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Ski alpin

16.03.2018

„Heut’ feiern wir g’scheit“

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Thomas Dreßen

Viktoria Rebensburg und Thomas Dreßen fahren beim Saisonfinale aufs Podest

Diese zwei Podestplätze machen dem deutschen Speed-Team Mut für den nächsten WM-Winter. Beim Weltcup-Finale der alpinen Skifahrer in Are hatte Viktoria Rebensburg die Glückwünsche für Rang zwei im Super-G und ein versöhnliches Happy End gerade entgegengenommen, da sorgte Thomas Dreßen schon wieder für Furore. Der Shootingstar raste auf Platz drei, feierte sein bestes Karriereergebnis in der Disziplin und den vierten Podiumsplatz eines phänomenalen Winters. „Das war eine knappe Geschichte“, sagte Dreßen und kündigte an: „Heut’ feiern wir g’scheit.“

Der Mittenwalder unterstrich eindrucksvoll, dass mit ihm künftig in beiden Speed-Disziplinen zu rechnen ist. In Are waren nur der österreichische Sieger Vincent Kriechmayr und Christof Innerhofer aus Südtirol schneller als der 24-Jährige, der sich Rang drei mit dem norwegischen Routinier Aksel Lund Svindal teilte.

Lange waren die Speedfahrer die Sorgenkinder im Deutschen Skiverband (DSV), aber die Zeiten sind vorbei. Zwei Siege und zwei dritte Plätze fuhr Dreßen in Abfahrt und Super-G ein, dazu kommt der Erfolg von Josef Ferstl beim Super-G von Gröden. Eine so starke Speed-Bilanz hatten die deutschen Männer seit 1987 nicht mehr vorzuweisen. Ferstl wurde in Are Achter, nur Andreas Sander enttäuschte auf dem 18. Rang.

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Einige Enttäuschungen hatte auch Rebensburg während der Saison in Abfahrten und Super-G erlebt, unter anderem mit einem kleinen Patzer beim olympischen Super-G, der sie eine möglichen Medaille kostete. Beim Weltcup-Finale war nur die Italienerin Sofia Goggia schneller. Dritte wurde Lindsey Vonn (USA). „Ich bin wirklich sehr froh, dass es heute funktioniert hat mit dem Podestplatz“, sagte Rebensburg, nachdem sie tags zuvor in der Abfahrt Vierte geworden war.

Der Erfolg soll der Rennfahrerin vom Tegernsee Auftrieb geben: Zum einen für den Riesenslalom am Sonntag, wenn sie den Sieg in der Disziplinwertung perfekt machen will. Zum anderen für den kommenden Winter und den nächsten Versuch, im Speed-Bereich beständig nach vorne zu rasen.

Frauen-Bundestrainer Jürgen Graller war nicht überrascht. Er hält Rebensburg für eine herausragende Super-G-Fahrerin. „Das war wichtig“, sagte Graller zu dem „super Abschluss“. Schon den ganzen ersten Winter als DSV-Trainer hindurch hatte Graller mit Rebensburg diskutiert und ihr gesagt, welches Talent sie in der zweitschnellsten Alpin-Disziplin doch habe. (dpa)

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