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23.06.2009

Hockenheim steigt aus - Kein endgültiges F1-Ende

Hockenheim steigt aus - Kein endgültiges F1-Ende
Bild: DPA

Hockenheim (dpa) - Die Stadt Hockenheim hat den Ausstieg aus der Formel 1 beschlossen, doch ein endgültiges Aus für die Königsklasse des Motorsports soll die einstimmige Entscheidung des Gemeinderats nicht bedeuten.

Dies betonte Oberbürgermeister Dieter Gummer nach der Sitzung in der Stadthalle. "Wir wollen aus unserer Rolle heraus, nämlich aus der Promoterrolle. Wir können und wollen 2010 nicht durchführen", sagte Gummer.

Mit dem Beschluss habe der Gemeinderat aber gleichzeitig die "Möglichkeit eröffnet, weitere Optionen umzusetzen. Darunter ist sehr vieles vorstellbar und hier sind wir auch in der Diskussion", betonte der Oberbürgermeister und kündigte bereits weitere Gespräche mit dem Rechtemitinhaber der Formel 1, Bernie Ecclestone, an.

Sollte aber keine andere Lösung gefunden werden, wird es 2010 keinen Großen Preis auf dem Hockenheimring geben, der 1970 erstmals und seitdem insgesamt 31 Mal Gastgeber der Formel 1 war. Damit könnte es sogar zu dem seit vielen Jahren einmaligen Fall kommen, dass gar kein Rennen in Deutschland stattfindet, denn Hockenheimring und Nürburgring wechseln sich bereits seit 2006 jährlich ab. Der Kurs in der Eifel ist am 12. Juli 2009 an der Reihe.

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In Hockenheim sieht sich die Stadt, die mit 94 Prozent Hauptanteilseigner der Betreibergesellschaft ist, außerstande, das prognostizierte Defizit allein für 2010 von sechs Millionen Euro zu tragen. Die Stadt könne diesen Fehlbetrag nicht finanzieren, sagte Gummer. Für 2010 bedeute es andererseits, "dass wir die Tür offen gehalten haben für wen auch immer im Rahmen einer Formel-1-Veranstaltung".

In einem Brief schlug Ecclestone bereits vor, dass man gemeinsam an einer Lösung arbeiten werde. Denkbar ist, dass der Brite selbst als Veranstalter auftritt. Prüfen will der 78-Jährige auch, ob der Hockenheimring überhaupt ohne finanziellen Schaden aus dem Vertrag für 2010 herauskommen kann.

Seit 2004 waren die finanziellen Verluste durch die Austragung des Deutschland-Grand-Prix immer größer geworden. 2008 betrug das Defizit 5,3 Millionen Euro. Gummer: "Die Formel 1 trägt den Nimbus eines Imageträgers, gleichzeitig aber auch eines Verlustträgers."

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