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Mixed Martial Arts
26.08.2017

Connor McGregor: Vom arbeitslosen Klempner zum Millionär

UFC-Champion Conor McGregor tritt in Las Vegas gegen Floyd Mayweather an. Mit Kampfsport wurde der Ire vom Klempner zum Millionär.
Foto: John Locher, dpa

Vor sieben Jahren bezog Connor McGregor noch Sozialhilfe. Am Samstagabend wird der Ire für den Boxkampf gegen Floyd Mayweather 100 Millionen Dollar erhalten.

Als Connor McGregor 18 Jahre alt war, deutete wenig auf eine große Sportlerkarriere hin. Der Ire hatte sich in seiner Heimatstadt Dublin im Fußball und mehreren Kampfsportarten versucht. Eine Lehre als Klempner warf er schließlich hin, um sich ganz dem Kämpfen widmen zu können. Seine Ansage an den enttäuschten Vater, der ihm den Ausbildungsplatz besorgt hatte, lautete: "Wenn ich Millionär bin, wird dir das noch leidtun." Lange Zeit sah es nicht so aus, als ob er damit recht haben würde: Noch mit 22 Jahren bezog Connor McGregor Sozialhilfe.

Mit Kampfsport zum Millionär: Gegen Mayweather bekommt McGregor höchste Gage

Doch im April 2013 gab der heute 29-Jährige sein Debüt im Verband des Ultimate Fighting Championship. In dem brutalen Universalsport, der Elemente aus Boxen mit Ringen und Judo vermischt, ist McGregor der derzeit Beste seines Fachs.

Das zahlt sich aus: Mittlerweile listet ihn das Forbes Magazin mit 34 Millionen US-Dollar auf Platz 24 der bestbezahlten Sportler des Jahres. Die mit Abstand höchste Gage seiner Karriere wird er für einen Kampf erhalten, der am Sonntag um drei Uhr deutscher Zeit in Las Vegas stattfindet: Für das Duell mit dem US-Amerikaner Floyd Mayweather soll er 100 Millionen Dollar erhalten.

Es könnte der Kampf in der Geschichte des Boxsports werden, mit dem am meisten Geld umgesetzt wird – und das, obwohl es nicht einmal um einen Weltmeistertitel geht. Die Veranstalter rechnen mit Einnahmen in Höhe von 600 Millionen Dollar – die billigste Karte kostet umgerechnet 430 Euro, das teuerste Ticket sogar rund 70.000 Euro.

Boxkampf: Hat McGregor gegen Mayweather überhaupt eine Chance?

Sowohl McGregor, der im Mai zum ersten Mal Vater eines Sohnes wurde, als auch sein Gegner haben sich im Vorfeld bemüht, das Spektakel anzuheizen. In gleich vier Pressekonferenzen haben sich die beiden nach Kräften beleidigt: McGregor nannte Mayweather wegen seiner Probleme mit dem Fiskus einen Steuerflüchtling und kündigte an, "den alten Mann brechen" zu wollen.

Mayweather, der den Beinamen "Money" trägt, sorgte für einen negativen Höhepunkt, als er seinen Gegner mit Dollarscheinen bewarf und die irische Fahne auf den Boden warf, mit der McGregor sonst seine Siege feiert.

Ob McGregor überhaupt eine Chance auf den Sieg hat, ist fraglich: Bei dem Kampf gelten Boxregeln. Er hingegen ist ein Spezialist der Mixed Martial Arts. Bei dem blutigen Mix aus verschiedenen Kampfstilen sind auch Tritte und Würgegriffe erlaubt – selbst dann, wenn der Gegner schon am Boden liegt.

Der Ire ist ein eher mittelmäßiger Faustkämpfer, während Mayweather als der beste Konterboxer der Geschichte gilt. Allerdings hat der 40-Jährige vor zwei Jahren eigentlich seine Karriere beendet. Connor McGregor glaubt dennoch daran, in spätestens zwei Runden zu gewinnen: "Ein Schlag ist alles, was ich brauche."

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