Newsticker
Kiew: Schwere Kämpfe um Stadt Lyssytschansk dauern an
  1. Startseite
  2. Sport
  3. Fußballin der Region: Nackte werfen Bengalos und verschwinden

Fußballin der Region
04.04.2011

Nackte werfen Bengalos und verschwinden

Unbekannte sorgen für Verrücktes in der B-Klasse. TSV Nördlingen trennt sich von Wende-Brüdern. FC Schrobenhausen bindet Trainer Petrovic bis 2018

Augsburg Für die Anhänger des Bayernligisten TSV Aindling war es in dieser Saison schon oft zum Haareraufen. Geradezu fahrlässig gingen ihre Kicker mit ihren Chancen um, der letztjährige Bayernliga-Torschützenkönig Christian Doll hatte bis Samstag gar eine fünfmonatige Ladehemmung. Deshalb musste beim Letzten Freier TuS Regensburg ein 37-Jähriger ran – und erzielte den 3:2-Siegtreffer. Vladimir Manislavic, eigentlich Co-Trainer, wurde zum zweiten Mal in dieser Saison ins Getümmel geworfen und traf fast neun Jahre nach seinem letzten Bayernliga-Tor. Damals übrigens noch für den FC Augsburg.

Mit zwei Siegen in Serie haben die Aindlinger die Abstiegszone verlassen, Ligarivale TSV Rain/Lech kommt dem Klassenerhalt durch das 1:0 gegen den TSV Buchbach einen weiteren großen Schritt näher. Der Freistoßtreffer von Urgestein Bernd Taglieber bedeutete den zehnten Rainer Heimsieg im 13. Spiel.

Letzte Saison zitterten die Bezirksoberliga-Gegner noch vor Michael und Raphael Wende. Beide zeigten sich beim TSV Nördlingen ausgesprochen torgefährlich, in dieser Runde sank deren Quote rapide. Doch nicht deshalb, sondern aus disziplinarischen Gründen strich Trainer Rigo Hof die Brüder vor dem 0:2 bei der SpVgg Kaufbeuren aus dem Kader. Auch in der Kreisliga-Elf der Rieser werden die Wendes nicht mehr auflaufen. Dabei musste diese wegen akuten Personalmangels ihren Auftritt beim TSV Wemding am Wochenende absagen.

In der Bezirksliga Süd wollte der ASV Fellheim noch einmal ins Titelrennen eingreifen. Rückkehrer Gerhard Lechner (zuletzt Viktoria Buxheim) sollte es nach dem Rücktritt des bisherigen Trainers Helmut Gromer bewerkstelligen, gegen den TSV Ottobeuren blieb beim 1:2 die erhoffte Trendwende jedoch aus. Einen kleinen Lichtblick gibt es dagegen in der Nord-Gruppe für den VfR Jettingen. Nach sechs Niederlagen in Serie hatte sich der Verein von Dragan Ninkovic getrennt. Eine freundschaftliche Trennung, wie Abteilungsleiter Ferdinand Glogger betonte, denn Ninkovic hatte den VfR aus der Kreisklasse in die Bezirksliga zurückgeführt. Glogger übernahm das Coaching gleich selbst und war mit dem 1:1 beim TSV Krumbach nicht unzufrieden.

Auf Kontinuität bei der Trainerwahl setzt der FC Schrobenhausen. Auch wenn dem ehemaligen Bezirksoberligisten der vierte Abstieg in Serie droht, hat der Vorletzte der Kreisklasse Aichach den Vertrag mit Zoran Petrovic bis 2018 verlängert. Der ehemalige Bundesliga-Schiedsrichter und jetzige Vereinspräsident Winfried Buchhart wollte damit ein Zeichen setzen: „Wir verfolgen die gleiche Philosophie, die von der sportlichen Entwicklung nicht beeinflusst wird.“ Ohne – zumindest kurzfristige – Zukunft ist der FC Kempten II. Vor zwei Jahren ebenfalls noch im schwäbischen Oberhaus, wurde die Mannschaft nun aus der Kreisliga Süd abgemeldet.

Bengalische Feuer sind im Profibereich eine Unsitte, regelrecht verrückt mutet die Aktion in der B-Klasse West 2 an. Beim Heimspiel des SV Neuburg/Kammel gegen den TSV Langenhaslach tauchten mehrere unbekannte Nackte über den Lärmschutzwall des Sportplatzes wie aus dem Nichts auf, warfen Bengalos aufs Spielfeld und verschwanden sofort wieder spurlos. „Der Schiedsrichter hat sehr besonnen reagiert und zu Recht weiterspielen lassen“, berichtet SVK-Abteilungsleiter Martin Gediehn, dessen Team mit 0:3 verlor. (wab)

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.