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FC Bayern

25.02.2018

Kein Tor, kein Rekord: Verkehrte Welt für Robert Lewandowski

Zurück auf dem Boden der Tatsachen – oder so: Zum ersten Mal in dieser Saison gelang Robert Lewandowski bei einem Heimspiel kein Tor.
Bild: Jan Huebner

Gegen Berlin bleibt der 29-Jährige erstmals in dieser Saison bei einem Heimspiel torlos und verpasst damit einen historischen Rekord. Was er zu den Wechsel-Gerüchten sagt.

Diesen kalten Samstagnachmittag wird die Familie Lewandowski wohl in keiner guten Erinnerung behalten. Während sich Vater Robert bei knackigen Minus-Temperaturen in der Münchner Arena 90 Minuten vergeblich um ein Tor bemühte, nahm seine Frau Anna schon nach einer knappen Viertelstunde Abstand vom Geschehen: Mit der neun Monate alten Tochter Klara verschwand sie von ihrem Platz auf der Haupttribüne und zog es nachvollziehbarerweise vor, den Rest des Spiels von der Loge aus zu verfolgen.

Das dürfte eine goldrichtige Entscheidung gewesen sein. Denn sonderlich viel Erwärmendes schwappte während der Partie nicht vom Rasen auf die Zuschauerränge hinüber: Am Ende hatten es die Berliner geschafft, sich ein torloses Unentschieden zu ermauern.

Das erste Remis in der aktuellen Amtszeit von Jupp Heynckes wird zwar nur eine Fußnote auf dem Weg des Tabellenführers zur sechsten Meisterschaft in Folge sein – für Lewandowski stellte das Spiel dennoch ein einziges Ärgernis dar. Wie sehr es in dem 29-Jährigen gärte, zeigte sich nach Spielschluss, als er ein Interview von Mats Hummels nutzte, um wortlos an den Journalisten vorbeizuhuschen.

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Lewandowski muss sich den Rekord weiterhin mit seinem Trainer teilen

Ein Treffer hätte für den Polen historische Bedeutung gehabt: Es wäre der zwölfte Erfolg im zwölften Heimspiel der Saison gewesen – das ist bislang noch niemandem gelungen. So muss sich Lewandowski den Rekord von elf Spielen in Folge mit Torerfolg mit seinem Trainer Jupp Heynckes teilen. Der schaffte dieses Kunststück in der Saison 1972/73 im Trikot von Borussia Mönchengladbach. Dass sich der erfolgshungrige Lewandowski diese doch sehr spezielle Bestmarke nur allzu gerne geholt hätte, wusste auch Heynckes selbst.

Auf der Pressekonferenz sagte der 72-Jährige: „Ich hätte dem Lewy das gerne gegönnt, dass er ein oder zwei Tore erzielt hätte.“ Die fehlende Effizienz sei „ungewöhnlich“, befand der Trainer lakonisch. In den 90 Minuten zuvor hatte Lewandowski es mit aller Macht versucht, sich in die Torschützenliste einzutragen: Von den 19 Torschüssen der Bayern gingen elf auf sein Konto. Zum Vergleich: Die gesamte Berliner Mannschaft kam auf fünf Torversuche. Mitunter wirkte Lewandowski aber so eigensinnig, dass er sich dafür Pfiffe der eigenen Fans eingehandelt hatte – noch ein Grund mehr, den Tag zu vergessen.

Hat der neue Berater etwas mit dem Real-Wechsel zu tun?

Zu einem Thema hatte sich der polnische Nationalspieler doch noch geäußert: Vor den Kameras des Bezahlsenders Sky nahm er Bezug zu den immer wieder aufkommenden Gerüchten rund um einen Wechsel zu Real Madrid. Diese waren durch den unter der Woche verkündeten Beraterwechsel angefacht worden: Nach zehn Jahren hatte sich der 29-Jährige von seinem Berater Cezary Kucharski getrennt, ab sofort kümmert sich der Israeli Pini Zahavi um die Geschäfte. Der geschäftstüchtige 74-Jährige soll alleine am Neymar-Wechsel nach Paris 38 Millionen Euro verdient haben. Lewandowski wiegelte ab: Mit einem Transfer habe dies nichts zu tun. „Diese Spekulationen sind lustig, aber sie interessieren mich nicht.“

Für die nähere Zukunft der Bayern ist eine andere Personalie eminenter: Kingsley Coman erlitt während des Spiels eine Kapselverletzung am Sprunggelenk und fällt mehrere Wochen aus.

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