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Jahresrückblick 2020

30.12.2020

Klopp, Löw, Flick: Die Fußball-Trainer des Jahres

Prägten den Fußball 2020 - nicht alle nur positiv: Jürgen Klopp, Joachim Löw, Hansi Flick.
Bild: dpa/AZ

"Schnellebig" ist gar kein Ausdruck dafür, wie rasant sich der Fußball entwickelt. Für einige Trainer ging es besonders turbulent zu - und nicht immer nur gut.

In diesem Geschäft, das ja verniedlichend als „schnelllebig“ bezeichnet wird, ist der Blick 14 Jahre zurück der Blick in ein anderes Zeitalter. Der FC Bayern war tatsächlich noch nicht Dauermeister, Felix Magath ein sehr gut beleumundeter Bundesliga-Trainer und Jürgen Klinsmann Initiator eines Sommermärchens. Joachim Löw durfte ihm assistieren, Jürgen Klopp erklärte im Fernsehen, was sich der Jürgen und der Jogi so gedacht haben und Hansi Flick fungierte neben Lothar Matthäus als Co-Trainer von Giovanni Trapattoni in Salzburg. Wenig ließ damals darauf schließen, wer 2020 die drei bedeutendsten deutschen Trainer sein sollten – und aus welchem Grund?

Dem Bundestrainer Löw schien im Januar noch ein freudvolles Jahr bevorzustehen. Sein Team hatte sich freigemacht von der Schmach der Russland-WM, Jérôme Boateng, Thomas Müller und Mats Hummels galten als Artefakte einer vergangenen Zeit.

Joachim Löw geriet 2020 erneut in Erklärungsnot

Weil aber Flick als Profiteur des Kapriolen schlagenden Profifußballs plötzlich als Trainer des FC Bayern unbesiegbar zu sein schien, geriet Löw in Erklärungsnot. Mit Müller und Boateng bahnten sich die Münchner den Weg zum Triple – der Bundestrainer aber konnte nur zuschauen. Bundesliga und Europapokal – Ja. Länderspiele: Nein. Corona hat auch den Fußball gespalten. Als Löw seine Mannen dann wieder versammeln durfte, blieb erst die Leistung aus und dann die TV-Quote. Eines Testspielabends sahen mehr Leute bei „Bares gegen Rares“ Ramsch verhökern als einen deutschen Sieg gegen Tschechien.

Nach langem Schweigen bezog Löw zur 0:6-Niederlage gegen Spanien Stellung.
Bild: Markus Gilliar, dpa (Archivbild)

Löw geht – auch nach dem 0:6 gegen Spanien – auf seine Zielgerade als Bundestrainer und Flick würde als Favorit auf die Nachfolge gelten, so er denn nicht in München unentbehrlich wäre. Klopp wäre ein weiterer Kandidat. Ob sie den aber jemals wieder aus Liverpool ausreisen lassen? Nachdem er 2019 die Champions League gewann, holte er nun auch noch erstmals seit 30 Jahren wieder die Meisterschaft mit dem Klub. Er genießt somit nach Mainz und Dortmund nun schon in der dritten Stadt einen Status, der Löw hierzulande nirgendwo zuteil wird. Dabei war er es doch, der mit den Deutschen Weltmeister wurde. Der Flick zu seinem Assistenten machte.

Ach, dieser Fußball. Geschichten schreibt der, kann man sich nicht ausdenken. Darum: Gar nicht erst ausmalen, was in 14 Jahren sein könnte.

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