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Tennis

14.11.2018

Kerber überrascht mit Trainer-Wahl

Rainer Schüttler
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Rainer Schüttler

Rainer Schüttler soll Deutschlands bester Spielerin zu weiteren Titeln verhelfen. Dabei verfügt er über keine große Erfahrung. Ihm bleibt ein Monat Zeit bis zu den Australien Open

Der frühere Australian-Open-Finalist Rainer Schüttler soll Deutschlands bester Tennis-Spielerin, Angelique Kerber, zu weiteren Grand-Slam-Siegen verhelfen. Die Verpflichtung des Korbachers bestätigte Kerbers Manager am Dienstagabend der Deutschen Presse-Agentur. Demnach soll der 42-Jährige Ende November und damit nach Kerbers Urlaub die Betreuung der Wimbledon-Siegerin übernehmen. Zuvor hatte die Bild-Zeitung von der Verpflichtung berichtet. Schüttler soll in der kommenden Woche offiziell als Trainer der Kielerin vorgestellt werden.

Kerber hatte sich Mitte Oktober von ihrem vorherigen Trainer Wim Fissette getrennt und war bei den darauffolgenden WTA-Finals in der Vorrunde ausgeschieden. Der Zeitpunkt der Verpflichtung kommt so überraschend wie der Name. Schüttler hat als Profi-Trainer keinen besonders großen Erfahrungsschatz, verstärkte im Sommer 2017 das Trainerteam des eher unbekannten Serben Janko Tipsarevic.

Mit Ex-Profi Alexander Waske hatte der „Shaker“ zudem die Tennis-Akademie in Offenbach geführt. In den vergangenen Tagen hatten sich aber bereits Gerüchte verdichtet, dass Schüttler als neuer Kerber-Coach in Frage kommen könnte.

Kerber wünschte sich als Fissettes Nachfolger einen deutschsprachigen Trainer, den sie mit Schüttler nun bekommt. „Trotz der erfolgreichen Zusammenarbeit seit Beginn der Saison wurde dieser Schritt aufgrund von unterschiedlichen Auffassungen bzgl. der zukünftigen Ausrichtung erforderlich“, hatte das Kerber-Team zur Trennung von Fissette begründet, die unmittelbar vor den WTA Tour Finals in Singapur erfolgte und damit zu einem überraschenden Zeitpunkt kam. Welche unterschiedlichen Auffassungen bestanden, ließen Kerber und ihr Umfeld offen.

Der Ex-Profi Schüttler wird ab Ende November einen guten Monat Zeit haben, um die Weltranglistenzweite für den ersten Höhepunkt der neuen Saison in Schwung zu bringen. Dann hat Kerber bei den Australian Open (14. bis 27. Januar) das Halbfinale zu verteidigen. Nach ihrem starken Jahr 2018 inklusive Wimbledon-Titel würde sie gerne nach weiteren wichtigen Trophäen greifen. (dpa)

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