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Berlins Sportsenator

06.04.2021

Geisel: Olympia in Berlin und Tel Aviv "starkes Zeichen"

Zwei deutsche Sportfunktionäre schlagen eine gemeinsame Ausrichtung der Olympischen Spiele 2036 von Berlin und Tel Aviv vor.
Foto: Sven Hoppe/dpa

Berlins Sport- und Innensenator Andreas Geisel steht der Idee einer gemeinsamen Bewerbung von Berlin und Tel Aviv um die Olympischen Spiele 2036 aufgeschlossen gegenüber.

Dies wäre "natürlich ein starkes Zeichen für Frieden und Völkerverständigung - im vollen Bewusstsein unserer schmerzlichen Geschichte und dem scheußlichen Missbrauch der olympischen Idee durch die Nationalsozialisten", sagte der SPD-Politiker der "Berliner Morgenpost".

Tel Aviv und Berlin stünden "für Weltoffenheit, Freiheit und Toleranz. Das sind die Botschaften, die von einer gemeinsamen Bewerbung für Olympische Spiele ausgehen", erklärte Geisel. Berlin werde das nicht alleine machen, betonte er. "Wir wollen ein gewandeltes, weltoffenes und demokratisches Deutschland zeigen." Das kann seiner Meinung nach nur Erfolg haben, wenn der Bund hinter Berlin stehe.

Richard Meng, Präsident der Deutschen Olympischen Gesellschaft Berlin, und Frank Kowalski, Geschäftsführer und Organisationschef der Leichtathletik-EM Berlin 2018, hatten in einem Gastbeitrag für die "Berliner Morgenpost" vorgeschlagen, Berlin und Tel Aviv sollten sich gemeinsam um die Ausrichtung der Spiele 2036 bewerben.

Israels Olympisches Komitee begrüßte die Idee, die Olympischen Spiele 2036 in Berlin zu veranstalten. Es reagierte allerdings nicht konkret auf den Vorschlag, Berlin und Tel Aviv sollten sich gemeinsam um die Ausrichtung der Spiele bewerben. "Die Olympischen Spiele in Berlin abzuhalten, 100 Jahre nach Hitlers Olympischen Spielen 1936, wird uns alle an die dunklen Zeiten erinnern, die wir erfahren haben, und der Welt eine starke Botschaft senden von den Werten, die wir aufrechterhalten müssen", hatte das NOK am Sonntag mitgeteilt.

© dpa-infocom, dpa:210403-99-71458/3 (dpa)

Beitrag in der "Berliner Morgenpost" mit Geisel-Aussagen

Gastbeitrag von Meng und Kowalski in der "Berliner Morgenpost", 3. April 2021

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