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Ski-WM 2013

11.02.2013

Maria Höfl-Riesch holt trotz Kniebeschwerden Bronze bei der Abfahrt

Maria Höfl-Riesch feiert ihre Bronzemedaille mit dem WM-Maskottchen Hopsi. Foto: Robert Parigger
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Doppelte Freude: Maria Höfl-Riesch feiert ihre zweite Medaille, Abfahrts-Bronze, mit dem WM-Maskottchen Hopsi.
Bild: Robert Parigger, dpa

Es läuft für Maria Höfl-Riesch bei der Ski-WM in Schladming: Nach ihrem Kombi-Gold glänzt die Deutsche auch bei der Abfahrt und freut sich über Bronze.

Es ist die WM der Maria Höfl-Riesch. Nach dem Sieg in der Super-Kombination gewann sie gestern Bronze in der Abfahrt von Schladming.

"Ich habe einfach nur versucht, alles zu riskieren", sagte sie im Ziel. Am Ende hatte sie auf der völlig vereisten und extrem kräfteraubenden Strecke vier Hundertstelsekunden Vorsprung auf Platz vier. Höfl-Riesch: "Da war natürlich auch Glück dabei, aber ich hatte in dieser Saison schon oft genug Pech."

Überraschung: Marion Rolland und Nadia Fanchini holen Gold und Silber

Ihr Glück nicht fassen konnten dagegen die Französin Marion Rolland und die Italienerin Nadia Fanchini. Die beiden waren bestenfalls als Geheimfavoritinnen ins Rennen gegangen und gewannen überraschend Gold und Silber.

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"Seit ich ein Kind war, wollte ich Weltmeisterin werden. Jetzt habe ich es geschafft, es ist ein Traum", sagte Rolland und wischte sich immer wieder Tränen der Rührung aus den Augen.

Französin hatte sich bei den Olympischen Spielen 2010 das Kreuzband gerissen

Bislang hatte man sie zumeist mit ihrem unglücklichen Auftritt bei den Olympischen Spielen 2010 in Verbindung gebracht. Damals war sie schon wenige Meter nach dem Start gestürzt, riss sich das Kreuzband und musste lange pausieren.

Ihr Erfolgsrezept für den langen Weg zurück und zum Weltmeistertitel klingt einfach: "Wenn du immer an dich glaubst, dann schaffst du es auch."

Der Heimvorteil wird zur Last

Während Frankreich in Schladming also alle Erwartungen übertrifft und mit drei Medaillen die Führung in der Nationenwertung übernommen hat, waren die Gastgeber gestern einmal mehr geschlagen.

Alle fünf ÖSV-Läuferinnen kamen entweder nicht ins Ziel oder landeten fernab der Medaillenränge. Andrea Fischbacher als Achte schaffte noch die beste Platzierung.

Nicole Hosp holte für Österreich die bislang einzige Medaille

Ähnlich wie vor zwei Jahren, als die deutsche Mannschaft unter dem Druck der Heim-WM in Garmisch-Partenkirchen in die Knie ging, tun sich jetzt die Österreicher sichtlich schwer mit dem vermeintlichen Heimvorteil. Bisher steht erst eine Bronzemedaille von Nicole Hosp in der Super-Kombination zu Buche.

Zahlreiche Stürze, aber keine schlimmen Verletzungen

"Ich kann mich sehr gut in die Österreicher hinein fühlen", sagte Höfl-Riesch. Die Gefahr sei, zu viel zu wollen und dann zu verkrampfen.

Genau das Gegenteil habe gestern für sie selbst gegolten. "Nach der Goldmedaille war der ganz große Druck weg", sagte sie und fuhr mit der nötigen Lockerheit. Eisige Temperaturen hatten die Piste über weite Strecken mit einem dicken Eispanzer überzogen - Bedingungen, die jeden Fehler sofort bestraften.

Zahlreiche Läuferinnen stürzten und schlugen in den Fangzäunen ein, darunter auch die zweite deutsche Starterin Veronique Hronek. Immerhin: Die Unfälle endeten ohne schlimmere Verletzungen.

Höfl-Riesch klagt über Kniebeschwerden

Allerdings forderte die laut Höfl-Riesch "prügelharte Piste mit vielen Wellen und Schlägen" auch ohne Sturz ihren Tribut. Die Deutsche klagte im Zielraum über Kniebeschwerden.

Schon am Freitag nach dem Kombinationsslalom hatte sie sich vor der Siegerehrung immer wieder an das rechte Knie gegriffen. "Es ist aber nicht so dramatisch. Unser Arzt bekommt das sicherlich hin", sagte sie am Nachmittag. Der Plan, alle WM-Rennen zu fahren, sei nicht gefährdet.

Nächster Programmpunkt für sie ist der Teamwettbewerb am morgigen Dienstag. Höfl-Riesch: "Auch da gibt es WM-Medaillen zu gewinnen und ich will unbedingt dabei sein."

Felix Neureuther, Ski-WM 2013, Schladming, Slalom
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