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Internationales Sportgericht

30.05.2018

Neue IAAF-Regel: Verband Südafrikas will vor CAS ziehen

Löste eine weltweite Debatte über Hyperandrogenismus und Intersexualität aus: die Südafrikanerin Caster Semenya.
Bild: Bernd Thissen (dpa)

Südafrikas Leichtathletik-Verband ASA hat dem Weltverband IAAF mit einem Gang vor den Internationalen Sportgerichtshof CAS gedroht.

Falls die IAAF "ihre Meinung zu der neuen Regel nicht ändert, werden wir in dieser Angelegenheit für weitere Unterstützung vor den CAS ziehen", teilte Athletics South Africa im Hinblick auf die neue Regel zu Testosterongrenzwerten mit.

Die IAAF führt vom 1. November an erneut Limits für Mittelstreckenläuferinnen mit hohen natürlichen Testosteronwerten ein. Nach Konsultationen mit Experten verschiedener Organisationen sei man zu der Auffassung gelangt, dass das neue Reglement "verdreht" sei, hieß es von dem Verband.

Kernpunkt der IAAF-Regel: Das Startrecht für Rennen zwischen 400 Metern und einer Meile (1609,34 Meter) bekommen Frauen künftig nur, wenn ein spezifischer Testosterongehalt im Blut (5 Nanomol pro Liter) nicht überschritten wird. Läuferinnen müssten künftig "innerhalb einer durchgehenden Periode von mindestens sechs Monaten - beispielsweise durch die Einnahme hormoneller Verhütungsmittel" - ihren erhöhten Wert dauerhaft reduzieren.

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Im Mittelpunkt der Debatte über Hyperandrogenismus und Intersexualität steht seit Jahren die zweimalige 800-Meter- Olympiasiegerin und dreimalige Weltmeisterin Caster Semenya. Mit ihrem Sieg bei der WM 2009 in Berlin hatte die Südafrikanerin die weltweite Diskussion um Chancengleichheit und die Würde von Athletinnen mit hohen männlichen Testosteronwerten ausgelöst. (dpa)

ASA-Statement in der Zeitung "The South African"

IAAF-Mitteilung vom 26. April 2018

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