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19.06.2009

Haas im Wimbledon- Glück - Absage von Nadal

Haas im Wimbledon- Glück - Absage von Nadal
Bild: DPA

London (dpa) - Rafael Nadals Verletzung ermöglicht Roger Federer die Rückkehr auf den Tennis-Thron, Thomas Haas kann sich über ein leichtes Los freuen: Bereits drei Tage vor dem ersten Aufschlag sorgte das Turnier von Wimbledon für jede Menge Gesprächsstoff.

Titelverteidiger Nadal sagte bei einer Pressekonferenz in London, er fühle sich wegen seiner Knieprobleme nicht zu 100 Prozent fit. "Nicht in Wimbledon zu spielen ist eine der härtesten Entscheidungen meiner Karriere", erklärte der Weltranglisten-Erste aus Spanien. Nadal laboriert bereits seit mehreren Wochen an einer schmerzhaften Knieverletzung "Es ist nichts chronisches. Ich will mich jetzt erst einmal erholen und dann so schnell wie möglich zurückkommen", sagte er.

Der 23-Jährige war bei den French-Open, die er zuvor viermal nacheinander gewonnen hatte, bereits im Achtelfinale an dem späteren Finalisten Robin Söderling aus Schweden gescheitert. Bei zwei verlorenen Testspielen wirkte er auf Rasen gehandicapt. Beim prestigeträchtigsten Tennisturnier hatte Nadal im Vorjahr das denkwürdige Finale gegen den Schweizer Roger Federer in fünf Sätzen gewonnen. Der klar favorisierte Schweizer kann nun mit seinem sechsten Wimbledon-Sieg wieder die Nummer eins werden.

Halle-Sieger Haas erwischte für das Turnier in Wimbledon (22. Juni bis 05. Juli) ein prima Los. Wie Vorjahres-Halbfinalist Rainer Schüttler, der auf dem Heiligen Rasen gegen den Belgier Xavier Malisse startet, hat der gebürtige Hamburger bei der Auslosung in London in Alexander Peya aus Österreich eine lösbare Erstrundenaufgabe bekommen. Pech hatten dagegen Philipp Kohlschreiber und Julia Görges. Insgesamt sind zehn Herren und fünf Damen des Deutschen Tennis Bundes (DTB) bei der mit 14,7 Millionen Euro dotierten Grand-Slam-Veranstaltung dabei.

Haas im Wimbledon- Glück - Absage von Nadal

Der Augsburger Kohlschreiber beginnt gegen den Franzosen Florent Serra, kann es dann aber schon in der dritten Runde mit Federer zu tun bekommen. "Das wäre eine schöne Herausforderung - wenn es dazu kommt", sagte Davis-Cup-Kapitän Patrik Kühnen. "Wenn die Spieler ihre gute Form behalten, traue ich ihnen einiges zu." So wie Benjamin Becker, der sich drei Tage nach seinem 28. Geburtstag durch ein 3:6, 7:5, 6:1 gegen Schüttler ins Endspiel von s'Hertogenbosch spielte. In seinem zweiten Finale nach Bangkog 2007 trifft der Mettlacher, dessen erster Gegner in Wimbledon Qualifikant Roko Karanusic aus Kroatien ist, am Samstag Raemon Sluiter (Niederlande).

Für Julia Görges aus Bad Oldesloe kommt es schon in der ersten Runde knüppeldick. Die 20-Jährige erwartet die einstige Nummer eins, Jelena Jankovic aus Serbien. "Julia hat absolut nichts zu verlieren und muss versuchen, auf einem großen Platz das Beste daraus zu machen", sagte Fed-Cup-Chefin Barbara Rittner. "Auf 50:50" taxiert Rittner die Chancen der Berlinerin Sabine Lisicki gegen Anna Tschakwetadse aus Russland. Auch Anna-Lena Grönefeld habe ein "schweres Auftaktlos" erwischt. Die Inderin Sania Mirza "spielt sehr wechselhaft und ist schwer einzuschätzen", so Rittner.

Noch nicht restlos klar ist, ob Nicolas Kiefer zu seiner Erstrundenpartie gegen den Franzosen Fabrice Santoro antreten kann. Der Hannoveraner musste zuletzt pausieren, nachdem er sich in Halle eine Bauchmuskelverletzung zugezogen hatte. Der 31-Jährige träumt noch immer davon, wie bei seiner Wimbledon-Premiere vor zwölf Jahren das Viertelfinale zu erreichen.

Die erste Runde sollten auch Mischa Zverev und Philipp Petzschner überstehen können, die dann allerdings gegeneinander anzutreten hätten. Eine lösbare Aufgabe hat überdies Andreas Beck, dem Kühnen gegen den Spanier Marcel Granollers "gute Chancen" einräumt. Beste Voraussetzungen freilich hat Tennis-Oldie Haas, der, so Kühnen, nicht nur eine gute Auslosung hat, sondern nach dem gewonnenen ersten Rasentitel auch "eine Riesenportion Selbstvertrauen mitbringt".

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