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FC Augsburg

24.12.2020

Nach Sieg gegen FCA: Leipzigs Nagelsmann freut sich aufs Singen

Julian Nagelsmann (l.) kann die WWK-Arena nach dem 3:0 ganz entspannt verlassen, während Augsburgs Heiko Herrlich viel Arbeit vor sich hat.
Bild: Stefan Puchner, dpa

Der FC Augsburg muss beim 0:3 im DFB-Pokal die Stärke von Leipzig anerkennen. Nach dem Spiel verrät Nagelsmann seine Weihnachtspläne.

Julian Nagelsmann wird singen. Fünf, sechs Lieder, mit „Stille Nacht“ zum Abschluss. So wie immer an Heilig Abend, traditionell eben. Geschenke erwartet der Trainer des RB Leipzig keine, „ich brauche nichts mehr“, sagte er und schmunzelte. Was sollte man ihm auch nach einem solch erfolgreichen Jahr schenken? Die Meisterschale vielleicht, oder irgendeine andere Trophäe, die das Fußballgeschäft so hergibt? Die aber liegen im Normalfall nicht unter dem Weihnachtsbaum. Auch bei den Nagelsmanns nicht. Der Trainer von RB Leipzig war am Dienstagabend dennoch bester Laune. Mit 3:0 hatte sein Team das Zweitrundenspiel im DFB-Pokal beim FC Augsburg gewonnen. Er kann also entspannt die Weihnachtsfeiertage in Landsberg genießen. Mit seiner Familie wird er dort seine Mutter besuchen, zwei Tage bleiben, ehe es zurück nach Leipzig geht. Nur auf den Kirchenbesuch wird er in diesem Jahr wegen der Corona-Pandemie verzichten.

FC Augsburg wird stärker, als RB Leipzig einen Gang zurückschaltet

Heiko Herrlich hat nichts über seine Weihnachtspläne verraten. Er war nach dem enttäuschenden Jahresabschluss nicht in Plauderlaune. Kein Wunder, war doch sein FC Augsburg lange Zeit völlig überfordert. „Wir haben es in der ersten halben Stunde nicht geschafft, Zugriff zu bekommen“, sagte Herrlich. Er stellte mehrfach während der Partie um, doch erst in Hälfte zwei wirkte das Geschehen etwas ausgeglichener. Weil der FCA zum einen mutiger wurde, zum anderen aber Leipzig nachlässiger. Dass sein Team zeitweilig beinahe auf Augenhöhe agierte, schob Herrlich ehrlicherweise auch darauf, „dass Leipzig einen Gang zurückgeschaltet hat“. Und doch war das Ergebnis nach den Toren von Willi Orban, Yussuf Poulsen und Angelino am Ende sehr deutlich.

Zuletzt selten erfolgreich: Trainer Heiko Herrlich steht mit dem FC Augsburg in Bielefeld unter Druck.
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Herrlich, Baier und Corona: Das war das Jahr des FCA
Bild: Matthias Balk, dpa

Der FCA hat damit das Jahr mit zwei Niederlagen beendet. 0:2 hieß es in der Liga gegen Frankfurt, im Pokal nun 0:3 gegen Leipzig. 16 Punkte haben die Augsburger in der Bundesliga an 13 Spieltagen gesammelt. „Das ist solide, wir hatten unsere Höhen und Tiefen“, meinte Innenverteidiger Felix Uduokhai, für den die Nominierung für die deutsche Nationalmannschaft ein Höhepunkt war.

Stefan Reuter fordert im neuen Jahr eine klare Steigerung vom FCA

Bei der Mannschaft dagegen zeigte sich, dass die spielerischen Fähigkeiten ausbaufähig sind. „Die Kunst ist es, dass man kompakt verteidigt, dabei aber auch besser und sicherer im Umschaltspiel und beim Spiel ins letzte Drittel wird. Da haben wir zu leichte Ballverluste und zu wenig zwingende Aktionen. Da müssen wir uns deutlich steigern“, sagte Stefan Reuter, der Geschäftsführer Sport beim FC Augsburg.

Diese Steigerung soll aber mit dem Personal gelingen, das derzeit schon zur Verfügung steht. „Einige unserer Offensivkräfte haben noch deutlich Luft nach oben. Entscheidend ist, mit den Jungs zu arbeiten, die hier sind. Das hat Priorität“, meinte Reuter. Es wird also zunächst wohl keine Neuzugänge geben. Am Dienstag fehlten Raphael Framberger und Alfred Finnbogason verletzt.

Heiko Herrlich aber verriet keine Details. Stefan Reuter sagte nur: „Ich habe die Hoffnung, dass sie uns im Januar zur Verfügung stehen.“ Denn da geht es gleich richtig los mit Spielen in Köln, gegen Stuttgart und in Bremen. „Da ist die Mannschaft richtig gefordert“, sagte Reuter. Punkte müssen her.

Am Dienstag musste Herrlich anerkennen: „Leipzig ist derzeit nicht unsere Kragenweite.“ Und Reuter sagte: „Leipzig war einfach zu stark für uns.“ Nagelsmann wird das gerne gehört haben. Zeugt das doch von großer Wertschätzung. Da lässt es sich unter dem Weihnachtsbaum ganz entspannt singen.

Lesen Sie dazu auch den Spielbericht: Leipziger Lehrstunde: RB siegt mit 3:0 beim FCA

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24.12.2020

HH hatte einen Arschkartenstart mit dem maskenlosen Zahnpastakauf in Bobingen (was auch immer die Wahrheit war?). Fakt ist aber, dass der FCA noch nie so gut gestartet ist, wie dieses Jahr. Liegt die Hetze an der Wahrnehmung oder an den Medien?

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24.12.2020

Eine klare Steigerung im neuen Jahr beim FCA wie es Herr Reuter fordert kann es unter diesem Trainer nicht geben.
Bitte jetzt austauschen bevor es zu spät ist.

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