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Interview
20.09.2018

Zehnkämpfer Abele über Konkurrent Mayer: "Er hat den Weltrekord zerstört"

Arthur Abele nach seiner Krönung zum Zehnkampf-Europameister bei der Leichtathletik-EM in Berlin.
Foto: Kay Nietfeld, dpa (Archiv)

Im Sommer wurde der Ulmer Arthur Abele Europameister. Ein Gespräch über das Leben danach. Oder: über fehlende Sponsoren, verkorkste Ferien und einen Fabel-Weltrekord.

Herr Abele, am vergangenen Wochenende haben Sie Ihren dritten Zehnkampf in dieser Saison absolviert und noch einmal starke 8310 Punkte gesammelt. Wie voll sind die Akkus jetzt noch?

Arthur Abele: Die sind leer. Nach einem Zehnkampf ist sowieso alles schwer. Dazu kommt, dass wir am Montag 1200 Kilometer aus Frankreich zurückgefahren sind mit dem Auto. Gestern konnte ich kaum laufen.

Der Höhepunkt Ihrer Saison war die EM in Berlin im August, als Sie dort den Titel gewannen. Wie lange hat es gedauert, bis Sie danach der Alltag wieder eingeholt hatte?

Abele: Wir waren direkt nach Berlin zehn Tage in der Türkei im Urlaub. Das war allerdings nicht ganz so toll. Erst ist mein zweijähriger Sohn auf dem Hinflug krank geworden. Zwei Tage später hatte ich mich angesteckt und meine Frau hat es dann auch noch erwischt. Deshalb war das eher eine Katastrophe. Zu Hause musste ich dann einigen Medienterminen nachkommen, ein paar Ehrungen waren auch dabei. Und klar, Training war angesagt. Das hat alles super funktioniert, ich habe die World Challenge gewonnen. Damit bin ich sehr zufrieden.

Wie geht es jetzt weiter?

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Abele: Ich fliege mit meiner Familie jetzt noch einmal eine Woche nach Spanien in den „Club der Besten“ der Deutschen Sporthilfe. Da ist dann hoffentlich tatsächlich Urlaub angesagt. Dann gibt’s ein paar Fernsehtermine und im November geht’s mit dem Grundlagentraining los. Bis dahin ist es erst einmal ein bisschen ruhiger. Ich werde für mich selbst ein bisschen trainieren. Zum Laufen gehen, Krafttraining, Klettern, Golfen. Und natürlich möglichst viel Zeit mit meiner Familie verbringen.

Arthur Abele war am vergangenen Wochenende hautnah dabei, als der Franzose Kevin Mayer in Talence den Zehnkampf-Weltrekord förmlich pulverisierte.
Foto: Iris Hensel

Was hat sich durch den EM-Titel in Ihrem Leben verändert? Rennen Ihnen die Sponsoren die Türe ein?

Abele: Es stehen ein paar Fernsehshows an, das ist schon cool, und ich freue mich riesig darauf. Aber Sponsoren rennen mir nicht die Türe ein. Dürften sie gerne – also wenn jemand Interesse hat (lacht). Ich bin aber auch noch nicht dazu gekommen, irgendwo anzufragen und mich darum zu kümmern. Das kommt jetzt alles Schritt für Schritt.

Das bedeutet, dass sich darum kein Manager kümmert, sondern Sie erledigen das alles selbst?

Abele: Genau, das muss ich schon selbst machen.

Den Zehnkampf am Wochenende im französischen Talence haben Sie auf Platz zwei beendet. Der Sieger Kevin Mayer hat mit 9126 Punkten einen Fabel-Weltrekord aufgestellt. Wie war es für Sie, diese Leistung unmittelbar mitzuerleben?

Abele: Wahnsinn, was Kevin da abgezogen hat. Brutal. Du versuchst, irgendwie mitzuziehen, aber bekommst gefühlt in jeder Disziplin auf die Fresse. Er hat überall performt. Und zwar nicht nur so ein bisschen, sondern immer unglaublich. Es gab keine Disziplin, in der er eine Schwäche hatte. Über 400 Meter, 110 Hürden und 1500 Meter konnte ich einigermaßen mithalten, aber in allen anderen Disziplinen hat er mich ziemlich alt aussehen lassen. Unglaublich, wie er mental und körperlich Leistung abgerufen hat. Er hat den Weltrekord zerstört.

Arthur Abele lieferte bei der WM in Berlin einen starken Hürdensprint ab.
Foto: Sven Hoppe, dpa (Archiv)

Diese Bestmarke wird wohl einige Zeit Bestand haben...

Abele: Definitiv. Ich bin gespannt, ob er da selbst noch mal rankommt. Denn das war schon ein nahezu perfekter Zehnkampf.

Warum ist er so gut?

Abele: Er ist technisch super ausgereift. Und er hat ein anderes Trainingskonzept als wir alle. Er macht viel exzentrisches Krafttraining, also das langsame Ablassen zum Beispiel beim Klimmzug. Das hat er super entwickelt.

Können Sie sich da was abschauen?

Abele: Wir machen schon einige Übungen so. Aber wenn du komplett auf die Art und Weise umsteigst, dauert es ein bis zwei Jahre, ehe das überhaupt anschlägt. Dafür bin ich aber schon anderweitig viel zu sehr austrainiert, als dass das noch sinnvoll wäre bei mir.

Bei der EM war der Zehnkampf für Mayer nach drei ungültigen Versuchen im Weitsprung beendet. Sie zogen durch und wurden Europameister. Welcher Moment dieser beiden Wettkampftage hat sich bei Ihnen besonders eingeprägt?

Abele: Die 1500 Meter zum Abschluss natürlich. Ich konnte die letzte Runde richtig genießen. Wie die Zuschauer gejubelt haben, das war einfach nur Gänsehautfeeling. Das gibt bis heute jedes Mal wieder einen Adrenalinschub, wenn ich daran denke.

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