Newsticker

Bundesregierung hebt Reisewarnung für die Türkei teilweise auf
  1. Startseite
  2. Sport
  3. Im Sporttreff in Oberhausen kann's jetzt losgehen

Bauprojekt

22.07.2020

Im Sporttreff in Oberhausen kann's jetzt losgehen

Einen Schlüssel zum Verspeisen kredenzte Bürgermeisterin Martina Wild bei der Übergabe des Gebäudes den Mitgliedern der DJK Augsburg-West und dem Vorsitzenden Artur Weidenbacher (rechts).
Bild: Michael Hochgemuth

Plus Am Meierweg in Oberhausen hat die DJK Augsburg-West endlich eine neue Heimat gefunden. Der Verein will dort seinen sozial-pädagogischen Auftrag fortsetzen.

Vier Jahre sind vergangen, seit aus der Idee, in Oberhausen einen Sporttreff für Vereins-, Freizeit- und Schulsport zu gestalten, Realität wurde. Mit der Übergabe der Schlüsselgewalt über das neue Funktionsgebäude am Meierweg an die DJK Augsburg-West wurde nun der nächste Schritt zur Vervollständigung dieser Sportanlage gemacht. Zwei Kunstrasenfelder sind bereits seit Februar fertig, die Parkplatz-Gestaltung ebenfalls. Der noch ausstehende Spielplatz und ein überdachter Allwetter-Sportplatz sollen in einem dritten Bauabschnitt dazukommen.

Beim kleinen Einweihungsakt der Stadt Augsburg nahm Artur Weidenbacher, Vorsitzender der DJK West, erfreut und dankbar den symbolischen Schlüssel aus süßem Gebäck entgegen. „Es wird viel Arbeit auf uns zukommen. Doch nun können wir unseren sozialpädagogischen Auftrag weiterführen in tollen Strukturen, wie wir es uns gewünscht haben“, sagte er. Bürgermeisterin Martina Wild, die bis Oktober noch den designierten Sportreferenten Jürgen Enninger vertritt, sprach von einem „Schmuckstück, das gelebtes Miteinander möglich macht“.

Lange hatte die DJK Augsburg-West, die im Stadtteil Oberhausen seit Jahren wertvolle integrative Arbeit für Kinder aus sozial benachteiligten Familien leistet, ein Stiefmütterchen-Dasein auf der Sportanlage Nord geführt. Am Rande des FCA-Nachwuchsgeländes an der Donauwörther Straße in notdürftig aufgestellten Containern gab es für den Verein – bedrängt vom immer größer werdenden Leistungszentrum des Fußball-Bundesligisten – keinerlei Entwicklungsmöglichkeiten. Die Suche nach einem alternativen Standort zog sich hin.

Im Sporttreff in Oberhausen kann's jetzt losgehen

Neubaugebiet auf dem Zeuna-Stärker-Areal

Erst als 2016 ein städtebauliches Konzept für das große Neubaugebiet auf dem Zeuna-Stärker-Areal am Meierweg, an dem auch der TSV 1871 Augsburg angesiedelt ist, entworfen wurde, bahnte sich eine Lösung an. Der damalige Sportreferent und heutige Stadtrat Dirk Wurm sowie der damalige Sportamtsleiter Robert Zenner trieben die Idee des „Sporttreffs Oberhausen“ voran. Es sollte ein Ort werden, an dem Vereinssport, Sport in der freien Jugendarbeit, Schulsport, Freizeitsport und auch der Leistungssport eine Symbiose eingehen. Sie überzeugten nicht nur den Augsburger Stadtrat, Gelder in Höhe von rund 1,5 Millionen Euro für das Projekt bereitzustellen, sondern auch den FC Augsburg, der die Kunstrasenfelder finanzierte und diese mit seinen Jugendmannschaften am Vormittag nutzt. Zudem haben Oberhauser Schulen, die DJK West und der TSV 1871 weitere Belegungszeiten auf den Plätzen.

250 Quadratmeter Nutzfläche bieten Platz für Umkleiden, Duschen und mehr

Mit dem Funktionsgebäude hat die DJK Augsburg-West als Pächter erstmals auch einen festen Vereinssitz, eine wirkliche Heimat, bekommen. Statt wie anfangs angedacht als Containerlösung entschied man sich laut Architekt Peter Kögl am Ende doch für einen festen, funktionalen Holzrahmenbau, der auf 250 Quadratmetern Nutzfläche vier Umkleiden, zwei Duschen, Technikraum, Küche und einen zentralen Mehrzweckraum bietet. „Das wären 16 Container gewesen“, machte Kögl deutlich, dass die Modulbauweise mit Dach und verbundenen Räumen die bessere war.

Auch bei der DJK West ist man hochzufrieden. „Es ist alles darauf ausgerichtet, uns größer zu machen. Der Platz gibt das jetzt her“, sagt Weidenbacher, der seit 25 Jahren ehrenamtlich für den Verein arbeitet. Bisher zählt die DJK West 400 Mitglieder und zehn Fußballmannschaften, davon neun Jugendteams. Doch bald wird das nicht mehr reichen, denn die Nachfrage steigt durch die wachsende Wohnbebauung in der Nachbarschaft stetig. „Die Leute rennen uns jetzt schon die Bude ein und fragen, wann es endlich losgeht. Wir haben hier ein optimales Einzugsgebiet“, sagt Weidenbacher und hofft, dass er nicht nur neue Mitglieder, sondern auch neue Fußballtrainer für seinen Verein findet. Nur so kann das sportliche Angebot erweitert werden.

Fußballtraining in den Sommerferien

Besonders für seine Jugendmannschaften erwägt Weidenbacher sogar, auch Training in den Sommerferien anzubieten. Schließlich sei das Fußballspielen durch die Corona-Pandemie über Monate nicht möglich gewesen. „Wir haben mitbekommen, wie die Kinder und Jugendlichen leiden, wenn sie sich nicht zum Sport treffen können.“ Deshalb will er die neue Anlage schnellstmöglich mit Leben füllen.

Das könnte Sie auch interessieren:

Wir wollen wissen, was Sie denken: Die Augsburger Allgemeine arbeitet daher mit dem Meinungsforschungsinstitut Civey zusammen. Was es mit den repräsentativen Umfragen auf sich hat und warum Sie sich registrieren sollten, lesen Sie hier.

Themen folgen

Sie haben nicht die Berechtigung zu kommentieren. Bitte beachten Sie, dass Sie als Einzelperson angemeldet sein müssen, um kommentieren zu können. Bei Fragen wenden Sie sich bitte an moderator@augsburger-allgemeine.de.

Bitte melden Sie sich an, um mit zu diskutieren.

Das könnte Sie auch interessieren