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05.06.2009

Lakers gewinnen Finalauftakt - 40 Bryant-Punkte

Lakers gewinnen Finalauftakt - 40 Bryant-Punkte
Bild: DPA

Boston (dpa) - Er traf, trickste und trieb den "Magischen" aus Orlando den Zauber aus: Kobe Bryant hat seine Los Angeles Lakers mit einem persönlichen Endspiel-Rekord fast im Alleingang zum Auftaktsieg in der Finalserie der nordamerikanischen Basketball-Profiliga NBA geführt.

"Wir dürfen den Fuß nicht vom Gas nehmen, müssen den Kopf unten behalten und weiterhin hart arbeiten", meinte Bryant nach seiner grandiosen Gala beim 100:75-Heimsieg gegen Orlando Magic. Bryant steuerte zum Erfolg im ersten Match der "best-of-seven"-Serie 40 Punkte bei.

Nachdem Orlando bei seiner zweiten NBA-Finalteilnahme in der ersten Halbzeit noch hatte mithalten können und zur Pause nur mit 43:53 hinten gelegen hatte, drehte Bryant im dritten Viertel auf. Mit 18 Zählern legte er den Grundstein zum Sieg. "Ich wollte dafür sorgen, dass wir aggressiv bleiben. Dafür bin ich in solchen Momenten einfach verantwortlich", sagte der 30-Jährige, der bereits 14 Minuten vor dem Ende seine bisherige Finalbestmarke von 36 Zählern eingestellt hatte.

Selbst Schauspieler und Lakers-Edel-Fan Jack Nicholson sprang mehrmals in der zweiten Halbzeit begeistert von seinem Platz direkt am Spielfeldrand auf, als Bryant unnachahmlich zum Korb zog und trotz energischer Gegenwehr traf. "Er war einfach großartig, einfach unglaublich", lobte selbst Magic-Trainer Stan Van Gundy, dessen Center Dwight Howard kaum zur Entfaltung kam. Zu stark waren die Lakers-Defensivspieler Pau Gasol, Andrew Bynum und Lamar Odom. "Unsere Großen waren heute sehr aktiv. Genau so muss man gegen ein Team wie Orlando spielen", lobte Bryant. Während er seiner Rolle als Superstar gerecht wurde, spielte "Superman" Howard eher wie Mickey Mouse. Doch der Center war nicht die einzige Enttäuschung beim Team aus der Heimat von Disney World.

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Beim bisherigen Favoritenschreck aus Florida, der nacheinander Titelverteidiger Boston Celtics und das beste Team der Vorrunde, die Cleveland Cavaliers, ausgeschaltet hatte, erreichte keiner der fünf Stammspieler Normalform. Nicht einmal jeder dritte Wurf landete im Korb. "Das war gar nichts heute. So einen Abend hatten wir noch nie. Selbst wenn wir nicht treffen, müssen wir mehr kämpfen. Aber das war nicht der Fall", ärgerte sich Howard. In der regulären Saison hatte der 23-Jährige mit seinem Team noch beide Duelle gegen Los Angeles gewonnen. Jetzt hingegen spricht die Statistik klar für die Kalifornier.

Zum einen hat Lakers-Trainer Phil Jackson bislang alle 43 Serien gewonnen, in denen sein Team das erste Spiel für sich entschieden hat. Zum anderen haben die Lakers nach einer 1:0-Führung 16 Mal nacheinander keine Play-Off-Serie mehr verloren. Orlando hingegen wartet weiter auf den ersten Finalsieg der Vereinsgeschichte. 1995 wurde die Mannschaft mit dem damals noch jungen Shaquille O'Neal von den Houston Rockets glatt mit 4:0 bezwungen. Trotz der Lakers-Lektion hat Van Gundy seinen Mut jedoch noch lange nicht verloren: "Wir sind viel besser als wir es heute gezeigt haben."

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