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Jahresrückblick 2020

27.12.2020

Lewandowski, Hamilton, Duplantis: Rekordsportler des Jahres 2020

Rekordsportler des Jahres 2020: Fußball-Star Robert Lewandowski, Formel-1-Weltmeister Lewis Hamilton und Stabhochspringer Armand Duplantis.
Bild: dpa/AZ

Während zumindest Lewandowski einen mythenumrankten Rekord um Haaresbreite bestehen lässt, sind nicht all seine Sportlerkollegen so rücksichtsvoll.

Ein paar dieser Rekorde könnten sie dann bitte doch noch bestehen lassen. Die romantische Vorstellung, die seltsamerweise immer noch mit dem Spitzensport Schritt zu halten vermag, gewinnt ja nicht dadurch, dass mythenumrankte Rekorde gebrochen werden. Bestmarken, die Spitzenkönner aufstellten und ihr Ende erst in der Ewigkeit finden sollten.

Dementsprechend ist zumindest Robert Lewandowski zu danken. Der schwang sich zwar in der vergangenen Saison auf, sich die Torjägerkanone in Champions League, DFB-Pokal und Bundesliga zu erschießen und nahm also auch noch die Auszeichnung als Europas Fußballer des Jahres entgegen – vom wohl wichtigsten Rekord des deutschen Fußballs ließ er aber gerade noch ab. Lange Zeit schien es, als könnte er jene 40 Treffer überbieten, die Gerd Müller in der Saison 1971/72 für den FC Bayern erzielte, letztlich aber beließ er es bei 34 Toren.

Diesen Rekord missgönnen deutsche Motorsport-Fans Lewis Hamilton

Lewis Hamilton scheint weniger Skrupel zu haben, die Sportgeschichte umzuschreiben. Dass er irgendwann würde mehr Rennsiege gefeiert haben als Michael Schumacher, verschmerzten selbst die deutschen Motorsport-Fans. Schließlich sitzen die Piloten mittlerweile bei bis zu 21 Rennen pro Saison im Wagen, während Schumacher viel weniger Chancen hatte, Siege zu feiern. Weniger kulant allerdings reagiert der Schumi-Fan, wenn er auf Hamiltons siebten WM-Sieg angesprochen wird. Damit nämlich hat der Brite nun die Bestmarke des Deutschen eingeholt. Möge doch bitte kommende Saison Sebastian Vettel im Aston Martin ein Vorbeiziehen an Schumacher verhindern.

Dafür ist es im Fall des schwedischen Stabhochspringers Armand Duplantis zu spät. 26 Jahre zuvor hatte sich Sergej Bubka in Sestriere über 6,14 Meter geschraubt. Zu hoch, als dass irgendjemand unter freiem Himmel fähig wäre, sich mit ihm zu messen. Bis Duplantis mit gerade einmal 20 Jahren jede ehrfürchtige Zurückhaltung fallen ließ und in Rom den Rekord um einen Zentimeter verbesserte. Wieder eine Bestmarke, die dem Vergleich mit der Ewigkeit nicht standhielt. Nun bleibt nur noch Gerd Müller übrig. 40 Tore in einer Saison sind nicht zu schaffen. Nur: Weiß das auch Lewandowski?

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