht schon in Amerika ist - auf Anfragen von Hollywood", kommentierte Gross den anschließenden Hype um den Matchwinner. Nach Einschätzung des Schweizer Fußball-Lehrers würde auch Hoppe von einer Huntelaar-Rückkehr profitieren: "Matthew könnte sich sicher vieles von ihm abschauen." (dpa)

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