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Fußball

03.12.2020

Muskeln aus Stahl: Anderson Daronco ist Schiedsrichter und Bodybuilder

Körperliche Autorität: Schiedsrichter Anderson Daronco.
Bild: Imago

Für manche Jobs braucht man ein gewisses emotionales Grundrüstzeug: Schiri in Südamerika zu sein, gehört zweifelsfrei dazu. Anderson Daronco hat auch körperliche Argumente.

Es gibt Jobs, für die man ein gewisses emotionales Grundrüstzeug benötigt. Wer als Taucher zu einem Einsatz in der Kläranlage gerufen wird, sollte nicht nur über einen wasserdichten Schwimmanzug, sondern auch über eine Portion innere Abhärtung verfügen. Selbiges gilt für andere Jobs, die in weiteren emotionalen Krisengebieten verortet sind: Reinigungskraft auf dem Kölner Bahnhofsklo am Aschermittwoch, Ernährungsberater in Diensten von Stones-Gitarrist Keith Richards oder Fußball-Schiedsrichter in einem beliebigen südamerikanischen Land.

Anderson Daronco ist Schiedsrichter - und Bodybuilder

Nicht nur die Verehrung der Helden des Spiels ist dort groß – auch die Kritik am Referee hat schnell die maximale Eskalationsstufe erreicht. Immer wieder schwappen Bilder nach Europa, die einen wütenden Mob zeigen, der einen Unparteiischen quer durch ein Stadion jagt.

Anderson Daronco schockt das nicht. Der 39-Jährige pfeift Fußball-Spiele in Brasilien – und das sogar so gut, dass er bei der WM 2018 im Einsatz war. Neben seiner fachlichen Qualifikation hat er aber noch zwei weitere Argumente auf seiner Seite – nämlich seinen rechten und seinen linken Bizeps-Muskel. Die Oberarme des Profi-Schiedsrichters sind in etwa so groß wie die Oberschenkel der Spieler, die mit ihm auf den Platz stehen.

Ein User über Anderson Daronco: "Wenn er mir eine rote Karte geben würde, würde ich mich bedanken"

Im Netz ist Daronco längst ein Star. So schreibt ein User: "Wenn er mir eine rote Karte geben würde, würde ich mich bedanken." Allzu heftige Widerworte gegenüber dem Schiri mit der Statur eines Bodybuilders sind keine gute Idee.

Ob das brasilianische Vorbild Nachahmer in Deutschland findet? Schließlich verliert bekanntermaßen auch mancher Tedesco die Nerven, wenn es um die schönste Nebensache der Welt geht. Wenn demnächst der erste Bundesligaschiedsrichter die Boss-Transformation im Fitnessstudio vollzieht, wäre das der erste Daronco-Erbe. Bis dahin bleiben den Unparteiischen ihre gewohnten Waffen, um sich Respekt zu verschaffen. Wie diese aussehen können, offenbart der deutsche Top-Referee Deniz Aytekin unlängst in einer Dokumentation. Was für Daronco der Stahl-Bizeps ist, ist für Aytekin der gepflegte Trash-Talk. Als ihm ein Spieler zu nahe kam, gab es von ihm die Warnung: "Ich mach dich gelb!" – und schon war Ruhe.

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