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Mannschaftsspringen
25.02.2019

Flugshow führt zum Teamtriumph

Was machen die anderen? Gespannte Blicke der Deutschen Karl Geiger, Richard Freitag, Stephan Leyhe sowie Ersatzmann Andreas Wellinger (v.l.)
Foto: Ralf Lienert

Eisenbichler, Geiger, Freitag und Leyhe komplettieren den überragenden WM-Auftakt der deutschen Adler mit der zweiten Goldmedaille. Einem bedeutet der Titel besonders viel

Mehr Favoritensieg geht kaum. Die deutschen Skispringer haben auch den Teamwettbewerb der nordischen Ski-WM dominiert. Karl Geiger, Richard Freitag, Stephan Leyhe und Markus Eisenbichler holten sich am Sonntag überlegen Gold auf der Bergisel-Schanze in Innsbruck. Am Vortag hatten Eisenbichler und Geiger schon für einen deutschen Doppelsieg im Einzel gesorgt. „Der Wettkampf heute war mir extrem wichtig“, sagte der jetzt zweifache Weltmeister Eisenbichler. „Das alles ist nicht selbstverständlich, auch wenn wir am Samstag gut waren. Ich bin einfach nur brutal stolz auf die Jungs.“

Bereits nach dem ersten Durchgang hatte es nur noch wenig Zweifel am Erfolg des deutschen Quartetts gegeben. Polen, Japaner, Norweger und Österreicher hatte Bundestrainer Werner Schuster, für den es der erste WM-Titel mit der Mannschaft war, als Hauptkonkurrenten ausgemacht. Nahe kamen sie seinen Springern nicht. Österreich und Japan holten mit großem Rückstand Silber und Bronze.

Der Allgäuer Geiger hatte den Auftakt für das deutsche Quartett gemacht und nahtlos an seine starke Silber-Vorstellung angeknüpft. Ihm folgten Freitag, der einen soliden Wettkampf zeigte, und Leyhe. Der hatte am Vortag zuschauen müssen, denn Schuster hatte kurzfristig Andreas Wellinger für den Einzelwettbewerb nominiert. Der Olympiasieger allerdings enttäuschte und schaffte es nicht einmal ins Finale der besten 30. Damit war er raus für das Teamspringen und gab dort den Ersatzmann. Leyhe rotierte wieder rein – und zahlte das Vertrauen mit einer starken Vorstellung zurück. Als Letzter musste Eisenbichler ran und sicherte sich seine zweite WM-Goldmedaille. „Ich wusste nicht, wie groß unser Vorsprung war. Ich war komplett im Tunnel und habe nur versucht, mein Zeug zu machen.“ Da ihm das tadellos gelang, durfte Bundestrainer Schuster danach mit einem breiten Dauergrinsen durch die Mixed-Zone laufen. „Es war nicht einfach in diesem Winter, aber wir haben immer ruhig weitergemacht. Speziell nach Willingen hatte ich dann das Gefühl, jetzt dreht es sich zu unseren Gunsten“, gab er dort zu Protokoll. Der Spirit sei wieder viel besser gewesen „und ich habe mir gedacht: Das könnten wir hinkriegen bis zur Weltmeisterschaft.“ Das Gefühl trog den studierten Psychologen, der nach dieser Saison aufhört, nicht. Pünktlich zum Saisonhöhepunkt präsentiert sich seine Mannschaft in Topform. „Dieser Titel bedeutet mir sehr viel“, gab Schuster dann auch zu. Zwei Medaillen hatte er als Ziel für die WM ausgegeben. Schon zur Halbzeit ist das übererfüllt. Es stehen noch die Wettbewerbe (Einzel und Mixed) auf der kleinen Schanze in Seefeld aus. Diese finden am kommenden Wochenende statt. Bis dahin sollten dann auch die Nachwehen der gestrigen Siegesfeier überstanden sein. „Heute lassen wir es krachen“, hatte Eisenbichler angekündigt, nachdem er seinen Triumph vom Samstag nur still genießen konnte. Der Sonntagabend dürfte deutlich lauter ausgefallen sein.

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