Newsticker
Bericht: Merkel lässt sich am Freitag mit AstraZeneca impfen
  1. Startseite
  2. Sport
  3. Nationalspieler Gosens erlebt Corona-Katastrophe in Bergamo noch heute als prägend

Fußball

07.04.2021

Nationalspieler Gosens erlebt Corona-Katastrophe in Bergamo noch heute als prägend

Stand in der Startelf des DFB-Teams beim Spiel gegen Nordmazedonien: Robin Gosens.
Foto: Federico Gambarini, dpa

Exklusiv Im Interview sagt Robin Gosens: "Ich habe diese schlimmen Bilder im Kopf." Für Querdenker hat er kein Verständnis. Schalke bleibt derweil weiter ein Traum von ihm.

Für den DFB-Nationalspieler Robin Gosens sind die harten Folgen der Corona-Pandemie in der Heimat seines des italienischen Serie A-Klubs Atalanta Bergamo bis heute ein tiefer Einschnitt seiner Karriere.  „Das war eine Zeit, die mich bis zum Ende meines Lebens prägen wird“, sagte der 26-Jährige unserer Redaktion. „Das, was ich damals gesehen habe, das waren wirkliche Probleme. Das vergisst du nie wieder.“

Die Erinnerung an das Frühjahr 2020 zeige ihm stets, wie gut es ihm gehe, sagte der Fußballprofi. „Wenn ich heute am Meckern bin, dann kommen mir automatisch wieder diese Bilder in den Kopf, was damals in Bergamo gewesen ist. Und dann denke ich mir: Hey, Robin! Über was regst du dich denn gerade auf?“ 

Gosens hat keinerlei Verständnis für die Anhänger der deutschen Querdenker-Bewegung. „Ich werde deren Gedankengänge nie verstehen“, betonte der fünffache Nationalspieler. „Es sind Menschen im Stundentakt gestorben und diese Leute versuchen, das Virus kleinzureden. Denen ist nicht mehr zu helfen.“ Er habe noch heute aus dem italienischen Hotspot „diese schlimmen Bilder im Kopf“, sagte Gosens: „Sirenen, die tagtäglich bei uns zu hören waren, all das Leid der Menschen.“

Gosens möchte irgendwann in der Bundesliga spielen

Sportlich hegt der Außenverteidiger immer noch den Traum in der deutschen Bundesliga zu spielen, seitdem der Wechsel zum FC Schalke 2019 an Bergamos hoher Ablöseforderung gescheitert war. „Als das damals nicht geklappt hat, war ich schon niedergeschmettert“, sagte der 26-Jährige. „Es war nicht nur die Bundesliga, nicht nur der Verein, von dem ich immer geträumt habe. Es war auch die Nähe zur Familie. Ich habe bis jetzt nur im Ausland gespielt und habe die Chance gesehen, 40 Minuten von meinem Elternhaus entfernt wieder wohnen zu dürfen.“

Allerdings kann Gosesns der damaligen Entscheidung gegen Schalke rückblickend auch Gutes abgewinnen: „Anstatt wahrscheinlich in die 2. Liga abzusteigen, bin ich jetzt Nationalspieler und spiele regelmäßig Champions League“, sagte der deutsch-niederländische Fußballspieler. „Im Nachhinein kann man sagen, dass alles wieder so gekommen ist, wie es kommen musste“, betonte er. Schalke werde immer ein großer Traum von ihm bleiben. „Sportlich würde es gerade keinen Sinn machen und ich würde jetzt nicht dorthin wechseln, weil ich damit meine Karriere killen würde. Aber wenn Schalke mich anrufen würde und mich holen wollte, würde ich tagelang nicht schlafen können.“ (AZ)

Lesen Sie dazu auch das Interview: Fußball-Nationalspieler Gosens: "Ich lebe einen Traum, den viele Jungs haben"

Das könnte Sie außerdem interessieren:

Wir wollen wissen, was Sie denken: Die Augsburger Allgemeine arbeitet daher mit dem Meinungsforschungsinstitut Civey zusammen. Was es mit den repräsentativen Umfragen auf sich hat und warum Sie sich registrieren sollten, lesen Sie hier.

Themen folgen

Sie haben nicht die Berechtigung zu kommentieren. Bitte beachten Sie, dass Sie als Einzelperson angemeldet sein müssen, um kommentieren zu können. Bei Fragen wenden Sie sich bitte an moderator@augsburger-allgemeine.de.

Bitte melden Sie sich an, um mit zu diskutieren.

Das könnte Sie auch interessieren