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Tennis

18.01.2019

Kohlschreiber ist raus

Weit über vier Stunden kämpfte Philipp Kohlschreiber, dann stand seine Niederlage gegen João Sousa fest.
Bild: Kin Cheung, dpa

Für den Augsburger sind die Australian Open beendet. Besser machte es Alexander Zverev, auch wenn er reichlich Mühe hatte

Um 1.15 Uhr am Freitagmorgen war Alexander Zverev glücklich und zufrieden, bei den Australian Open in der dritten Runde zu sein. „Am Ende des Tages bin ich einfach nur froh, dass ich gegen so einen Qualitätsspieler im Turnier geblieben bin“, kommentierte der Weltranglisten-Vierte eine gute Stunde nach dem zweiten Matchball und dem Gang in die Eistonne das schwer erarbeitete 7:6 (7:5), 6:4, 5:7, 6:7 (6:8), 6:1 über den Franzosen Jérémy Chardy. Dies eröffnet ihm am Samstag die dritte Chance auf den erstmaligen Einzug in das Achtelfinale des Turniers.

Boris Becker sprach via Eurosport von Weltklasse-Tennis auf beiden Seiten und einer Reifeprüfung: „Zverev war im fünften Satz fit wie ein Turnschuh und hat deswegen auch gewonnen.“ Nur: Reif für einen Titel bei einem Grand-Slam-Turnier sah der inoffizielle Weltmeister Zverev an diesem langen Abend über 3:46 Stunden noch nicht aus. „Am Anfang möchte man so wenig Zeit wie möglich auf dem Platz stehen“, räumte Zverev ein. Immerhin steht er ebenso wie Angelique Kerber in Runde drei, alle anderen der einst 13 Deutschen sind schon ausgeschieden.

Die Mitfavoriten müssen in der Runde der letzten 32 jeweils gegen australische Außenseiter antreten, die überraschten. Während Kerber bereits am Freitag zur deutschen Vormittagszeit im letzten Spiel des Tages in der Rod-Laver-Arena auf die Weltranglisten-240. Kimberly Birrell trifft, bekommt es Zverev am Samstag mit dem Weltranglisten-155. Alex Bolt zu tun. „Eine unglaubliche Geschichte. Er hat vor ein paar Jahren mit dem Tennis aufgehört, jetzt ist er in der dritten Runde“, sagte Zverev über seinen nächsten Kontrahenten, der den renommierten Franzosen Gilles Simon in fünf Sätzen bezwang.

Der dreimalige Achtelfinalist Philipp Kohlschreiber unterlag in einem hart umkämpften Match dem Portugiesen João Sousa 5:7, 6:4, 6:7 (4:7), 7:5, 4:6. „Ich kann mir wirklich wenig vorwerfen“, sagte der 35 Jahre alte Augsburger, der sich an einem schwülheißen Tag erst nach 4:18 Stunden und einer einstündigen Regenpause geschlagen geben musste. Der Nürnberger Maximilian Marterer verlor 6:7 (8:10), 6:7 (8:10), 7:5, 4:6 gegen den an Nummer 28 gesetzten Franzosen Lucas Pouille. Der 23 Jahre alte Linkshänder war über weite Strecken ebenbürtig, konnte aber in beiden Tiebreaks Satzbälle nicht nutzen. Laura Siegemund scheiterte mit 3:6, 4:6 an der Weltranglisten-27. Hsieh Su-Wei aus Taiwan. (dpa)

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