Newsticker

Söder warnt vor einer Lockerung der Corona-Regeln über Silvester
  1. Startseite
  2. Sport
  3. Löwen setzen Mission Aufstieg fort

Regionalliga

23.02.2018

Löwen setzen Mission Aufstieg fort

Daniel Bierofka

Die Münchner starten gegen Nürnberg und versuchen Druck vom Team zu nehmen

Diesmal wird es kein Geisterspiel – im Gegenteil. Mit der Unterstützung von mehr als 12000 Anhängern kann Spitzenreiter TSV 1860 München am Samstag in der vierten Liga beim 1. FC Nürnberg II die Mission Rückkehr in den Profifußball fortsetzen. „Das ist außergewöhnlich“, sagte Trainer Daniel Bierofka zur Zuneigung der Fans.

Auch in der Regionalliga ist die Löwen-Liebe der Fans intakt. Anfang August, als 1860 die Nürnberger U21 in München empfing und nach einem Torfestival mit 5:3 gewann, waren Zuschauer im Grünwalder Stadion ausgeschlossen. Es war die DFB-Strafe für die Ausschreitungen der 1860-Anhänger beim verlorenen Relegationsspiel gegen Jahn Regensburg. Dem sportlichen Tiefpunkt folgte der Absturz in die vierte Liga, weil Investor Hasan Ismaik im vereinsinternen Machtkampf die nötigen Millionen für einen Neubeginn in der dritten Liga nicht bereitstellen wollte. Seitdem ist viel passiert.

Ohne Ismaiks Geld arbeitet der Traditionsverein an einem Comeback. Zunächst ging es dabei darum, sich zu stabilisieren. Im Winter kam der Österreicher Günther Gorenzel als Sportchef. Er soll Bierofka die volle Konzentration auf das Team ermöglichen. Sieben Punkte beträgt der Vorsprung der Sechziger (48 Zähler) vor den zweiten Mannschaften des 1. FC Nürnberg.

„Wir müssen es auf dem Platz regeln“, weiß Bierofka. Der Erfolgsdruck ist riesig, auch wenn der Coach den Aufstieg nicht als Muss bezeichnen mag: „Im vergangenen Sommer war es eine Hauruck-Aktion, den Kader zusammenzustellen. Da werde ich einen Teufel tun, die Mannschaft unter Druck zu setzen.“ Zumal es ja nicht reicht, Meister in Bayern zu werden. Danach würde eine Aufstiegsrunde folgen. Denn aus den fünf Regionalligen steigen nur drei Vereine in die dritte Liga auf.

Bierofka lässt die möglichen Kontrahenten längst beobachten für den Ernstfall. „Wir wären naiv, wenn wir uns nicht damit beschäftigen würden. Wir haben die Mannschaften schon im Blick“, sagte er. Zunächst aber gehe es darum, die anstehenden Hausaufgaben weiterhin erfolgreich zu lösen. (dpa)

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren