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Wimbledon

02.07.2019

Kerber besiegt Mama Maria

Steht in Wimbledon in der zweiten Runde: Angelique Kerber.
Bild: Ben Curtis/AP, dpa

Angelique Kerber ist in die zweite Runde ein Wimbledon eingezogen. Im deutschen Duell gegen Tatjana Maria setzte sich die Titelverteidigerin in zwei Sätzen durch.

Angelique Kerber hat die emotionale Rückkehr auf den Centre Court von Wimbledon gemeistert und nach dem kollektiven deutschen Erstrunden-Scheitern am Eröffnungstag eine weitere Enttäuschung vermieden.

Mit einem 6:4, 6:3 im deutschen Duell mit Tatjana Maria startete die 31-Jährige am Dienstag in ihr ambitioniertes Vorhaben, den Titel beim prestigeträchtigen Rasenturnier zu verteidigen. 

Einen Tag nach dem überraschenden Aus von Alexander Zverev zog die Kielerin nach einem Auf und Ab in die zweite Runde ein. Im Kampf um den Drittrunden-Einzug dürfte die Weltranglisten-95. Lauren Davis aus den USA am Donnerstag eine machbare Aufgabe sein. 

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Als Kerber am zweiten Turniertag den größten Wimbledon-Court betrat, kämpfte ihre Fed-Cup-Kollegin Andrea Petkovic auf Nebenplatz 16 gerade gegen das frühe Aus. Doch auch die 31-jährige Darmstädterin verpasste mit einem 6:2, 2:6, 5:7 gegen die Rumänin Monica Niculescu ein Erfolgserlebnis.

Laura Siegmund steht ebenfalls in der zweiten Wimbledon-Runde

Für einen Stimmungsaufheller sorgte neben Kerber dagegen die Metzingerin Laura Siegemund, die sich mit 6:2, 6:4 gegen die Britin Katie Swan behauptete. Am Montag hatten alle sieben deutschen Starter ihre Erstrundenpartien verloren.

"Den Centre Court wieder zu betreten, war sehr besonders. Es sind viele Emotionen zurückgekommen. Es war eine knifflige Gegnerin. Es ist großartig, zurück zu sein", sagte Kerber, nachdem sie Maria, die mit Kind und Kegel nach London gereist war, am Netz umarmt hatte. "Ich muss von null wieder anfangen. Ich will so weitermachen, wie ich die letzten Wochen und im letzten Jahr hier gespielt habe." Lächelnd verließ Kerber die berühmte Bühne, auf der Tribüne klatschten sich Mutter Beata und Trainer Rainer Schüttler ab.

Ein Jahr nachdem sie sich zur ersten deutschen Wimbledon-Siegerin seit Steffi Graf gekürt hatte, hatte Kerber gegen Maria eine unangenehme Aufgabe lösen müssen. Gegen die unkonventionell auftretende Schwäbin, die auf Rasen als gefährliche Gegnerin gilt, war Geduld gefragt. Die Außenseiterin spielte sowohl mit der Vor- als auch mit der Rückhand fast ausschließlich unterschnittene Slicebälle.

Knapp vermied Kerber einen 4:5-Rückstand. Mit einem Lob aus der Defensive sicherte sich die Titelkandidatin den ersten Durchgang und pustete beim Seitenwechsel auf ihrem Stuhl erleichtert durch. 

Angelique Kerber fühlt sich für für Titelverteidigung

Die Weltranglisten-Fünfte hatte zuvor einen gelösten Eindruck hinterlassen, betont, wie wohl sie sich auf Rasen fühle und wie froh sie sei, die missratene Sandplatz-Saison mit einem grippalen Infekt, einer Knöchelverletzung und dem Erstrunden-Aus bei den French Open hinter sich gelassen zu haben. "Mein Körper ist fit. Ich kann ohne Schmerzen spielen und genieße das Tennis wieder", hatte sie gesagt. 

Bei ihrer Rückkehr nach Wimbledon sei gar nicht so viel anders gewesen als im letzten Jahr, einmal abgesehen davon, dass Bilder von ihr als Vorjahressiegerin auf der traditionsreichen Anlage hängen, hatte Kerber geschildert. Anders als beim ihrem Coup am 14. Juli 2018 fieberte aber nicht mehr der Belgier Wim Fissette, sondern der frühere Tennisprofi Schüttler als Trainer auf der Tribüne mit. 

Der 43 Jährige sah, wie die Eastbourne-Finalistin auch im zweiten Satz einen Vorsprung wieder hergab. Die Bad Saulgauerin stellte Kerber mit Netzangriffen vor Probleme, doch am Ende war der erste von sieben Siegen zum erhofften Titelgewinn geschafft. Vor zehn Jahren hatte Maria das erste Duell der beiden auf Sand glatt gewonnen. (dpa)

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