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Fußball

20.02.2018

Heynckes will es wie 2013 machen

Der Meistertitel ist fix, der Weg zum Pokalsieg vorgezeichnet – jetzt wollen die Bayern in der Champions League gegen Istanbul durchstarten. Der Trainer warnt vor dem „Stolperstein“

Jupp Heynckes war in bester Königsklassen-Laune. Besiktas Istanbul soll für den 72 Jahre alten Trainer und den FC Bayern zum Ausgangspunkt für ein Triple-Revival werden. Nach der idealen Einstimmung mit sieben Siegen in Bundesliga und DFB-Pokal startet nun die ersehnte K.-o.-Phase der Champions League, worauf die Münchner seit Jahresbeginn fokussiert hingearbeitet haben. „Das ist die Königsklasse. Das ist ein Wettbewerb auf den man einfach hinfiebert“, sagte Heynckes vor dem Achtelfinal-Hinspiel mit großem Glauben an die Stärke des Titelgewinners von 2013.

Drei Wochen vor dem Rückspiel am 14. März im Hexenkessel in Istanbul soll heute Abend (20.45 Uhr/ ZDF und Sky) im eigenen Stadion „mit einer Topleistung der Grundstock“ für das siebte Viertelfinale des deutschen Fußball-Rekordmeisters nacheinander gelegt werden. „Aber Besiktas ist eine Topmannschaft, die Fußball spielen kann. Jeder Gegner kann ein Stolperstein sein“, warnte Heynckes. Zu viel mochte der Champions-League-Spezialist nicht vom Superjahr 2013 schwärmen.

Die nächste deutsche Meisterschaft ist nur rechnerisch noch nicht sicher, im Pokal fehlen zwei Siege zum Triumph – in sieben erhofften Königsklassen-Krachern inklusive Finale am 26. Mai in Kiew wollen die Münchner nun ihre internationale Reife demonstrieren. „Die wichtigste Phase beginnt jetzt“, sagte Torjäger Robert Lewandowski. Heynckes will dabei eine imposante Königsklassen-Serie fortsetzen.

Seit dem Viertelfinalerfolg 2013 gegen Juventus Turin feierten die Münchner unter dem Trainer-Routinier in Europas Luxusliga neun Siege nacheinander. „Ich habe eine Menge Erfahrung als Spieler und Trainer gesammelt. Aber das Wichtigste ist, dass man eine gute Mannschaft, einen guten Teamspirit und gute Qualität hat“, sagte Heynckes. Er führte Real Madrid (1998) sowie die Bayern (2012, 2013) ins Endspiel. Seit Wochen betonen die Bayern-Stars den besonderen Geist der Mannschaft, der an den aus der Triple-Saison vor fünf Jahren erinnere. Eine „geile Mannschaft“ hat Thomas Müller ausgemacht.

Der Glaube an die eigene Stärke ist groß. „Ich glaube, dass wir in den letzten Monaten einen sehr guten Zusammenhalt gefunden haben, vor allem auch dank Jupp Heynckes“, sagte Nationalspieler Mats Hummels. Die Weltmeister Müller und Hummels dürften gegen den türkischen Meister ebenso wie Lewandowski, Arturo Vidal und James Rodríguez wieder in die Startelf zurückrotieren. Hummels wird in einer komplett neuen Abwehrreihe zusammen mit Joshua Kimmich, Jérôme Boateng und David Alaba erwartet. Links offensiv muss sich Heynckes zwischen Routinier Franck Ribéry und dem wieder genesenen Kingsley Coman entscheiden. „In der Anfangsaufstellung wird es mindestens einen Härtefall geben“, sagte Hummels. Das könnte auch Arjen Robben sein.

Der seit sieben Europapokalspielen ungeschlagene Gegner, darunter zwei Siege gegen RB Leipzig, gilt trotz aller Heynckes-Warnungen als gutes Los. Aktuell ist Besiktas nur Tabellenvierter der Süper Lig, aber es ist trotzdem weitaus mehr als eine Alt-Herren-Riege um Portugals Europameister Pepe und Ricardo Quaresma, beide 34, oder den früheren Hoffenheimer Ryan Babel, 31. „Jedes Jahr gibt es in der Champions League ein Überraschungsteam, das keiner auf der Rechnung hatte. Und im Moment würde ich sagen, dass wir das sind“, sagte Pepe, der dreimal mit Real Madrid den Titel gewann. (dpa)

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