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07.12.2018

Gefahr "Schulterklopfen" - Keller warnt vor Debüt mit FC Ingolstadt

Jens Keller ist der neue Cheftrainer des FC Ingolstadt.
Bild: Lino Mirgeler, dpa

Jens Keller freut sich auf sein erstes Spiel als Trainer des FC Ingolstadt. Der Vorstandschef glaubt, dass der neue Coach das Schlusslicht wieder auf Kurs bringt.

Vor seinem Debüt fand Jens Keller beim FC Ingolstadt eine etwas paradoxe Situation vor. Trotz des letzten Tabellenrangs sind offenbar noch nicht alle Profis des Fußball- Zweitligisten im Abstiegskampf angekommen. "Eine gefährliche Situation. Die Mannschaft ist sich ihrer Stärke irgendwo bewusst. Aber wir stehen da, wo wir stehen, und wenn nicht jedem im Kopf klar ist, dass wir im Abstiegskampf sind, werden wir das nicht schaffen", sagte der neue Trainer vor dem Spiel am Samstag (13 Uhr) beim SV Darmstadt. "Mit Schulterklopfen wird es nicht funktionieren. Wir müssen die Situation annehmen."

Keller war schon vor der Nouri-Verpflichtung ein Thema beim FCI

Keller, der schon nach der Trennung von Stefan Leitl im September ein Kandidat war, folgt jetzt mit etwas Verspätung auf Alexander Nouri. "Jens Keller hat uns damals absagen müssen, weil es manchmal eben Wichtigeres gibt als den Fußball", sagte Vorstandschef Peter Jackwerth. "Da es mit Alex nicht geklappt hat, sind wir wieder mit ihm zusammengekommen. Darüber sind wir sehr glücklich. Er ist jetzt hier, und wir haben das Gefühl, dass es in die Richtung geht, in die es gehen muss, damit wir die Punkte holen."

Nach vier Trainingseinheiten berichtete der 48-jährige Keller Positives vom neuen Team. "Ich konnte erkennen, dass die Mannschaft unheimlich willig ist und Vollgas gibt in jeder Trainingseinheit", sagte der frühere Coach des VfB Stuttgart, des FC Schalke 04 und von Union Berlin. "Die Mannschaft ist wirklich sehr leistungsbereit."

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Punktemäßig ausgezahlt hat sich das noch nicht. Bei nur acht Zählern aus 15 Spielen ist ein Nichtabstiegsrang fünf Zähler entfernt. Zuletzt wurmte den Beobachter Keller das 1:2 der Oberbayern gegen Aufstiegsfavorit Hamburger SV.

Die Zufriedenheit nach der knappen 1:2-Niederlage gegen den HSV hat Keller nicht gefallen

"Ich hasse Niederlagen, das habe ich der Mannschaft klar gemacht", sagte der Coach. Nach der Partie habe er hier und da eine "gewisse Zufriedenheit" bemerkt, weil man ja gegen den Tabellenführer als Schlusslicht nur 1:2 verloren habe. "Von einem guten 1:2 kann man sich nichts kaufen - null Punkte sind null Punkte."

Der Einsatz von Verteidiger Paulo Otavio ist im Auswärtsspiel wegen Magen-Darm-Problemen fraglich. Thomas Pledl fällt beim ehemaligen Bundesligisten wegen einer Innenbandzerrung im Knie aus. Ein Comeback von Tobias Schröck gibt es gegen Darmstadt nach einer Oberschenkelverletzung noch nicht.

Keller erwartet eine taktisch disziplinierte, kompakte und aggressive Darmstädter Mannschaft. "Aber wir müssen auf uns schauen", sagte der Neu-Coach. "Wir haben die Mannschaft gut vorbereitet und freuen uns auf das Spiel." Die Bilanz macht Hoffnung: Ingolstadt hat nur eines von zehn Pflichtspielen gegen die Lilien verloren.

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