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FC Schalke 04

22.01.2019

Gedämpfter Genuss

Christian Heidel

Trotz des Erfolgs gegen Wolfsburg ärgert sich Christian Heidel

Wirklich genießen konnte Christian Heidel den wichtigen Sieg nicht. Nur wenige Minuten nach dem 2:1 über den VfL Wolfsburg ließ der Manager des FC Schalke mächtig Dampf ab. Mit grimmiger Miene kommentierte er einen Medienbericht, demzufolge die Risse zwischen ihm und Aufsichtsratschef Clemens Tönnies immer größer werden und der ehemalige Leverkusener Jonas Boldt als Nachfolger gehandelt wird. „Es wird zwischen Clemens Tönnies und mir niemals ein Problem auftauchen. Niemals. Und nun teilweise zu unterstellen, er wäre sauer auf mich, das ist wirklich komplett an den Haaren herbeigezogen“, klagte Heidel.

Auch nach zwei Siegen in Serie und dem Sprung auf Tabellenplatz zwölf kommt der abgerutschte Vizemeister nicht zur Ruhe. Anders als Heidel verspürte Tönnies wenig Lust, auf die Schlagzeilen über seine angebliche fehlende Bereitschaft zur Verlängerung des bis 2020 datierten Heidel-Vertrages einzugehen. „Ich freue mich, dass wir gewonnen haben“, sagte der Unternehmer kurz und knapp, ohne auf weitere Fragen einzugehen. Ob das Verhältnis der beiden Führungskräfte so harmonisch ist wie von Heidel dargestellt, wird von vielen Beobachtern bezweifelt. Schließlich hatte es schon im Dezember Schlagzeilen über angebliche Tönnies-Pläne gegeben, dem Manager einen Einkaufs-Experten an die Seite zu stellen. Laut Heidel ist die Sache abgehakt: „Wir haben darüber gesprochen und haben uns später in den Armen gelegen und nicht gestritten.“

Nicht nur der Auftritt von Heidel sorgte beim Revierklub nach dem wichtigen Sieg über Wolfsburg für Aufregung. Ebenso leidenschaftlich wurde über die Entscheidung von Trainer Domenico Tedesco diskutiert, den 30 Jahre alten Stammkeeper Ralf Fährmann durch den acht Jahre jüngeren Alexander Nübel zu ersetzen. Diese Personalrochade fiel dem Coach nicht leicht. Schließlich ist Fährmann Kapitän und einer der Meinungsführer im Team. „In den letzten Spielen waren Unsicherheiten dabei“, begründete Tedesco die Maßnahme.

Zur Erleichterung Tedescos blieb der Wechsel ohne negative Folgen. Daniel Caligiuri, der mit seinen beiden Treffern (8./Foulelfmeter/78. Minute) gegen sein Ex-Team zum Matchwinner avancierte, äußerte Verständnis: „Alexander ist genauso ein klasse Torwart wie Ralf Fährmann auch. Und er hat die Sache auch gut gemacht.“ (dpa)

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