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Corona-Krise

23.03.2020

Kanada verzichtet auf Teilnahme an Olympischen Spielen

Werbung für die Olympischen Spiele 2020 in Tokio: Wegen der weltweiten Corona-Pandemie will Kanada keine Sportler zu den Olympischen Sommerspielen in Tokio schicken.
Bild: Stanislav Kogiku/SOPA Images via ZUMA Wire/dpa

Als erstes Land hat Kanada seinen Verzicht auf die Olympia-Teilnahme erklärt - für den Sommer. Sollte es eine Verlegung der Sommerspiele auf einen späteren Zeitpunkt geben, wären die Nordamerikaner wohl wieder dabei.

Kanada verzichtet wegen der Corona-Pandemie auf eine Entsendung von Sportlern zu den Olympischen Spielen in diesem Sommer und will nur bei einer Verschiebung teilnehmen.

Eine entsprechende Entscheidung kommunizierte das Kanadische Olympische Komitee (COC) am Sonntag (Ortszeit) auf seiner Internetseite. "Das ist kein Boykott", sagte Kommunikationsdirektor Photi Sotiropoulos der Deutschen Presse-Agentur. Sollten die Spiele zu einem späteren Zeitpunkt abgehalten werden, zu dem ein Gesundheitsrisiko durch die Ausbreitung des Coronavirus nicht mehr gegeben sei, sei Kanada gerne in Tokio dabei. Das Paralympische Komitee (CPC) des Landes traf eine entsprechende Entscheidung für die Paralympics.

Die beiden Verbände sagten dem Internationalen Olympischen Komitee (IOC) und dem Internationalen Paralympischen Komitee (IPC) bei einer Verschiebung der Olympischen Spiele jegliche Unterstützung zu bei allen Schwierigkeiten, die eine solche Entscheidung mit Blick auf den komplexen Kalender im Weltsport mit sich bringe. Nichts sei wichtiger als die Gesundheit und der Schutz der Sportler und der Weltgemeinschaft, hieß es in der Mitteilung. Die Spiele in Tokio sind für den 24. Juli bis 9. August 2020 terminiert.

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Das IOC hatte nach massivem Druck aus aller Welt zuvor eine Entscheidung über eine mögliche Verschiebung binnen vier Wochen in Aussicht gestellt. Auch der japanische Premierminister Shinzo Abe zog erstmals öffentlich eine Verschiebung der Olympischen Sommerspiele wegen der Corona-Krise in Betracht. Vor dem Parlament in Tokio sagte er, dass damit gerechnet werden müsse. Von einer Absage könne aber keine Rede sein.

Das nationale Olympische Komitee von Australien (AOC) hat derweil seine Sportler und Sportlerinnen aufgerufen, sich auf eine Verschiebung der Spiele von Tokio auf den Sommer 2021 einzustellen. "Es ist klar, dass die Spiele nicht im Juli ausgerichtet werden können. Unsere Athleten waren fantastisch in ihrer positiven Haltung im Training und in der Vorbereitung, aber der Stress und die Unsicherheit waren extrem fordernd für sie", erklärte der Tokio-Team-Chef des Verbands, Ian Chesterman, am Montag. Die Spiele in Japan sind vom 24. Juli bis 9. August 2020 terminiert. Wegen der Corona-Krise steht eine Verschiebung im Raum. (dpa)

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